Dies ist ein Beitrag zum Thema sukzessive Fragen/Diagnose stellen einer gesetzlichen Betreuung im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Hi,
ich habe mal eine andere Frage:
Darf eine gesetzliche Betreuerin sukzessive Fragen stellen ? bzw. einfach so mich diagnostizieren ...
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Einsteiger
Registriert seit: 17.06.2023
Beiträge: 24
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Hi,
ich habe mal eine andere Frage: Darf eine gesetzliche Betreuerin sukzessive Fragen stellen ? bzw. einfach so mich diagnostizieren ? Also es geht darum, das ich halt seit 1-2 Jahren in ein Tief bin, ich war auch im Krankenhaus und war sehr instabil. Ich bin auch Krankheitseinsicht und sehe auch meine Erkrankung. Ich werde jetzt schon 20 Jahren ärztlich, therapeutisch bei meiner Bipolaren Störung/Angst & Panikstörung (ausgelöst vom zu schnellen Lithium absetzen in der Klinik, brauchte Lorazepam) und soziale Phobie behandel sei es therapeutisch oder medikamentös. Vorher war alles super, meine damalige gesetzliche Betreuung hat nie so Fragen gestellt. Immer mich und nicht meine Erkrankung gesehen. Ich finde es eher diffamierend und auch Vertrauen hat sich geschmälert. Klar die letzten 2 Jahre habe ich wirklich abgebaut aber dann eine Diagnose zu stellen, die ich irgendwie nicht sehe bzw. Ausgelöst durch meine Anpassungsstörung (wurde mal Diagnostiziert, ist aber nicht Chronisch) verhalte ich mich unter viel Veränderung im Real Life schon sehr strange bzw. bei meiner gemischten Episode, vor allem wenn ich in der Klinik bin, bin ich schon sehr instabil. Aber darf eine gesetzliche Betreuung eine Diagnose stellen ? Einfach so und dann, egal was ich sage, diffamierend sein ? Aussagen sind aber eher subtil/versteckt. Aber sie hat gesagt oder gefragt "Haben Sie Diagnose XY" ? Wie gesagt, ich bin gerade wirklich in einer Krise, aber hole mich jetzt wieder step by Step alleine raus. Suche mir gerade einen neuen Psychiater (mein damaliger Psychiater ist in Rente) und habe auch schon neuen Hausarzt mir rausgesucht (war aber noch nicht da, warum auch wenn ich ja nicht Erkältet bin oder andere Krankheitssymptome habe ^^) Ich hatte solche Probleme bei meiner alten gesetzlichen Betreuung nie gehabt. Ich konnte immer frei reden ohne hören zu müssen "Ja sie haben Diagnose XY" (nur in einer Frage gepackt) Meine Lösung die ich mir erarbeitet habe ist: Ich rede nicht mehr mit ihr Face to Face, gebe ihr nur noch die Unterlagen und schreibe kurz wie es mir geht. Alles andere mache ich selbst bzw. versuche es jetzt selbst zu machen, alleine weil ich (siehe anderen Thread) keine Bewo habe. Ausseer das, finde ich meine gesetzliche wirklich nett und höflich. Wenn das nicht wäre, das sie bei mir irgendwas sieht, was ich nicht sehe, könnte ich mir vorstellen, das wir normal mit einander reden könnten. Aber wenn ich mich öffne, habe ich das Gefühl, das sie alles pathelogolisiert. Ich habe dies auch per Mail ihr geschildert und gesagt, sie soll damit bitte aufhören, das sollen Ärzte entscheiden, welche Diagnosen ich habe. Ich habe das Gefühl, das ich gar nix mehr machen kann, weil alles was ich mache ist ja dann Krank. Sie soll mich Unterstützen zur Selbstwirksamkeit und mit mir zusammen reflektieren, wo ich Hilfe bekommen kann. (leider kann ich das nicht mehr, weil halt diese Diffamierung im Raum steht) Ich bin mir auch dessen bewusst, das mein Thread nur eine Seite der Medailie ihr sieht, es fehlt ja die andere Sachliche Sichtweise. Ich habe auch gesagt: Auch wenn ich die Erkrankung hätte, bleibt ja alles gleich auch das ich Begleitung brauche.... Ich hoffe es ist ok, wenn ich hier einen neuen Thread erstelle, weil ist ja eine andere Fragestellung. liebe Grüße |
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#2 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 09.10.2025
Ort: Steinbach(Taunus), Hessen
Beiträge: 69
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Grundsätzlich sind gesetzliche Betreuer hier in einer Zwickmühle. Im Normalfall sind sie keine Psychater und können daher keine medizinische Diagnose stellen. Und Betreuer sollen sich stets nach Wunsch und Willen des Betreuten richten.
