Dies ist ein Beitrag zum Thema Hilfe zur Selbsthilfe oder Verwaltung eines Menschen ? im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Hi
ich habe am Freitag ein Gespräch mit meiner gesetzlichen betreuung. Es wird ein grundsätzliches Gespräch ob die Zusammenarbeit fruchtet ...
|
|||||||
| Registrieren | Hilfe | Benutzerliste | Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
|
|
#1 |
|
Einsteiger
Registriert seit: 17.06.2023
Beiträge: 24
|
Hi
![]() ich habe am Freitag ein Gespräch mit meiner gesetzlichen betreuung. Es wird ein grundsätzliches Gespräch ob die Zusammenarbeit fruchtet oder nicht. Ich hab das Gefühl, das sie eher die Menschen verwaltet und weniger mit den Menschen agieren möchte. Wir reden zwar aber total wenig. Ich schreibe ihr (manchmal auch sehr viel) meine gedanken und Gefühle, meine Wahrnehmungen aber auch was ich alleine geschafft habe oder was gerade so ansteht. Was für Probleme ich alleine bewältigt habe usw. Ich hatte vor ihr auch eine Betreuerin. Sie war immer ansprechbar, wir haben uns am Anfang jede Woche getroffen um mein Geld ein zu teilen. Dadurch haben wir jede Woche mindestens 30 Minuten uns unterhalten. Zb. Wofür ich das Geld ausgeben, wie gerade die Therapie so läuft und wie es im zwischenmenschlichen Bereich ich für Probleme aber auch fortschritte mache. Sie war immer da, hat mich immer respektiert und war immer für meine Belange da. Sie hat mich immer unterstützt. Ich konnte Sie immer fragen stellen wenn es um gesetzliche Fragen geht, was Ihre Aufgeben sind, was meine usw. Es war eine sehr schöne auf Augenhöhe Kommunikation. Leider habe ich, weil meine alte Betreuerin im Ruhestand gegangen ist jetzt eine neue Betreuerin die nicht so gerne mit Menschen kontakt hat. Auch möchte Sie nur verwalten, keine Entwicklungsmöglichkeit des Betreuten bieten. Totale stagnation, kein weiter kommen. Der Auslöser ist auch folgender. Ich bin umgezogen und habe es zu 90% alleine gemacht. Am Anfang habe ich Sie machen lassen, da kam aber nur Quark mit Sauce raus. Ich dann innerlich "Also wenn andere das nicht können, sogar professionelle Menschen, dann musst du halt durch die Angst gehen" und habe es dann geschafft. Sie hat nur bei 1-2 Sachen geholfen ansonsten habe ich alles alleine gemacht. Jetzt hat das Amt über einen Monate gebraucht um die Heizungskosten zu Berechnen (diese läuft über Strom). Davor hatte ich noch Stress mit den Energieversorger gehabt. Sie hat mich dann gefragt, um mich zu entlasen, ob Sie das machen kann. Ich dann so "klar, das wäre eine Hilfe". Sie meinte dann "Ich melde mich dann Montag" *es war ein Freitag. Sie hat sich dann 1 1/2 Wochen nicht gemeldet. Ich dann sie angerufen und nachgefragt. Sie dann so "Ich habe noch nix gehört" und legte auf. Es war ein vllt. ein eine Minute Gespräch. Die Gespräche sind immer sehr sehr kurz gehalten, sehr wenig zwischenmenschliches usw. Alles immer so "verwaltet". Ich möchte das aber nicht, ich möchte ja selbstständig/eigenverantwortlich Handeln. Ich saß dann da, 26.11 und hatte noch andere Geldfragen. Aber das größte Problem war: 340€ Schulden. Ich habe dann selbst die Grundsicherrung angefragt. Wenn ich sowas mache, schreibe ich die Email immer mit BCC. Sie rief mich dann an "Könnten sie sich etwas zurück halten, ich mach das schon" und legte dann auf. Am nächsten Tag rief sie dann an, das alles erledigt sei, aber das Geld kommt jetzt zum Vermieter. Ich musste also den Vermieter bescheid geben, also zusäzlichen Stress.... Da dachte ich dann "eigentlich ist sie ja