Dies ist ein Beitrag zum Thema ambulant betreutes Wohnen im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Hallo,
ich muss doch mal was los werden und um Rat fragen, weil sich nun doch einige Fragen wie Frust ...
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#1 |
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Ich bin neu hier
Registriert seit: 09.02.2024
Beiträge: 5
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Hallo,
ich muss doch mal was los werden und um Rat fragen, weil sich nun doch einige Fragen wie Frust aufgetürmt haben. Ich bekomme seit 4 Jahren nun das Bewo aufgrund einer komplexen PTBS und es wurde vor kurzem nochmals verlängert und genehmigt...in der Zeit sind halt auch unschöne Situationen gewesen. Meine 1. Betreuerin hat sich irgendwann länger krank gemeldet und dann gekündigt, ob sie wieder kommt war lange unklar und ich weiss bis heute nicht warum und weshalb, da sie mich vorab nicht darüber informiert hat.Es geht gar nicht um persönliche Informationen über ihre Gründe, aber wenn dann jemand so wortlos verschwindet ist das echt daneben... Mit der 2. Betreuerin, die mich quasi übernehmen musste hat es auf Dauer nicht geklappt, da haben sich zwischenmenschlich einfach unausgesproche Konflikte ergeben und ist es irgendwann echt gekippt und ich hab um einen Betreuerwechsel gebeten.(da wurde mein Verlängerunsantrag verspätet eingereicht und ich musste dann sogar Stunden vorstrecken bis der LVR das ganze erneut genehmigt und übernimmt und auch Dinge in diesen Antrag geschrieben, die wirklich falsch waren und den auch hätten kippen können, abgesehen von dem menschlichen was es mit mir gemacht hat, Leute die ihre Machtposition ausnutzen und den Frust dann so ablassen sind für mich echt durch) Bei dem Klärungsgespräch bin ich dann noch von dem Vorgesetzten hingestellt worden als wäre meine Wahrnehmung ja eh nicht richtig...aufgrund meiner Erkrankung wohl.Keine Ahnung was die dem erzählt hat, aber da war einiges im Argen und hab ich sie nicht bei haben wollen. Seitdem hab ich das Gefühl dort ist nun der Wurm allgemein drin und die Stimmung mir gegenüber befangen... Meine derzeitige und 3. Betreuerin sagt mir nun ständig das Bewo wird in meinem Fall ja eh bald wegfallen, ich hab einfach keinen Plan wie die darauf kommt und meinte der Zeitpunkt ist gerade schlecht dafür.(das dient wohl nur die Leute selbstständig zu machen und wieder zu entlassen) Manchmal werden auch ausgemachte Termine einfach gekürzt, ohne dass ich weiss warum... Was ist aber mit denen, die wie ich chronisch krank sind und wohl immer auf Hilfe angeweisen sind, setzt man die dann auch wieder quasi auf die Strasse und sagt guck wie Du klar kommst? Wie sind denn so die Erfahrung bei Euch mit dem Umgang allgemein, schlechte Erfahrung gemacht?Und wo kann ich nachschauen/fragen wie lange die Leistung genehmigt wird? |
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#2 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 21.04.2017
Ort: bei Heidelberg
Beiträge: 285
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Hi,
Das hier ist ein Forum zum Thema Gesetzliche Betreuung. Du schreibst über Probleme mit der Alltagsbetreuung. Hast du ein/e gesetzliche/n Betreuer? Ich kenne diese Probleme mit BeWo aus eigener Erfahrung, aber hier ist nicht der einzige Ort für diesen Aspekt des Problems. Liebe Grüße Ela |
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#3 |
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Ich bin neu hier
Registriert seit: 09.02.2024
Beiträge: 5
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Wenn es hier falsch ist, kann es gelöscht werden...man findet kaum Austausch zu den Thema und ich stau immer mehr Frust an
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#4 |
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"Nervensäge" vom Dienst
Registriert seit: 08.12.2008
Ort: Berlin
Beiträge: 1,066
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Hallo univers,