Aber: Falls der Betreute sich erheblich selbst gefährdet, dass aber krankheitsbedingt nicht einsehen kann, muss der Betreuer handeln und dann eventuell auch Maßnahmen gegen den momentenan Willen des Betreuten durchführen, wie z.B. einen Einwilligungsvorbehalt beantragen oder eine Unterbringung. Bei der tatsächliche Genehmigung kommt dann ein Psychater ins Spiel, aber auch erst dann. Damit muss ein Betreuer zumindest eine gewisse "Vordiagnose" machen, um festzustellen, ob eingegriffen werden muss. Falls der Betreuer nicht eingreift, kann dieser nämlich auch haftbar gemacht werden. Nun hat deine neue Betreuerin dies auf eine Art und Weise gemacht, die für dich sehr unangenehm war. Und ich verstehe, dass du Angst hast, dass die Betreuerin etwas, was du sagst, falsch interpretiert. Kommunikation hat seine Tücken und das kann leicht vorkommen. Andereseits könnte es auch gut sein, dass du einige Bemerkungen der Betreuerin, die diese harmlos gemeint hat, anders interpretiert hast. Gerade weil du schon in einer emotional aufgewühlten Situation warst. Und das schlimme an so etwas ist, dass daraus ein Teufelskreis entsteht. Du verschliesst dich immer mehr und verhältst dich unnatürlicher, und die Betreuerin könnte darauf reagieren, in dem sie noch mehr nachbohrt und anfängt, aufgrund deines Abwehr-Verhaltens tatsächlich Falschdiagnosen zu machen. Es ist auf jeden Fall schon sehr gut, dass du deine Betreuerin über deine Eindrücke angeschrieben hast. Das ist der erste Schritt heraus aus diesem Teufelskreis. Warte erst mal auf ihre Reaktion. Vielleicht hat sie durchaus eine Idee, wie ihr beide doch in Zukunft zusammenarbeiten könnt, so dass sich doch wieder ein Vertrauensverhältnis bilden kann. |
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#3 |
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Einsteiger
Registriert seit: 17.06.2023
Beiträge: 24
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Hi ihr lieben,
leider hat sich die zusammenarbeit verschlechtert. Ich habe dem Gericht folgendes geschrieben, ich zitiere hier mal kurz aus dem Brief zum Gericht: "Ich bin unzufrieden mit der zusammenarbeit mit XXX. Ich möchte irgendwie das es fruchtet. Klar ich habe mich zurück gezogen und ja ich habe viele Mails an XXX geschrieben. Ich mache auch gerade viel Therapie usw. dennoch ist da was zwischen uns beide, was das Vertrauen und die zusammenarbeit hemmt. Ich habe die Tage auch XXX dies geschrieben, das xxx halt anders arbeitet als XXX, mit der ich 15 Jahre super toll zusammen gearbeitet habe. Doch was meine ich damit ? Also, damalige gesetzliche Betreuung und ich haben, glaube ich, 10-15 Jahre zusammengearbeitet. Am Anfang hatte ich 10.000€ Schulden. Das war auch mein Hauptgrund, warum ich sie hatte. Ich habe auch zu ihr gesagt, dass ich Probleme mit dem Amt habe. Ich verstehe den ganzen Zusammenhang, aber ich kann da nicht Face-to-Face hingehen, und ich neige dazu, den Papierkram nicht auszufüllen. Auch vermeide ich den Kontakt. Sie hat dann Behörden und Finanzen übernommen. Inhaltlich ging es bei unseren Gesprächen auch immer um diese Themen. Natürlich haben wir uns auch unterhalten, wo ich noch so Probleme hatte. Doch was war anders? 