Dies ist ein Beitrag zum Thema Hilfsnetz zusammengebrochen, keine Reaktion auf Mails von Betreuern im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Hallo,
ich bitte um Hilfe und Rat,
da ich seit einiger Zeit einfach nicht mehr weiter weiß.
Mir wurde vor ...
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Einsteiger
Registriert seit: 11.09.2024
Beiträge: 13
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Hallo,
ich bitte um Hilfe und Rat, da ich seit einiger Zeit einfach nicht mehr weiter weiß. Mir wurde vor einigen Jahren Autismusspektrum-Störung, eine ausgeprägte Persönlichkeitsstörung, rezidivierende Depressionen sowie selektiver Mutismus diagnostiziert. Ich leide auch generell an starken sozialen Ängsten und bin nur eingeschränkt selbstständig. Ich habe keinerlei Eltern, Verwandte oder Freunde und bin bei verschiedenen Pflegefamilien und teils auch in der Jugend-Schutzstelle aufgewachsen. Zuletzt bin ich mit 16 in eine Familie gekommen, wo ich alleine in einem Nebenraum der Büroräume meines Pflegevaters gelebt habe. Später mit 18-19 habe ich dann im selben Gebäude die Dachgeschosswohnung als Untermieter bezogen. Die Wohnung liegt mitten in der Stadtmitte, sodass ich Einkäufe selber erledigen kann oder Postsendungen bei der Post abholen. Ich wurde von den Ämtern begutachtet und als arbeitsunfähig eingestuft, sodass ich Grundsicherung bekomme mit Aussicht auf ggf. Frührente. Ich habe einen Ausweis mit Grad der Behinderung 50 bekommen, allerdings ist das schon über 10 Jahre her und die Situation ist heute deutlich schlimmer als damals. Es ist sehr schwer für mich mit Menschen zu sprechen, ich bin oft sehr nervös und zittere oder es kommt auch vor, dass ich es nicht ertrage und aus der Situation rauslaufe oder schreie. Gespräche mit Fremden sind nicht möglich und mit vertrauten Personen auch nur brockenhaft und nach viel Geduld und Aufwärmen. Ich mache soweit möglich alles an Kommunikation schriftlich. Ich verstehe auch oft viele Dinge schlecht oder meine Ansicht weicht von normalen Menschen ab. Das führt immer wieder zu Konflikten. Mein Pflegevater hat mir aber meistens immer alles gut erklärt und mich unterstützt wenn Briefe kamen, die ich nicht verstanden habe. Das Geld von der Stadt wurde direkt an den Vermieter und die Stromleute überwiesen, ich habe nur den Rest bekommen, wovon ich selbstständig Essen gekauft und jeden Monat Internet überwiesen habe. Als ich ca 24-25 wurde lief das Pflegeverhältnis aus und mein Pflegevater wollte und konnte nicht mehr für mich zuständig sein. Er hat mich aufgrund der stärker werden Depressionen (wegen der jahrelangen Isolation und Einsamkeit) in eine Psychatrie gebracht. Dort habe ich 1-2 Monate gelebt und diese haben mir Medikamente gegeben sowie einen gesetzlichen Betreuer, eine Autismus-Therapie, ein betreutes Wohnen und eine Psychotherapie in die Wege geleitet, damit ich nach dem Aufenthalt ein Hilfsnetz habe. Die gesetzliche Betreuung wurde für Geld, Wohnung, Gesundheit und Ämter bestellt. Allerdings habe ich mich mit dem Betreuuer überhaupt nicht verstanden. Nach nur wenigen Monaten wurde deshalb der Betreuuer gewechselt. Die Autismustherapie lief für etwas über ein Jahr, aber das Reden viel oft schwer. Die Betreuuerin wusste nicht wie sie mit mir arbeiten sollte und deren Chefin hat dann beschlossen die Therapie abzubrechen, da nach einem Jahr kaum Fortschritte erzielt wurden. Sie sagte ich kann gerne wiederkommen wenn ich vernünftig therapiert bin und weniger behindert. Das betreute Wohnen verlief über ein Jahr zwar ganz okay, aber der Betreuer ist jede Woche immer nur mit mir spazieren gegangen und wir haben sonst nichts gemacht. Ich wollte lieber an etwas arbeiten und mich verbessern, zum Beispiel kontakte knüpfen und weniger einsam sein. Der Betreuuer sagt aber er kann mir keine Freunde zaubern. Da ich nicht viel Sinn darin gesehen habe über Jahre jede Woche immer nur spazieren zu gehen ohne irgendwelche Fortschritte zu machen, haben wir den Betreuer vom betreuten Wohnen gewechselt. Der neue Betreuer hatte allerdings gar keine Geduld mit mir und wurde oft wütend und auch