keine Hilfe" ![]() Ich habe das Gefühl das sie Menschen nur verwalten möchte, auch der Satz, als ich das alles ansprach "Keiner meiner Betreuten sagt mir was ich zu tun habe" und "Wir können auch schauen ob es nicht besser wäre einen Wechsel an zu streben. Sie wollen viel mehr zusammenarbeit" Es ist super Schade. Sie ist super nett und so aber leider mag sie nicht mit Menschen zusammen arbeiten. Ich habe übelst viel Therapie gemacht und brauche einen Menschen der mir Hilft in die Entwicklungszone zu kommen. Das ich voran geht. Auch das ich Informationen also Feedback bekomme wie "ich habe heute XY angerufen, er/sie sagt "123". Also so wie ich es auch mache, das der andere mir auch bescheid gibt. Als ich das ansprach, lachte sie am Telefon. Auch fehlt mir so eine zusammen arbeit, das wir mit einander Reden und das wir uns kennen lernen, Vertauen aufbauen und das ich weiter komme. Ich möchte keine Stagnation. Ich habe auch Angst das ich jetzt durchgereicht werde von gesetzlichen Betreuer zum nächsten und ich keine Hilfe bekomme. Also nicht nur Hilfe beim Beantragen oder den ganzen Papierkram sondern ich möchte ja vllt irgendwann das alles alleine machen. Ist das irgendwie nicht möglich ? Ist das nicht auch das Ziel von gesetzliche Betreuung ? Hilfe zur Selbsthilfe ? Wir reden wie gesagt Freitag ob es Grundsätzlich zusammen passt. Ich finde es schade das man nicht mit Menschen zusammen arbeiten möchte, es gibt so schöne Lerngeschenke und gute Gespräche. Ich habe ja auch Bewo und er bringt mich (ungewollt & gewollt) in die Selbständigkeit. Privat würden wir uns gar nicht verstehen, das haben wir schon so gesagt, aber wir arbeiten trotzdem sehr gut zusammen und wir reden übelst viel und lachen sehr viel. Ich sage immer zu ihm, er ist mein Mülleimer... Ich denke auch das so viele bei der gesetzlichen betreuung bleiben, weil es auch keine Hilfe zur Hilfe gibt. Also immer mehr Verantwortung übernehmen lassen. Sei es nur Auskunft geben. Man kann ja sagen "Hören Sie, füllen Sie das mal aus und wir schauen dann nochmal drüber" oder so. Das man dann lernt eigenständig den Papierkram zu erledigen. Oder Tipps beim Ordnen usw usw... ist das irgendwie zuviel ? Habe ich da eine andere Vorstellung von Betreuung ? Lieben Gruss ![]() Es gibt aber kaum Gespräche oder |
|
|
|
|
|
#2 |
|
Forums-Geselle
Registriert seit: 21.04.2017
Ort: bei Heidelberg
Beiträge: 285
|
Hallo,
es ist in der Tat nicht Aufgabe einer gesetzlichen Betreuerin dich ausführlich zu betreuen sondern Anträge zu stellen und zu schauen dass alles läuft im Hintergrund und ohne die zu helfen selbst was zu tun, dafür ist die Bezahlung zu niedrig(etwa 3 Stunden im Monat bekommt ein Betreuer bezahlt). Wer dir helfen könnte diese lebenspraktischen Fähigkeiten zu lernen ist ein ambulant betreutes wohnen. Das könnte sie auch für dich beantragen Liebe Grüße Ela |
|
|
|
|
|
#3 |
|
Einsteiger
Registriert seit: 17.06.2023
Beiträge: 24
|
Hi,
ich habe bewo, er hat damit aber nix zu tun. Alle Briefe usw laufen über meine gesetzliche Betreuung. Sie macht auch die Anträge und den ganzen Papierkram, also wie soll ich dann mit meiner Bewo das machen ? Es geht doch darum einen Menschen in die Selbständigkeit zu bekommen, nimmt man ihn alles weg dann hilft ihm das ja nicht. Auch zb das ausfüllen usw pp. Meine Bewo zb. hilft mir gar nicht, er hilft mir zu reflektieren, alles Gedanklich ein zu Ordnen und er hilft mir zur Selbsthilfe. Ich bräuchte ihn eigentlich gar nicht weil ich mein Alltag komplett alleine schaffe. Er ist aber