1. Sie hat nie nach meiner Erkrankung/Diagnose gefragt. (Ist ja eigentlich auch egal, denn es geht nicht um meine Erkrankung, sondern darum, was ich kann und was nicht in Bezug auf Behörden und Finanzen.) 2. Sie hat immer meine Fragen sachlich beantwortet, wenn ich Fragen hatte in Bezug auf Jugendamt, Grundsicherung bzw. allgemein Behörden. 3. Sie war immer bedacht, menschlich zu sein, mir zuzuhören. Natürlich hat sie auch meine Krisen mitbekommen, sie hat diese nie persönlich genommen. Ich konnte einfach reden, ohne mich rechtfertigen zu müssen." Desweiteren: "Ich kann nur eins: eine gewisse Resilienz aufbauen, damit mich das alles nicht so stresst. Ein Fundament aufbauen, das gelernte weiter anwenden denn in der Zeit mit alten gesetzliche Betreuung habe ich mich erheblich weiterentwickelt und ich nutze die Werkzeuge die ich in der Zeit mir erarbeitet habe und werde jetzt an meine Resilienz arbeiten... Außerdem meine Therapiewerkzeuge meine Ressourcen nutzen, also meta kognitiv denken und so gut wie möglich Selbstwirksam agieren." Ich habe dann geschrieben, ich zitiere: "Doch warum kontaktiere ich Sie. Das blöde ist, das das Gericht 7 Jahre bzw. jährlich nur die Sichtweise von der gesetzlichen Betreuung bekommt per Bericht, aber die Sichtweise von dem Klienten fehlt und die 15 Minuten Gerichtstermin usw ist total kurz, es fehlt auch der Kontext und die "andere Seite" weil wir sind alles Menschen und tragen unsere Brillen. Nur halt Ihre Brille die sie gerade an hat stresst mich. Ich weiß nicht wie und ob wir zu eine "fruchtbare" und "vollen Vertrauenbasis" hin bekommen. Ich würde, wenn es mich zu stark belastet nochmal dann das Gericht kontaktieren und ich werde schauen wie es mir geht und ob die zusammenarbeit fruchtet, vielleicht wäe auch ein Gespräch mit einer objektiven Person dritter Hilfreich.... desweiteren möchte ich das sie diese E-Mail in meinen Orden rein packen." Findet ihr den Vorgang ok ? ich habe mich auch jetzt komplett zurück gezogen. Ich mache meine Sachen alleine so gut wie es geht. Ich habe Ihr dann auch die Tage geschrieben: "Mein Ziel ist, die Dinge selbst wirksamer zu managen und Ihnen nur Bescheid zu geben, wenn es wirklich nötig ist. Auch wenn Sie sagen: „Sie dürfen ruhig schreiben“, merke ich, dass mir das nicht guttut, weder im BCC noch in kurzen oder langen Berichten. Wenn Sie wissen möchten, wie es mir geht, können Sie mich jederzeit anschreiben. Auch ich, wenn ich wirklich ein Anliegen habe, gebe ich Bescheid. Ich glaube, das ist für mich eine viel bessere Herangehensweise außerdem wäre es auch für uns beide viel Stressfreier." Also mehr als das kann ich gerade nicht... Ich kann nur schauen, was mir gut tut und was nicht. Ich habe auch nächste Woche ein Termin bei meinen Psychiater (der auch neu ist) Ich denke das liegt gerade das alles sich so verändert, mich Stress Veränderung. Aber ich sehe auch gerade das es ein Gewinn und Entwicklungsmöglichkeit ist.... Habt ihr da noch Ideen oder "Denkvorschläge" ? Liebe Grüße |
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#4 |
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"Nervensäge" vom Dienst
Registriert seit: 08.12.2008
Ort: Berlin
Beiträge: 1,066
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Hallo!