gewalttätig, wenn ich nicht mit ihm sprechen konnte. Er ist laut geworden und hat Türen im Büro geknallt. Daraufhin bin ich nicht mehr dahin gegangen. Nach einem Monat Funkstille kam dann die Abmeldung vom betreuten Wohnen. Die Psychotherapie war das einzige, was sehr gut funktioniert hat. Ich bin über 2 Jahre dagewesen und meine Depressionen haben sich nachhaltig verbessert. Doch dann wurde die maximale Laufzeit erreicht und mein Therapeut hat auch in der Stelle aufgehört. Über die zeit wurde die wohnliche Situation immer unerträglicher. Es wurde im Erdgeschoss ein Restaurant mit Holzfeuer-Steinofen installiert, dessen Abgasrohr nicht über das Dach hinausragt sondern ca 2 Meter neben meinen Fenstern enden. Seitdem kann ich zwischen 10 uhr morgens und 22 uhr abends die fenster nicht mehr öffnen ohne beißenden Gestank und Ruß und Qualm zu atmen. Wenn ich vergesse die Fenster zu schließen ist Asche auch auf meinen Möbeln oder auf meiner Haut. Im Sommer wenn es zu heiß ist und ich auf der Schattenseite lüften möchte, bekomme ich oft Husten und Schwindel-Gefühl. Dazu kam es nachts zwischen 2 und 3 uhr bereits 2 mal zu Einbruchsversuchen. Ich schließe mich seitdem oft ein mit Ketten und einem Möbelstück vor der Tür. Meine Post wird immer öfter geklaut oder aufgerissen und auf den boden geschmissen falls es nur ein buch und nichts wertvolles ist, und es sind bereits schäden von um die 100 euro entstanden. Ich habe der Polizei geschrieben, aber die haben nur eine Empfehlung für mehr Sicherheit an den vermieter rausgegeben. Meine Toilette ist kaputt gegangen und ich muss jedes mal beim haupthahn zudrehen, da das wasser sonst ausläuft. Die Fenster sind sehr alte holzfenster und haben angefangen bei regen durchzutropfen. Ich habe auch regelmäßig viel wasser von der dach-regenrinne im schlafzimmer. Ich habe versucht dem vermieter das zu melden, aber von dem kommen nur 1-wort emails zurück "schwachsinn". Mein ehemaliger Pflegevater hat aufgrund von beschimpfungen und beleidigungen von dem vermieter seine Büroräume hier gekündigt und ist in eine andere Stadt gezogen. Ich habe dem gesetzlichen betreuer gesagt dass ich Hilfe brauche und umziehen möchte. Der Betreuuer sagt "Nein, das funktioniert mit dir sowieso nicht". Letztes jahr kam ein Brief, dass neu geschaut werden soll, ob ich noch bedürftig bin. Ich habe panisch den betreuuer angeschrieben und der hat gesagt ich soll alles in seinen Briefkasten werfen. Das habe ich sofort gemacht. Der hat darauf alles an zukünftiger Post von Ämtern an ihn umgeleitet, sodass ich nicht mehr solche briefe bekomme. Ein halbes jahr später (letztes jahr herbst) kam dann trotzdem ein brief, dass zum kommenden monat jegliche Zahlungen eingestellt werden, da sämtliche unterlagen fehlen. Ich habe daraufhin wieder panisch den betreuuer angeschrieben. Dieser war ein monat im urlaub. Ich habe dann die vertretung angeschrieben. Keine reaktion. Der neue monat ist angebrochen und es war kein neues geld auf dem konto und ich hatte auch nichts mehr und habe angefangen zu hungern. Als der eigentliche betreuuer wieder da war habe ich eine zweite mail geschrieben, sehr panisch und dringend, da ich todesangst hatte. Wieder keine reaktion. Es kam daraufhin dann zwar geld, aber ich habe nicht mehr auf das Konto geschaut, da der brief ja eindeutig gesagt hat dass keines kommt und ich auf eine antwort vom betreuuer gewartet habe. Nachdem ich eine Woche gehungert hatte, habe ich im Internet die mail addresse von dem gericht gefunden und habe denen geschrieben dass der betreuuer mir nicht hilft und ich nichts zu essen habe. Das gericht hat dann kurzfristig eine betreuungsstelle gesagt dass die sich kümmern sollen. Der hat den betreuuer angeschrieben und der betreuuer hat gesagt dass der brief ausversehen an mich gegangen ist und jetzt ja geld auf dem Konto sei. Auf die mails habe er bewusst nicht reagiert da er gesehen hat dass geld kam und er es als falsche panikmache abgetan hat. Ich bin dann endlich Essen kaufen gegangen nach 11 Tagen hungern. Ich habe den betreuuer erneut angeschrieben und darum gebeten mir zu erklären wie der brief zustande kam und