ein sehr guter Denker und kein Stück empathisch. Mir hilft es mir selbst zu helfen.... (Er eckt damit meistens an, weil viele sich in der Krankheit ausleben. Er möchte aber gerne die Menschen aktivieren. Da sein. Er macht zwar manche Sachen auch, aber seine itention ist, Hilfe zu selbst Hilfe. Das war auch die Itention meiner damaligen gesetzliche Betreuung. "Weiterentwicklung". Also meine damalige gesetzliche Betreuung hat sich viel mehr Zeit genommen. Ich konnte anrufen, konnte Email schreiben usw pp. Sie hat viel mehr zugehört und hat mir dann auch diese und jede Frage beantwortet und hat mir Tipps gegeben. Ich sehe gesetzliche Betreuung und nicht als Vormund , meine jetzige auch nicht, aber Sie will da ihren Stiefel weiter anziehen. Wenn jetzt das Gericht oder ihr jetzt sagt "das ist so bei gesetzliche Betreuung" dann weiss ich gar nicht wie ich mich da weiter entwickeln kann... ![]() Klar kann ich mich auf der Couch hinsetzen, nen Käffken trinken und sagen "soa hier mein Sklave/Sklavin, mach mal" das will ich nicht. Ich möchte gerne weiter kommen. Deswegen habe ich gesagt, lasst uns doch zu dritt das machen: Nein, Bewo ist Bewo. Gesetzliche Betreuung ist Gesetzliche Betreuung. Also meine damalige Freundin hatte legastehnie gehabt und deswegen auch gesetzliche Betreeung. Sie war jeden Freitag bei ihr und die sind den Papierkram durch gegangen. Nach und nach konnte sie immer mehr lesen und verstehen, so das sie nur noch paar Sachen nachfragen brauchte... Ich bekomme so gut wie nix mit, alles läuft im Hintergrund. Aber so lernt man doch nicht selbstständig zu werden zb Anträge ausfüllen ect pp... Also wenn wir am Freitag kein Komrpomiss finden, wird es dann vor Gericht landen, dann werde ich meine Bedürfnisse äußern. Problem aber, ich höre es ja von vielen weil ich arbeite in der Behindertenwerkstatt, das die da alle so verwaltet werden. Ich finde es nicht so ganz gut. Aber ich kann da auch nur für mich reden, das ich gerne mich weiter entwickeln möchte... Gericht und meine damalige Betreuung sagte, das ich sehr gutes reflektiertes Denken habe, das ich schon geeignet wäre ganz von der gesetzlichen Betreuung weg komme. Das Problem was ich aber jetzt mit der neuen habe ist, das sie mir alles weg nimmt. Was ich geschafft habe mit der alten gesetzlichen Betreuung: Geld einteilen, Insolvenz und seit 6 Jahren 0€ Schulden, Online Banking und Tageslegldkonto (mit ca 800€ angespart), ich schaffe eigene Wohnung zu suchen, Ärzte zu besuchen, und auch mich Medizinisch und Körperlich zu pflegen. Ich schaffe den ganzen Haushalt, Tagesstruktur aufbauen... Was mir fehlt sind: Papierkram erledigungen (es sind ja mehr die ich nicht sehe aber ich weiss das die da sind) Und da würde ich Stück für Stück mehr Verantwortung übernhmen. Das Problem ist, das wenn es von diesem "0 auf "100" kommt, werde ich bestimmt sehr schnell überfordert sein vor allem weil ich es nicht gewöhnt. Wie gesagt, ich könnte in der Komfortzone bleiben und alles machen lassen. Aber das ist nicht so mein Ding. Ich möchte "mehr". ![]() Lieben Gruss |
|
|
|
|
|
#4 |
|
Forums-Azubi-Anwärter
Registriert seit: 03.05.2024
Ort: Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 28
|
Hast du dir mal Gedanken gemacht ob du allgemein noch eine Betreuung brauchst ? Wäre vll die ambulante Hilfe ausreichend die dich in der Wohnung besucht ? Oder meinst du es wäre vll gut für dich, dass nicht alle Felder durch die Betreuung abgedeckt sind und zb der Schriftverkehr mit Behörden wieder über dich laufen kann?