Zunächst einmal finde ich es richtig gut, dass du hier objektive Sichtweisen zu deinen Problemen mit deiner Betreuerin suchst! Hier gibt es sicherlich unter den erfahrenen Betreuerin viele, die immer wieder mal mehr, mal weniger Probleme in der Kommunikation mit ihren Betreuten haben. Und sicher kennen auch die einen oder anderen, lesenden (und schreibenden) Betreuten diese Schwierigkeiten. Erstmal generell, es ist immer schwer, in die Fußstapfen von jemandem zu treten. 15 Jahre sind RICHTIG lang und dass du und deine ehemalige Betreuerin so super harmoniert habt, war sicherlich ideal und ist das Beste, was beiden Seiten passieren kann. ABER, es ist etwas unfair von dir, die jetzige Betreuerin mit der früheren Ideal-Betreuerin zu vergleichen und deren Maßstab alleine anzulegen. Jeder arbeitet anders, mit unterschiedlichen Erfahrungen, Talenten und Charakter. Natürlich sollte ein Betreuer sich auf die Betreuten einstellen und entsprechend auch kommunizieren können. Immerhin ist dies Teil seiner Profession. Zu den Erfahrungen von vielen Betreuern gehören aber auch div. Krankheitsbilder. Du stimmst mir vielleicht zu, dass du im Rahmen deiner Erkrankung(en) schon ein gewisser Profi/Experte bist und Menschen mit der/den gleichen Erkrankungen vielleicht schon erkennst, wenn es für die Mehrheit der "Normalos" nicht ersichtlich ist? Viele Betreuer haben vermutlich schon Betroffene des gesamten ICD 10 F- betreut und dabei nicht immer alleine die guten Zeiten erlebt. Du hast zu Beginn geschrieben, du hattest damals weder Psychiater noch Hausarzt. War dies die ganze Zeit seit dem Betreuerwechsel der Fall, sodass vielleicht abgesehen von früheren Unterlagen die Betreuerin auch nix "Handfestes" in Bezug auf deine Erkrankungen hat(te)? Gab es nach dem Wechsel ein Gespräch mit ihr, in Bezug auf deine bisherigen Diagnosen? Die Vermutung anderer (nicht zutreffende) Diagnosen, was genau hat dich daran gestört? Waren es die Diagnosen an sich, warst du so sauer darüber, weil du dachtest/denkst, dass die Vermutung von ihr würde in deine Unterlagen kommen oder noch etwas anderes? Ich kann dir versichern, dass eine bloße Vermutung einer Nicht-Medizinerin landet bei niemandem als feste Diagnose in den Akten. Du hast natürlich jedes Recht, dich daran zu stören und du könntest deine Betreuerin vielleicht bitten, dich künftig nicht mehr zu "diagnostizieren", sondern es dir zu überlassen, wenn sich an den bislang bekannten Diagnosen etwas ändert. Hast du mal überlegt, ob es in deinem Umfeld vielleicht eine Art "Mediator" geben könnte, um zu 3t dieses Problem zu klären oder ist in Bezug auf deine jetzige Betreuerin "der Zug abgefahren"? Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass je schlechter es mir geht, dass ich kurz vorm Tiefpunkt sogar die schriftlichen Nachrichten meiner langjährigen Betreuerin falsch auffasste, wobei wir das dann schließlich in einem längeren persönlichen Gespräch aus der Welt schaffen konnten. Ich wünsche dir eine zeitnahe Lösung, wie auch immer diese aussehen mag! MurphysLaw |
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#5 |
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Einsteiger
Registriert seit: 17.06.2023
Beiträge: 24
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Hi,