wie meine aktuelle situation ist, also ob ich die nächsten monate wieder normal geld für essen bekomme. Wieder keine Reaktion. Ich habe dann gesagt dass ich mich vom betreuuer ignoriert und vernachlässigt fühle. Daraufhin hat das Gericht einen wechsel in betracht gezogen. Der Betreuer sagt in der stellungnahme, dass er mich behalten will und ein wechsel sowieso nichts bringt, da vor jahren ja schon mal gewechselt wurde. Kurz darauf habe ich dann auf einmal zahlungen auf meinem konto bemerkt, die ich nicht verstanden habe. Ich habe das auch gemeldet und erfahren dass der Betreuuer mein konto auf ein kostenpflichtiges modell umgestellt hat, ohne mich zu fragen oder zu informieren. Er sagt zur betreuungsstelle dass er einen anruf von der bank mit einem neuen angebot erhalten hat und einfach für alle seine betreuten auf einen schlag zugesagt hat, um es einfacher zu machen. Ich habe ihm erneut geschrieben dass ich damit nicht einverstanden bin und dem widerspreche. Wieder keine Reaktion. Ich habe dann ca einen monat später aus angst vor mehr zahlungen der bank gesagt dass die sofort alles kündigen sollen. Das Konto wurde dann geschlossen. Ich habe den Betreuuer eine mail geschrieben dass er mir helfen soll ein neues konto zu machen. Keine reaktion. Es kam dann ein neuer monat und ich hatte kein geld und kein konto und keine hilfe. Ich habe dann mein ehemaligen pflegevater angeschrieben mit dem ich zu dem zeitpunkt seit mehreren jahren kein kontakt mehr hatte. Dieser hat mir geld geliehen, ist mit mir einkaufen gegangen und hat mir geholfen ein neues konto zu machen. Er hat auch mit den Amt telefoniert, dass ich Geld für essen jetzt an das neue konto bekomme. |
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#2 |
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Einsteiger
Registriert seit: 11.09.2024
Beiträge: 13
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Teil 2 (wegen Textlimit):
Dann kam endlich eine mail (seit über 5 monaten stille) vom betreuer. Es war eine zahlungsaufforderung von ca 120 + strafgebühren von Strom, da das seit mehreren Monaten nicht gezahlt wurde. Strom lief aber noch nie über mein konto und hat damit nichts mit meinem kontowechsel zu tun. Außer der zahlunsgaufforderung stand nichts in der Mail und keiner weiß wie die Rechnung überhaupt zustande kam. Ich habe den Betreuuer geben sich darum zu kümmern, da das in seinem aufgebanbereich liegt. Keine reaktion. 2 Monate später kam wieder eine Mail von dem betreuer, diesmal direkt an meinen ehemaligen pflegevater, wieder mit 120 euro rechnung + strafgebühren von strom. Mein pflegevater hat dem gericht gesagt dass er nicht für mich zuständig ist und nicht die arbeit des betreuuers für ihn macht. Zu dem zeitpunkt lief das verfahren wegen betreuerwechsel schon seit gut 8 Monaten. Die Richterin hat mehrmals mit dem betreuuer gesprochen, (mit mir konnte sie aufgrund meinen einschränkungen nicht sprechen) und ist danach zur entscheidung gekommen der betreuuer hat seine pflichten nicht verletzt und ich bekomme nichts von den entstandenen schäden ersetzt, aber es wird ein betreuuerwechsel stattfinden, da das Verhältnis zu kaputt ist. Noch dazu wird der Punkt Wohnung gestrichen, da der Betreuuer in den letzten 2 jahren nichts erreicht hat und auch keine Kündigung unmittelbar voransteht, wo der betreuuer aktiv werden könnte. Auf die unzumutbare wohnsituation mit all den Mängeln und dem unmöglichen kontakt mit dem vermieter geht die Richterin nicht ein. Desweiteren wird der Punkt Geld von Fürsorge zu Aufsicht abgestuft, damit die Betreuung zwar noch Kontoauszüge für das Amt bekommen kann, aber nicht mehr ohne mich Dinge an meinem konto ändern kann, was ich gut finde. Ich habe mich bei dem gericht wegen der wohnungssache beschwert. Das wurde aber salopp abgelehnt mit der begründung "Formfehler". Es sollte daraufhin dann ein Kennenlernen mit der neuen betreuerin stattfinden, was ein großes problem war, da ich zu persönlichen terminen immer eine begleitung brauche, um eskalationen zu vermeiden und auch weil ein treffen nichts bringt, wenn ich nicht sprechen kann. Aber da es keine