da Eingliederungshilfe an sich Ländersache ist (und bei dir kein Bundesland erwähnt wurde) kann ich dir nur sagen, wie es bei mir in Berlin laufen würde: Ich habe dieses Jahr den Leistungserbringer (den BEW-Verein) gewechselt. Dafür habe ich die zuständige Person in der Eingliederungshilfe kontaktiert und meinen dringenden Wechsel-Wunsch aufgrund 2er Re-traumatisierender Erlebnisse, sowie deren Umgang damit erklärt. Du hast doch sicherlich einen offiziellen Behördenbescheid bekommen, wonach x Stunden pro Woche beim Verein x bis zum soundsovielten übernommen werden. Da steht doch sicherlich ein zuständiger Name oben rechts oder zumindest eine Kontaktstelle dran? Da es mehr Hilfesuchende als Plätze bei uns gibt, dauert es ca. von Februar bis August, bis ich wieder Hilfe bekam. Sofern du keinen gesetzlichen Betreuer hast, der da zusätzlich Druck machen kann, kannst du dich alternativ an den sozial-psychiatrischen Dienst bei dir wenden. Meinst du, du könntest diesen eventuell kontaktieren? Hast du dich schonmal mit dem sog. persönlichen Budget als eventuelle Alternative zum ambulanten BEW für dich beschäftigt? Komm gut durch das trübe Wochenende! MurphysLaw |
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#5 |
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Ich bin neu hier
Registriert seit: 09.02.2024
Beiträge: 5
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Ich hab selbst schon über einen Wechsel des Bewo-Anbieters nachgedacht nachdem einige Dinge vorgefallen sind und ich mir dann auch gesagt habe geht das so weiter, bringt es mehr Stress als Entlastung...Konflikte kann es ja immer mal geben, aber meine Grenze war deutlich überschritten.
Aber ich habe gerade Panik es wird da nicht besser o. schlechter und ist ein riesen Aufwand mit langem Leerlauf dann...ich bin komplett ausgebrannt und gehöre seit 2 Jahren in eine gute Klinik, da kann mir derzeit nicht mal meine Trauma-Therapeutin mit gutem Gewissen eine empfehlen.(meine PTBS hatte gerade angefangen zu heilen, wurde aber quasi wieder komplett aufgerissen) Ich hab eh das Gefühl nichts ansprechen zu dürfen ohne, dass die Betreuer es persönlich nehmen und sich in ihrer Kompetenz hinterfragt fühlen...so löst sich aber nichts und bringt nur mehr Probleme. Jetzt sitze ich hier vor den Feiertagen und kann nicht mehr schlafen, weil ich mir denke wenn das Bewo eh geplant ausläuft, warum soll ich es noch machen...um dann wieder alle Fortschritte in die Tonne kippen zu können?! Ne Mischung aus Panik, Depression und Erschöpfung macht sich gerade breit... Ich komme aus NRW |
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#6 |
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"Nervensäge" vom Dienst
Registriert seit: 08.12.2008
Ort: Berlin
Beiträge: 1,066
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Hallo univers,
leider weiß ich aktuell weder, ob du einen rechtlichen Betreuer hast (also nicht die vom BEW gemeint!) noch ob dir alternativ dein aktueller Bescheid vom Kostenträger (normalerweise die Stadt, wo du wohnst) vorliegt. Es wird mehr als deutlich, dass du Hilfe brauchst, und zwar sehr zeitnah! Daher meine Empfehlung wende dich bitte kurzfristig an den zuständigen Sozial-psychiatrischen Dienst deiner Stadt und wegen deiner akuten Beschwerden an deinen Psychiater (sofern vorhanden) oder - falls nicht vorhanden - an deinen Hausarzt! Der Arzt, um zu entscheiden, ob du ggf. erstmal in eine Klinik besser gehen solltest, und der SpD, um vielleicht zwischen jetzigem BEW-Träger und dir zu vermitteln oder aber damit ein Wechsel angegangen werden kann. Gibt es jemanden, der über die Feiertage zu dir kommen könnte bzw. wo du für ein paar Tage bleibst? Oder hätte deine Therapeutin eine alternative Idee? Meines Wissens soll die Schön-Klinik Roseneck die beste Trauma-Klinik in D sein (zumindest für GKV-Pat.). Eine enge Freundin wird im Sommer für ihre Trauma-Therapie dort aufgenommen. Welche Gründe lassen deine Therapeutin die Idee mit der Trauma-Therapie verwerfen und was wäre ihre Idee stattdessen? MurphysLaw P.S.: Mir hilft Musik in praktisch jedem Zustand. Die unterschiedlichsten Genres, je nach mentalem Zustand. Gibt es bei dir etwas Ähnliches? |
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#7 |
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Ich bin neu hier
Registriert seit: 09.02.2024
Beiträge: 5
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Ich habe keinen gesetztlichen Betreuer...ich bekomme nur ambulant betreutes Wohnen neben meiner ambulanten Traumatherapie.