Ich bin leider kein Experte, aber glaube dass es meistens so ist, dass im Hintergrund der Betreuer alles regelt und du nicht unbedingt "eingeweiht" wirst solange alles klappt. Ich kann dich aber auch verstehen dass du selbst mehr Verantwortung übernehmen willst. |
|
|
|
|
|
#5 |
|
Einsteiger
Registriert seit: 17.06.2023
Beiträge: 24
|
Hi,
Bewo ist gar nicht für Finanzen und Behörden zuständig, das können die auch gar nicht leisten bei einer Stunde pro Woche. Meine Bewo redet mit mir, refelektiert und vor allem ist er für Tagesstruktur zuständig. Ausserdem müssten die Stunden erhöht werden, die ganzen Termine gemacht und eingehalten werden usw usw usw. Dazu kommt auch dass bis jetzt keine Bewo sich offen zeigt, meistens kommt "also bei Behörden und Finanzen, da bin ich raus" Meine gesetzliche Betreuung ist eher Formal: Hilfe zur Selbsthilfe gibts bei ihr nicht. Aber wir reden eh Freitag, vielleicht gibts ja ein Kompromiss. Das ich Schriteweise immer "mehr" Verantwortung übernehme kann. Zum Beispiel so: "Es steht gerade das Problem an, versuchen sie es innerhalb von 2 Wochen zu lösen, ansonsten mache ich das" <- Das wäre ein Kompromiss. Wir hatten auch jetzt in den letzten 3 Jahren nur, und das ist übelst traurig, 2 persönliche Gespräche. Alles immer per Mail. Vorher hatte ich eine richtig schöne aktive zusammenarbeit, wo ich mich auch weiter entwickle. Wenn aber die zusammenarbeit nicht passt, dann ist das halt so. Sie ist nett aber halt keine Hilfe zur Selbsthilfe Lieben Gruß |
|
|
|
|
|
#6 |
|
Admin/ Berufsbetreuer
Registriert seit: 15.01.2009
Ort: Mitten in Hessen
Beiträge: 4,975
|
Hallo Quitschie,
dein BEWO Mitarbeiter macht sich da einen schlanken Fuß bei seinen Aufgaben. Seit dem 1.1.2023 ist es auch im BGB ( § 1814 und § 1821 BGB) sehr klar geregelt, das der Betreuer lediglich eine nachrangige Hilfe ist und auch nur rechtlich die Angelegenheiten des Betreuten besorgt. Also eben keine persönliche Begleitung wie von dir gewünscht sondern er muss durch einen Antrag bei der Eingliederungshilfe dafür sorgen das du die tatsächliche Unterstützung bekommst. Eben das BEWO. Falls dein BEWO Betreuer sich nicht in der Lage dazu sieht muss er dich eben abgeben oder sich die fehlenden Kompetenzen aneignen. Schau doch mal in deiner Leistungsvereinbarung wieviele BEWO Stunden bewilligt wurden. Ich bin mir sicher das es mehr wie 52 sind. Das BEWO ist eben kein bezahltes Kaffetrinken oder Therapieersatz sondern deine Unterstützung bei den lebenspraktischen Fähigkeiten. Dafür wird auch ein sehr guter Stundensatz durch den Leistungsträger gezahlt ( ca. 72 €/Std.). Falls die Stundenzahl nicht ausreicht kann eben immer ein Antrag auf Erhöhung gestellt werden, sofern neue Bedarfe in der BEWO Arbeit dazukommen. Für den rechtlichen Betreuer gibt es dies eben nicht. Da gibt es eine schmale Pauschale und das wars. Die Pauschalen findest du im VBVG geregelt.
__________________
----------------
|
|
|
|
|
|
#7 |
|
Moderator
Registriert seit: 24.03.2005
Ort: Duisburg, Ruhrgebiet, NRW
Beiträge: 7,452
|
Ist m.E. eindeutig Aufgabe des BeWo (auch ABW genannt), und zwar nach § 78 SGB IX. Siehe dazu auch den neuen § 17 Abs. 4 Satz 2 SGB I.