danke für diese Sichtweise ![]() Es ist wirklich schwierig, wenn jemand dich paar mal pathologisiert und ständig, egal was du machst, die ganze Zeit dir eine Erkrankung an dichten möchte. Auch dann das zurück ziehen meinte sie, das ist typisch für die Erkrankung sei.... Also ja, es ist dann auf jeden Fall ein Kreislauf und auch Verstärkung. Und ja, ich muss aufhören zu vergleichen denn grundlegend macht sie die Arbeit. Es muss ja nicht die Chemie so stimmen wie bei der langjährigen gesetzliche Betreuung. Und wenn sie da unbedingt eine Erkrankung sehen möchte dann einfach lassen. Weil: Ich weiß das es ja anders ist. Ich habe auch die Tage von meinen alten Psychiater (den man noch erreichen kann) Arztberichte bekommen (für den neuen Psychiater). Da steht seit 20 Jahren "Bipolare Störung" und "keine Ich Störung" und es wurde dann auch nochmal verändert in "Bipolare Störung Stufe II, gemischte Episode" (also die nicht so "starke" aber dennoch anstrengende Variante) Ich weiß auch nicht, eigentlich hat sie auch eine ärztliche Stellungnahme bekommen und da steht es ja auch eigentlich drin: Bipolare Störung + Panikstörung und Dissoziationsstörung (die zwei letzten stammen aber noch von Lorazepam Entzug, und Lorazepam habe ich erhalten als ich zu schnell Lithium reduziert habe. Außerdem kann im Rahmen der Bipolare Störung auch Panik/Ängste kommen.) Ihre Wahrnehmung ist halt das ich eine Borderline Störung habe. Das Problem ist nicht das ich es haben könnte, sondern der Stigma der daraus entsteht... ich versuche aber viel zu viel sie zu überzeugen das ich es nicht habe, ich glaube das mit den überzeugen ist das das Stress verursacht und das sie das erst recht dann sieht, ich mache das ja auch weil ich generell keine Lust drauf habe das andere mich auf meine Erkrankung reduzieren, sprich. Ich bin ja viel mehr als das.... und ich bin ich, ich mag mich so wie ich bin, auch wenn ich meine Erkrankung habe, aber mit viel Geduld und Achtsamkeit bekomme ich das ja Grundlegend hin. Vielleicht braucht das ganze auch einfach nur Zeit... ![]() Liebe Grüße |
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#6 |
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"Nervensäge" vom Dienst
Registriert seit: 08.12.2008
Ort: Berlin
Beiträge: 1,066
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Beim Stichwort "Borderline" habe ich mit den Augen zu rollen begonnen.
Nicht deinetwegen! Ich kenne dich nicht persönlich und kann daher nicht sagen, was du hast bzw. was du nicht hast. Eine Zeitlang war gefühlt jeder ein Bordi. Hast du deine Betreuerin mal gefragt, was sich konkret ändern würde, wenn du eine diagnostizierte Borderline-Persönlichkeitsstörung hättest? Für sie als Betreuerin und/oder für eure Zusammenarbeit? Wieso es für Sie als Betreuerin überhaupt wichtig ist, über die bekannten, professionell aufgestellten Diagnosen, dich als med. Laie zusätzlich von einer PS überzeugen zu wollen? Diese und vielleicht weitere Fragen in möglichst neutrale Worte packen, damit du da weniger Angriffsfläche bietest, als bei SEHR wertenden Begriffe wie "Diffamierung", "subtil", "pathologisiert". Ob du das übernehmen magst/kannst, ist natürlich deine Entscheidung. Eventuell als einer der (letzten?) Versuche, ehe es auf einen Antrag auf Wechsel bei Gericht hinaus läuft, wo vielleicht die nä "Wundertüte" an Betreuer(in) herauskommt? Nicht böse gemeint @alle Betreuer hier! P.S.: EINE Möglichkeit wäre auch, ihr vorzuschlagen, dass ihr euch einigt, dass ihr euch bei dem Thema nicht einigen könnt, damit das endlich "vom Tisch" kommt? Alternativ, aber je schlechter es dir geht, umso schwieriger ist dies vielleicht: Lass sie reden und damit vor eine gedankliche Wand fahren. Kein ja oder nein. Zum nä Thema wechseln. |
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Einsteiger
Registriert seit: 17.06.2023
Beiträge: 24
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"Hast du deine Betreuerin mal gefragt, was sich konkret ändern würde, wenn du eine diagnostizierte Borderline-Persönlichkeitsstörung hättest?