betreuung mehr gibt, gibt es niemanden, der mich begleiten kann. Mein ehemaliger pflegevater ist seit frühling für längere zeit im ausland und scheint über chat kontakt auch schwierigkeiten zu haben das alles nachzuvollziehen, was die letzten jahre genau passiert ist. Er sagt er will sich nicht einmischen und auf eine seite stellen. Ich habe der neuen betreuung das Problem geschildert. Kurz darauf hatte ich dann einen handgeschrieben zettel an der tür von ich vermute dem vermieter, aber es stand nicht drauf worum es geht nur dass dort angerufen werden muss. Desweiteren war die sache mit der rechnung von strom seit monaten immer noch offen. Ich habe das alles an die neue betreung geschrieben. Keine reaktion. Ich habe nach einem Monat warten noch mal eine neue mail geschrieben. Keine reaktion. Nachdem über 2 monate gar keine antwort mehr von der neuen betreuung kam, habe ich der betreuungsstelle geschrieben. Diese schreibt ich soll zu einem anwalt oder dem mieterschutzbund gehen. Aber ich habe davon keine ahnung und brauche bei sowas Hilfe, zum einen weil ich nicht weiß wie man das alles anmeldet aber auch weil ich da ja persönlich sprechen muss und zu termine muss, was alleine nicht geht. Ich habe dem gericht und der betreuungsstelle geschrieben, dass ich Hilfe brauche. Keine reaktion. Da der vermieter jetzt auch keine ansprechperson mehr hat wegen geld und sowas und den Kontakt mit mir direkt ablehnt, befürchte ich früher oder später eine Kündigung. Ich möchte zwar umziehen, aber ohne Hilfe kann ich auf keinen Fall umziehen und es wäre eine katastrophe wenn eine Kündigung kommen würde und die mit polizei die tür aufbrechen und gewaltsam räumen während ich komplett hilflos bin. Zum jetzigen zeitpunkt ist es der dritte Monat ohne dass ich von irgendwem eine Reaktion bekommen habe. Mein ganzes Hilfsnetz ist quasi zusammengebrochen und keine der Stellen antwortet mir mehr. Ich habe das Gefühl, dass mich jeder aufgegeben hat, weil ich mit Menschen nicht kompatibel bin. Ich hab keine ahnung wo ich jetzt noch hilfe finden kann und habe beim suchen dieses forum gefunden. Vielleicht kennt hier jemand stellen, wo ich hinschreiben kann. |
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Club 300
Registriert seit: 29.07.2019
Ort: Nähe Weißwurstäquator
Beiträge: 352
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Hallo KokomiFish,
das ist wirklich eine lange schwierige Vorgeschichte. Ich finde, du hast dich schriftlich sehr gut ausgedrückt. Zum besseren Verständnis habe ich trotzdem inhaltliche Nachfragen: - Der Betreuerwechsel hat also vor zwei Monaten stattgefunden und die neue Betreuerin hat mit dir keinen Kontakt aufgenommen? Obwohl du doch schriftlich gut kommunizieren kannst? - Die Aufgabenbereiche sind Gesundheit, Aufsicht über das Konto/die Finanzen und Wohnungsangelegenheiten? Oder steht noch mehr im Beschluss? - Wo ungefähr lebst du? (Bundesland oder Stadt, wenn du magst - dann kann man dir eventuell gezielt Rat geben, welche Hilfe oder Stelle noch in Frage kommt) Grüße vom Fuchs |
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Einsteiger
Registriert seit: 11.09.2024
Beiträge: 13
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Zitat:
Ich habe eine Mail bekommen, wo sie sich vorgestellt hat und wegen kennenlerntreffen gefragt hat. Ich habe ihr dann das problem geschildert, dass es momentan keine begleitung gibt und so ein treffen sehr schwierig wäre alleine wenn ich angst habe und nicht sprechen kann. Und ein paar tage darauf habe ich die mail geschrieben wegen dem zettel an der tür und wegen der stromsache und auch was ich jetzt machen soll, jetzt wo keine betreuung mehr die kommunikation mit dem vermieter macht. Einige Zeit später noch einmal nach hilfe gefragt ob sie die vorherige Mail gelesen hat und dass ich immer noch Hilfe brauche. Aber außer dem erstkontakt habe ich keine antworten mehr von ihr bekommen, ähnlich wie die 8 Monate mit dem vorherigen betreuer. Zitat:
Also es kann sein dass es irgendwo mit dabei steht, aber das ist mir nicht ersichtlich. Meines wissens nach jedenfalls ist es gesundheit, ämter, wohnung (seit dem wechsel nicht mehr) und geld (seit dem wechsel nur noch einsicht aber keine kontrolle mehr). Damals als die gesetzliche betreuung von der psychatrie neu angetragen wurde, war das ziel, dass ich die dinge, die ich selber kann, wie einkaufen oder manche überweisungen machen, selber mache und der gesetzliche betreuuer bei allem hilft, wo telefonate oder persönliche termine notwending sind. Früher bei meinem ehemaligen pflegevater bin ich mit den briefen immer zu ihm gegangen und er hat mir erklärt worum es geht und hat dann da angerufen oder ist mir mir gemeinsam dahingegangen und hat meine situation erklärt und alles mit denen abgesprochen. Bei Entscheidungen hat er immer mit mir gesprochen, was ich dazu denke. So sollte das eigentlich auch mit dem gesetzlichen Betreuer weitergehen. Ansonsten sollte mit der psychotherapie die depressionen therapiert werden, was gut geklappt hat. Und von der autismus-therapie und dem betreuten wohnen sollte der soziale aspekt abgedeckt werden, also dass ich lerne wieder mit menschen zu sprechen, weniger ängste habe und nicht mehr komplett isoliert lebe. Aber das hat überhaupt nicht funktioniert, wie ich ja schon geschrieben habe. Bei der anmeldung sagte das betreute wohnen "ja klar das ist alles kein problem, natürlich können wir helfen, wir machen auch direkt alles mit bezahlung vom verein, ihr müsst gar nichts machen und du kannst nächste woche direkt anfangen". Aber als ich dann drin war haben die immer nur gesagt "wir können keine freunde zaubern, wir sind keine therapeuten, wir sind keine vermittlungsstelle, wir helfen normalerweise alten damen beim einkauf" und sowas. Anfangs fand ich das trotzdem okay, weil spazieren gehen ist ja auch sozialer kontakt, aber auf dauer bringt mir das nicht weiter finde ich. Der verein hat sogar recht großzügig 3 stunden die woche gegeben, weil die davon ausgegangen sind, dass wir zu veranstaltungen fahren oder Übungen machen oder sowas. Aber die 3 stunden wurden nie wirklich komplett benutzt und das betreute wohnen hat später die zeit beim verein reduzieren lassen. Es war auch einmal die Idee einer Kur oder einem Wohnheim da, aber das wollte ich auf keinen fall, da das nur für längere zeit 1-2 jahre geht, aber so lange würde das amt die wohnung nicht bezahlen wenn sie leer steht. Und ich will nicht mein ganzes eigentum verlieren. Und die 2 monate in der psychatrie waren schon sehr schrecklich. Ich habe dort keine der gruppensachen mitgemacht und habe die meiste zeit nur auf dem zimmer im bett bücher aus der bibliothek gelesen. Ich konnte nicht mit fremden menschen im selben raum schlafen und habe anfangs im gang auf dem boden gelegen und später haben die nachts das fernsehzimmer für mich aufgeschlossen damit ich da auf der couch schlafen kann. Es hat einen monat gedauert bis ich überhaupt angefangen habe mit den Ärzten und Pflegern dort zu sprechen. In NRW, Raum Bochum/Dortmund |
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#5 |
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Club 300
Registriert seit: 29.07.2019
Ort: Nähe Weißwurstäquator
Beiträge: 352
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Hallo,
wenn sich die Betreuerin nach dem ersten Kontakt auf deine zwei Mails hin 8 Wochen gar nicht mehr gemeldet hat, finde ich das sehr lange. Geld für deinen Lebensunterhalt bekommst du gerade, oder? -Wenn nicht, schreibe an Betreuerin, Gericht und Betreuungsstelle gemeinsam eine E-Mail, dass du dringend HILFE brauchst und aktuell kein Geld für Essen mehr hast. Es gibt normalerweise auch soziale Dienste vor Ort, die Soforthilfe leisten (z. B. mit einem Lebensmittelgutschein). Das kommt leider sehr genau auf den Ort an, wo du lebst. -Wenn ja, schreibe nochmal an die Betreuerin dass du den Sachstand in Sachen Stromschulden wissen willst (und was sonst noch offen ist). Und dass sie am Besten einfach per Mail mit dir kommunizieren soll. Setze evtl. eine Frist von einer Woche, in der du dir Rückmeldung wünscht damit du weißt, sie kümmert sich. Klappt das, könnt ihr die anderen Anliegen angehen. Klappt das nicht, leite die Nachricht an die Betreuerin ans