__________________
Mit vielen Grüßen Horst Deinert Weitere Infos: https://www.lexikon-betreuungsrecht.de |
|
|
|
|
|
#8 |
|
Einsteiger
Registriert seit: 17.06.2023
Beiträge: 24
|
Ich kann da nur von den Erfahrungen mit allen Bewos reden die ich hatte:
Entweder bin ich zu dene in ihren Büro gefahren, wir haben Kaffee getrunken und ich bin wieder gegangen. Oder die Bewo besuchen mich zuhause. Wie haben auch jedesmla einen Hilfeplan gemacht und jede Bewo sagte "Für Finanzen und behörden bin ich nicht da", egal welche Bewo. Alle sagen "das kann ich gar nicht leisten, zu viele Stunden." Ich habe wirklich nur eine Stunde in der Woche. Er kommt rein, wir reden ein bisschen und dann geht er wieder. Hilfe im Alltag bekomme ich nicht weil ich alles hinbekomme ausser Behördenpapierkram und vor allem, persönlichen Kontakt bei Behörden. Meine gesetzliche hat auch das Amt für Finanzen und Behörden, somit müssten wir ein Team bilden. Meine gesetzliche Betreuung will aber Bewo und gesetzliche Betreuung trennen. Wenn aber nur sie alle Briefe, Anträge usw bekommt, kann meine Bewo mir nicht helfen. Von meiner Intelligenz kann ich das natürlich ausfüllen, meistens liegt es eher an meine Schieberitis... Neue Bewo habe ich keine Lust mehr drauf, ich hatte schon zuviele Bewo´s. Und gesetzliche wie gesagt, jetzt meine zweite. Ich denke wir können reden, aber ich kann es durchaus nachvollziehen das sie dafür zu wenig Geld bekommt. Einen richtig guten Bewo zu finden ist aber auch ein Lotto gewinn. Die meisten spielen sich auf als wären sie ein Vormund, also keine Hilfe. Meine jetzige ist super nett und so wie ich es auch lese, was und wie sie schreibt will sie weiterhin für mich da sein, und wir gucken dann morgen nach einen Kompromiss... Es kann sein das ein neues Gesetz gekommen ist ein vernünftigen Bewo zu finden ist einfach purer Stress.... Grüße |
|
|
|
|
|
#9 | |
|
"Nervensäge" vom Dienst
Registriert seit: 08.12.2008
Ort: Berlin
Beiträge: 1,066
|
Zitat:
Hallo! Kurz nur, da ich gleich los muss und nachdem ich beim lesen vor Schreck vom Stuhl gefallen bin: Hast du in diesen 3 Jahren persönliche Termine mit deiner "Betreuerin" verweigert, kurzfristig abgesagt und falls nicht, hast du ihr gegenüber je den Wunsch nach mehr persönlichem Kontakt geäussert? Ich schreibe dazu später noch was, sofern du mir darauf antworten magst. Schönen Abend an alle, ich fahre jetzt zu Chris Tall!
|
|
|
|
|
|
|
#10 |
|
Einsteiger
Registriert seit: 17.06.2023
Beiträge: 24
|
Also ich habe sie jetzt in etwa 3 Jahre. Ungefähr. Ich weiss das nicht so genau, können auch 2 sein.