Für sie als Betreuerin und/oder für eure Zusammenarbeit? Wieso es für Sie als Betreuerin überhaupt wichtig ist, über die bekannten, professionell aufgestellten Diagnosen, dich als med. Laie zusätzlich von einer PS überzeugen zu wollen?" Deswegen schrieb ich ja dem Gericht: 1. Sie hat nie nach meiner Erkrankung/Diagnose gefragt. (Ist ja eigentlich auch egal, denn es geht nicht um meine Erkrankung, sondern darum, was ich kann und was nicht in Bezug auf Behörden und Finanzen.) Es ändert sich auch 0 an die arbeiten die sie erledigen muss. Ich stelle mir auch die ganze Zeit die Frage: Warum isn das so wichtig ? Als ob ich dann ein anderer Mensch sei.... Aber du schriebst ja auch, was ich auch schrieb: am besten ruhen lassen. Soll sie sich ab kämpfen und wenn sie irgendwann nochmal pathologisiert, kann ich ja in Ruhe mal fragen warum sie unbedingt das sehen möchte und warum es so wichtig ist für die zusammen arbeit. ![]() vielleicht kann das ja auch ein Betreuer hier vielleicht beantworten... oder sie hat einfach in der Hinsicht schlechte Erfahrung gesammelt und das ist Schutzverhalten und sie will es sehen um sich zu Schützen oder so. Dann ist es aber ganz klar ihr Ding und nicht mein Problem... Dann muss ich mich da abgrenzen und wie gesagt: "Sie kämpfen lassen" ![]() Liebe Grüße |
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#8 |
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Einsteiger
Registriert seit: 17.06.2023
Beiträge: 24
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Hi
Das Gericht hat sich gemeldet, heute kam Post. Ich habe zwar die falsche Richterin angeschrieben aber es wurde dann zum verantwortlichen Richter weitergeleitet und er hat mir dann eine Antwort geschickt, das er die E-Mail erhalten hat und wenn er aktiv werden soll, soll ich mich melden. Also meine Herangehensweise wird jetzt so sein: Ich lasse es jetzt erstmal Ruhen, um so mehr ich da jetzt noch Öl ins Feuer werfe um so schlimmer wird es. Außerdem ist meine gesetzliche Betreuerin wirklich nett und die macht auch grundlegend Ihre Arbeit gut. Wenn ich aber merke, das sie immer wieder nonverbal oder verbal immer wieder "Borderline" spiegelt oder nochmal mich fragt o.ä, werde ich mit ihr ein zweier Gespräch führen, natürlich dies ruhig und sachlich. "EINE Möglichkeit wäre auch, ihr vorzuschlagen, dass ihr euch einigt, dass ihr euch bei dem Thema nicht einigen könnt, damit das endlich "vom Tisch" kommt?" Ich finde das eine gute Möglichkeit wenn meine Abgrenzung und mein denken mit "das ist ihr Problem, sie macht sich den Stress" nicht ausreicht. Aber ich würde erstmal das so in Ruhen lassen um wie gesagt das nicht zu eskalieren zu lassen, vor allem würde mich das auch Stressen und wenn dann ein Wechsel kommt, weiß ich wirklich nicht was kommt, bei meiner jetzigen weiß ich ja was ich habe, nur halt wenn es wirklich nicht mehr geht und sie nicht mit spielen möchte vor allem: Sie ist kein Arzt. Sie darf keine Diagnosen stellen, noch nicht mal anzweifeln. Auch ist sie keine Therapeutin, die mit mir Therapie macht... Das werde ich natürlich nicht so sagen, sondern ich werde bei mir bleiben. Ach und noch was: Ich habe ja Arztberichte hier und da steht auch paar mal: Persönlichkeitsstörung & ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung. Das ist aber nicht bei jeder, das ist immer auf den "dritten Platz" (habe das Gefühl das wird einfach da so "hin geklatscht" ). Außerdem beim ersten mal in der Klinik gab man mir Citalopram und ich wurde Hypomanisch (Ich habe ja damals vor 20 Jahren meine Ärztin auch gesagt, das ich mich so 0 kenne. Ich habe keine Ahnung) Danach hat sie dann mich aufgeklärt, das es durch Antidepressiva kommt "sie haben höchstwahrscheinlich eine Bipolare Störung, wir klären sie jetzt auf wegen Lithium, sie müssen dann ein Stimmungstagebuch führen." Das Stimmungstagebuch habe ich ausgefüllt, 6 Monate lang. Ich habe auch sehr viel Therapie gemacht und habe grundlegend mein Leben im Griff. Das Problem ist das durch Stress meine Hypomanische/Depressive Phasen kommen, deswegen kann ich nicht arbeiten gehen... Achja, zwischenmenschlich habe ich auch Probleme vor allem wegen meiner hypomanischen Phasen. Da habe ich so viel Antrieb, das ich für 2 Menschen arbeite. Aber deswegen habe ich immer in der Behindertenwerkstatt alleine gearbeitet. Einmal wegen meine soziale Phobie und wegen mein Antrieb... Aber ich merke gerade, das ich mich wieder rechtfertige, weil es mich halt Stresst, weil ich halt MIT ihr zusammen arbeiten möchte, nicht gegen Sie. Und Wertung/Schubladen denken, wo ich nicht hin gehöre, stresst mich halt auch und ziehe mich dann auch zurück. (das kommt aber wiederum von meiner sozialen Phobie) Liebe Grüße PS: Ich lasse den Thread mal hier offen, melde mich dann wenn es da noch so Schwierigkeiten gibt bzw. kann ja dann Berichten...