Das Bewo soll laut meiner Betreuerin von dort erneut bewilligt worden sein...das war die letzte Info bevor sie sich krank abgemeldet hat, danach hab ich nichts mehr gehört, auch nicht von der Vertretung, die eigentlich einspringen sollte. Ich wollte das Problem auch ansprechen, warum meine Bewo denn auslaufen soll wie sie nun mehrmals erwähnt hat...dann kam die Krankmeldung und ich sitze hier ratlos.(früher bin ich informiert worden, wenn die Krankmeldung länger dauert und heute fällt das eher weg...die Gründe kenne ich nicht) Vom sozial psychiatrischen Dienst halte ich aus schlechter Vor-Erfahrung nicht viel... Ich bräuchte derzeit einfach nur verlässliche Kontakte und das scheitert an vielem, sei es eben dass viele von ner komplexen PTBS keine Ahnung haben oder in mir nur den kleinen Gestörten sehen. Ich komme aus einem narzisstischen Familiensystem, ich wurde dort erst kaputt gemacht und dennoch bin ich nicht unzurechnungsfähig und hab Rechte. Darf man aber nicht sagen, weil dann ist man wieder der Blöde... Die Klinik ist leider zu weit weg, ich hab keinen der mich dahin fährt o. begleitet. |
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#8 |
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Admin/Berufsbetreuer
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 9,495
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Moin moin
So wie Du hier schreibst, bist Du sicherlich nicht blöde. Deine komplexe PTBS ist allerdings auch ein schweres Päckchen, das Du trägst. Und ich vermuten mal, dass dich gerade einige Situationen in denen Du Unterstützung brauchst, so antriggern, dass Du ohne diese Hilfe über die eigenen Füße stolperst - also eine Lösung der anstehenden Probleme in weiter Ferne bleibt. Was Dir wirkich helfen könnte, das wäre z.B. eine (rechtliche) Betreuungsperson, die Erfahrung mit diesem Krankheitsbild hat und sich mit Dir zusammensetzt, um genau abzusprechen, wann die Unterstützung einsetzen kann und soll und vor allem um welche Unterstützung es sich handeln soll. Ich vermute mal, dass Du die meisten Sachen selber schaffst, oder zumindest mit einer Unterstützung, die Dir nicht einfach nur in den Kram reinquatscht, schaffen könntest. Das müßte aber auch eine Person sein, der Du vertrauen kannst. Und die müßtest Du erst einmal finden - bevor Du eine Betreuung für Dich anregst. Wenn es einen Betreuungsverein in Deiner Nähe geben sollte, kannst Du da mal anfragen, ob es BetreuerInnen gibt, die Erfahrung mit diesem Krankheitsbild haben. Wenn die MA in der Betreuungsstelle fit sind, kannst Du da auch mal fragen. Sogar Deine Therapeutin kannst Du fragen - kann sein, dass sie jemand kennt (zumindest könnte sie die fachliche Kompetenz einschätzen). Mit freundlichen Grüßen Imre
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Fehler sind dazu da, um sie zu machen und daraus zu lernen. Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen. |
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#9 |
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Ich bin neu hier
Registriert seit: 09.02.2024
Beiträge: 5
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Ich hab ja das ambulant betreute Wohnen für genau die Unterstützung im Alltag...nur das läuft eben auch nicht immer rund und gerade wird ständig davon gesprochen in naher Zukunft wird es wegfallen.
Ja, ich bin nicht blöd und hab's trotz allem zum Fachabitur geschafft...wäre ich nicht krank geworden hätte ich noch studiert. Aber ich möchte auf keinen Fall eine gesetzliche Betreuung... Mir geht es nur o schlecht, weil immer wieder Hilfe wegfällt und die Familiensituation mein Trauma nicht zur Ruhe kommen lässt. Ich musste von klein für mich selbst sorgen und bleibe mit allem immer alleine zurück, was Gift fürs Trauma ist... Perse kennen die sich auch mit Trauma aus vom Bewo, aber eben nicht komplett und alle... Mir war wichtig nicht aufzugeben, gesund werden und selbstständig leben...aber es werden einen ja ständig Steine in den Weg geschmissen. |
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