Amtsgericht und die Betreuungsstelle weiter mit der Bitte um Unterstützung. Im Beschluss steht viel drin, das stimmt. Da sollte eine Aufzählung von Dingen etwas abgesetzt stehen, etwa "Die Betreuung umfasst folgende Aufgabenbereiche: - Gesundheitsorge - Aufsicht über das Konto - usw." und dann "Als Betreuer wird entlassen Herr X. Zur Betreuerin wird bestellt Frau Y". "Wohnungangelegenheiten" wäre schon sinnvoll, weil du ja mit dem Vermieter nicht klar kommst und eigentlich umziehen möchtest. "Organisation ambulanter Hilfen" finde ich auch wichtig, da ein neues ambulant betreutes Wohnen als neues Hilfenetz wichtig wäre. Ich bin aus Bayern und kenne mich in NRW nicht gut aus, habe mal gegoogelt, was es bei euch so gibt. Es sieht schon so aus, als wären einige auf Menschen mit Autismus spezialisiert: https://www.reha.ruhr/angebot/fachdienst-autosmus.html https://fundk-bochum.de/fachdienst-autismus/ https://www.drkwitten.de/angebote/am...e-zentrum.html Es gibt auch eine Selbsthilfegruppe. Da ist ein Kontakt genannt: https://www.selbsthilfenetz.de/suche...nd-adhs-bochum Vielleicht kennt auch jemand dort gute Hilfen oder eine betreute WG für Menschen mit Autismus. Dort hat jeder sein eigenes Zimmer, aber auch Gemeinschaftsbereiche. So kann man soziale Interaktion üben, sich aber jederzeit auch zurück ziehen. Da du dich in deiner Wohnung nicht mehr wohl fühlst, wäre das vielleicht eine mittelfristige Möglichkeit. Jetzt wünsche ich dir erstmal viel Erfolg bei der neuen Kontaktaufnahme und dass sich aufklärt, was mit der Betreuerin los war.. vielleicht war sie überfordert was sie tun soll, wenn jemand bei einem Treffen nicht sprechen kann. Oder drei Wochen in Urlaub. |
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#6 |
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Einsteiger
Registriert seit: 11.09.2024
Beiträge: 13
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Hallo,
ich wollte mich noch mal melden, weil die situation schlimmer geworden ist. Ich habe versucht einen soforthilfedienst von den gennanten zu schreiben, aber nach ein paar wochen haben die nur gesagt dass das zur aufgabe der betreuuerin gehört und die nichts machen können. ich habe auch den betreuungsleuten vom gericht die sachen geschrieben, aber die haben auch gesagt dass das die aufgabe der betreuuerin ist und die sich kümmern soll. Die betreuuerin ignoriert nach wie vor alle mails seit über einem halben jahr. Seit oktober habe ich keine möglichkeit der kontoeinsicht mehr, weil ich keine handynummer mehr habe und am automaten ausdrucken wird abgelehnt bei der bank. Seit anfang Januar kann ich auch nichts mehr von der karte abholen, die ist nicht mehrzugelassen steht da wenn ich die benutzen will. ich habe jetzt weiter hilferufe geschrieben, aber bisher bekomme ich entweder gar keine antwort oder nur verweise dass weil es eine betreuuerin gibt, keiner was machen kann. Ich habe jetzt den monat über immer über paypal kredit essen bestellt und mir das auf mehrere tage eingeteilt, habe dadurch jetzt so 40-50 euro schulden gemacht und mir geht es miserabel. Ich habe angst um mein leben und weiß nicht mehr weiter. |
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#7 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 24.07.2023
Ort: Bayern
Beiträge: 102
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hallo ich habe nicht alles genau gelesen
aber ich würde mich per Chat , weil Telefonate Ihnen schwer fallen bei der Telefonseelsorge online melden oder bei einem Kriseninterventionsdienst online melden oder GoFundMe | The #1 Crowdfunding and Fundraising Platform einen Spendenaufruf starten oder bei der Tafel anfragen , wegen Essen und Getränken. oder nochmal den ehemaligen Pflegevater kontaktieren und um Hilfe bitten oder zur Polizei gehen, und die Lage schildern. alles Gute! |
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#8 |
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Einsteiger
Registriert seit: 11.09.2024
Beiträge: 13
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Danke für die lieb gemeinren ratschläge, aber das meiste davon verstehe ich nicht.