Also meine alte gesetzliche Betreuung hatten viel, also VIEL mehr Kontakt. Klar das war auch Anfang meiner Erkrankung, war 3 mal in der geschlossene, sehr viele krisen usw. Ich habe dann freiwillig meine Bankkarte abgegeben, weil ich auch meine Krankheit gesehen habe und auch Hilfe brauchte, weil ich komplett mit allem überfordert war. Ich war auch in einer Einrichtung für psysisch Kranke usw. Wir hatten aber immer Kontakt, sei es telefonisch (keine 5 Minuten telefonate) oder ich hab sie einmal im Monat besucht. Mit der neuen ist da nix. Also rein gar nix. Jetzt durch sehr viel Stress mit umzug, Grundsicherrung, Stromanbieter usw kam da ein Konflikt auf. Ich weiss natürlich das Sie sehr viel zu tun hat. Jedoch wünsche ich mir einfach das ich nen Status bekomme, wenn ich Verantwortung abgeben, mein Kopf rats, wenn ich 2 Wochen nix mit bekomme. Ich rufe Sie dann an und dann sagt sie "noch nix neues". ich dann eine Mail geschrieben. SIe rief mcih dann an "Bitte funken Sie nicht dazwischen, ich ruf da morgen an" und dann auf einmal lief es. SIe rief mich danach an und sagte, das es geklärt sei. Es wirkte für mich so, als ob sie nix gemacht hat (ich will da echt nix unterstellen) Aber genau wegen diesen will ich lieber alles selbst machen. Ich hab das Gefühl das ich es besser kann als meine gesetzliche Betreuung. Sie schafft es ja auch, aber weil sie viele Klienten hat, hat sie keinen Kontakt für persönlichen/telefonischen Kontakt. Der Kontakt fühlt sich immer so an wie "Ich telefoniere jetzt 3 Minuten mit Herrn xY, dann kommt der nächste dran" als ob ich so ne Geldmaschine bin weil mehr Klienten = mehr Geld. Mir fehlt komplett das menschliche, das unterstützende und das ich in die Entwicklunszone komme, das ich mich weiter entwickle. Dafür MÜSSEN wir aber auch reden, kommunizieren. ich will ja nicht so ein Kontakt mit meiner alten gesetzlichen betreuung, aber das wir halt uns absprechen und das ich offen reden kann, wieso weshalb und warum ich so agiert habe und wo meine Ziele sind usw. Ich habe diese Woche gesagt, das wir uns viel viel mehr absprechen müssen, damit sowas nicht nochmal passiert. Sie hat dann gesagt "Ich kann das nicht und keiner meiner Betreuten sagt mir was ich zu tun habe. Ich arbeite so wie ich arbeite". Das hat sie aber auch, ich denke mal, aus der Sitation gesagt. Denn danach hat sie dann geschrieben, das wir auf jeden Fall jetzt am Freitag reden werden, und dann schauen wir weiter. Wenn Sie bei mir ist, habe ich auch das Gefühl, das Sie vor mir Angst hat. Ich habe sie auch gefragt, sie hat nein gesagt. Aber sie ist immer so defensiv, also ob sie sich nicht wohlfühlt, das sie ungern bei den Klienten ist.... Ich denke, wenn sie sich öffnet, könnten wir beide uns entwickeln. SIe ist ein Mensch genau so wie ich. Aber wenn Sie nicht möchte oder wir nicht einen gemeinsamen weg finden, dann muss die Arbeit leider beendet werden. Ich werde aber morgen anders reden, als ich jetzt hier schreibe, kann ja nicht alles hier schreiben, worüber ich mir Gedanken mache, auch über mein Verhalten <- Das war nämlich auch nicht schön, ich war sehr, also sehr Emotional. Aber ich habe nach 3 Minuten geschrieben, das ich mich nicht so kenne, ich bin gerade einfach am Limit, weil gerade der Umzug war und auch letztes Jahr Winter bis Frühjahr ich in der Klnik war usw. danach dann alleine Wohnungssuche (weil vorbehalte gegeben über das Wort "Betreuung ind er Gesellschafft herscht. Alleine habe ich eine super geile schöne Wohnung mit Balkon gefunden.... Aber ich möchte mehr Verantwortung übernehmen, weil ich dann mehr Kontrolle über die ganzen Sachen habe, aber auch nicht von 0% auf 100% sondern Step by Step... Ich weiss das Bewo auch da Aufgaben hat, aber ich bekomme komplett meine Tagesstruktur, Arbeit usw hin. Er sagt auch "wozu brauchen sie mich eigentlich" und damals meine gesetzliche und Gericht auch "Warum brauchen sie eigentlich gesetzliche Betreuung" Ich kann ja eigentlich mehr als meine Erkrankung sagt, aber ich bin übelst schnell überfordert usw. deswegen langsam und Schrittweise mehr Verantwortung... PS: Viel SPaß dir bei Chris Tall ![]() Grüße
|
|
|
|
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | Thema durchsuchen |
| Ansicht | |
|
|