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"Nervensäge" vom Dienst
Registriert seit: 08.12.2008
Ort: Berlin
Beiträge: 1,066
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Vielleicht irre ich mich, aber eigentlich lese ich schon deutlich raus, dass du überwiegend gut mit der aktuellen Betreuerin zusammenarbeiten kannst.
Bei einem Satz von dir musst du mir mal helfen, bitte: Zitat:
Fragt sie dann schriftlich und direkt oder wie? Arbeitet ihr überwiegend schriftlich zusammen oder mittels Gespräche? Ich frage deshalb, weil ich in eigener Sache in bestimmten Situationen merke, dass schriftliche Kommunikation ohne Intonation und Mimik schnell missverständlich sein kann. In solchen Momenten breche ich dann ab, sprich ich lese entweder nicht weiter (wenns ein Brief oder Mail ist) oder schreibe eben zurück, dass man sich ja dann und dann wieder sieht oder telefoniert, wo dann weiter gesprochen werden kann. Durch diese Grenze schütze ich mich (ich kenne meinen nie stillen Kopf) und zugleich den Kontakt an sich. Eines zum Schluss: Ich habe selber während diverser Klinikaufenthalte, aber auch ambulant x-mal diese schei** Tests ausgefüllt. Durch die Art der Fragen & Antwortmöglichkeiten ist es so, dass im Grunde jeder, der diese bestimmten Tests ausfüllt am Ende eine Persönlichkeitsstörung bzw. zumindest eine "Akzentuierung" bekommt. Ich lehne diese inzwischen auch ab, da ich mich nicht (mehr) in diese Tests pressen lasse. Darauf basierende Diagnosen haben keinen Wert. Wenn, dann diagnostiziert mich jemand, der mich über längere Zeit beobachtet bzw. mit mir gesprochen hat. Bestimmte Stempel, die man durch solche nonverbalen Tests als MENSCH bekommt, wird man mitunter auch schwer los. Und das Umfeld, wenn es bei gewissen Diagnosen nur wenig Kenntnis hat, fragt doch nie, WIE diese Diagnose ermittelt wurde. Wir, die Betroffenen müssen anschließend mit etwaigen Konsequenzen leben, je nachdem. |
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#10 |
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Einsteiger
Registriert seit: 17.06.2023
Beiträge: 24
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"WIE muss ich mir diese nonverbale "Bordi"-Spiegelung vorstellen?"
Ich kann das sehr schwer erklären, das ist dann einfach subtil. Natürlich passiert das Face to Face oder am Telefon also nicht schriftlich. Ich merke halt, seit dem sie diese "Borderline Brille" auf hat, das sie sich verändert hat. Es ist beinah so, als ob sie das persönlich nimmt. Was sie ja auch macht ist: Mir nie die Hand geben und nie sich direkt verabschieden. Die Flüchtet beinah aus meiner Wohnung. Sie macht das sehr geschickt. Ich habe sie mal am Telefon gefragt ob sie Angst vor mir hat (weil ich das für die zusammenarbeit wichtig empfinde), sie meinte nein... Keine Ahnung. Ich lasse das jetzt ruhen, vielleicht sind da so viele Komponenten im Spiel, die einfach so sind wie sie sind. Ich will da auch wirklich nicht weiter Öl ins Feuer werfen.... Wie gesagt: Grundlegend bin ich ja zufrieden mit ihr... ![]() Lieben Gruß |
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