Telefoniren oder persönlich jemand fremdes ansprechen funktiniert gar nicht und ich versteh auch nicht was das mit gofundme bringen soll. Ich habe ja eigentlich geld, ich komme nur nicht mehr dran weil die karte nicht mehr geht. und wenn ich da geld bekommen würde, dann würde das ja auf die karte gehen, wo ich nichts abholen kann mit. Ich habe am wochenende schon noch mal den ehemaligen pflegevater angeschrieben, aber der hat es bisher auf gelesen gelassen. Das mit den Hilfedienst habe ich ja schon gemacht, die schreiben die könne nichts machen weil das die aufgabe von der betreuuerin ist. Da sie polizei vorgeschlagen haben, habe gestern online die polizei anzeige gemacht gegen betreuuer, wo ich meine situation geschrieben habe, damit falls mir was passiert die wissen dass die betreuuerin mich komplett vernachlässigt hat. |
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#9 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 24.07.2023
Ort: Bayern
Beiträge: 102
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hallo, wenn Du nicht selber telefonieren kannst ( ich auch nicht)
gibt es den Anrufdienst Tess relay. google mal, das ist eigentlich für Hörgeschädigte , Gehörlose, Menschen die nicht sprechen können. die machen den Anruf in Echtzeit. Das Anliegen schreibt man erst , kopiert es in die Zwischenablage wird dann dort übertragen es ist anders wie ein Chat, am besten eben selber die FAQ dort nachlesen. https://www.tess-relay-dienste.de/ |
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#10 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 05.10.2016
Ort: RheinMain
Beiträge: 101
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Ich würde an deiner Stelle einen Antrag beim Landeswohlfahrtsverband schriftlich stellen. Geht auch online, schau mal hier
https://www.lwl-inklusionsamt-soziale-teilhabe.de/de/ Per Brief wäre es dieser Text: Hiermit stelle ich einen Antrag auf Eingliederungshilfe. Ich brauche ambulant betreutes wohnen, für weitere Hilfangebote bin ich offen. Auch brauche ich skill Training. Solltest du keinen Pflegegrad haben, dann schreib deiner Pflegekasse: Hiermit stelle ich einen Antrag auf Pflegegradeinstufung. Meine Einschränkungen sind folgende.... aufgrund meiner Ängste und meines Autismus bitte ich um: Begutachtung per (dieses Tool für Menschen, die nicht sprechen) Da musst du über deinen Schatten springen. Ich arbeite neben der Berufsbetreuung im ambulant betreuten wohnen. 2 meiner Klienten sind Autisten. Bei einem dritten bin ich die feste Vertretung. Alle 3 leben in der eigenen Hässlichkeit. Vertrauensverhältnis baut sich auf, ich begleite bei allen Anforderungen des täglichen Lebens, sei es Wohnungssuche, Anmietung, Kontoeröffnung, Umgang mit Geld, Organisation weiterer ambulanter Hilfen, besuch von Arztpraxen usw. Ich helfe bei der Organisation mittels Apps, alternativ mit analogen Hilfen. Gestern habe ich mit einem Klient die Versicherungen gecheckt, Angebote eingeholt und ein Tagesgeldkonto beantragt. Alles online, so dass er schon mal weiss wie es geht. |
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