Dies ist ein Beitrag zum Thema Ungeklärte Wohnsituation meines Sohnes im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Vielleicht kann uns ja hier jemand einen guten Rat geben. Es geht um meinen Sohn (26 Jahre) alt und er ...
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#1 |
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Gesperrt
Registriert seit: 01.04.2009
Beiträge: 2
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Vielleicht kann uns ja hier jemand einen guten Rat geben. Es geht um meinen Sohn (26 Jahre) alt und er hatte bei einer Familie auf einem Bauerhof gewohnt und weil er nicht so richtig in die Gesellschafft passt, hatten diese eine Betreuerin beantragt. Für Mietangelegenheiten und Ämter und Behörden ( Rente usw. ) Er wurde dort wie ein Sklave behandelt und er musste sein ganzes Geld dort ( Rente von 570 Euro )abgeben damit er von früh bis abends dort arbeiten durfte. Später hat er dann 100 Euro Taschengeld gekommen und er hatte im Winter 1 Zimmer wo er nicht mal 12 Grad hatte. Am Anfang durfte er immer Dienstag Vormittags zu mir kommen und dann nicht mehr, damit er mir nicht erzählt was dort los ist. Jedenfalls hat er mich um hilfe gebeten und ich habe auf dem Gericht nachgefragt ob er dort wirklich wohnen muss, weil die hatten den solche Angst gemacht und ihm gedroht ins Heim zustecken. Das Gericht sagte uns er kann wohnen wo er möchte und deshalb wollten wir am 6.12.08 ihm aus der Wohnung rausholen und das einzige was wir erreicht hatten, war ein Polizeieinsatz und wir durften ihn nicht mitnehmen als Konzequenz von dem ganzen war, dass Sie das Konto von meinen Sohn dann gesperrt hatte. Am 22.12.08 kam dann endlich der Brief von Gericht das er dort ausziehen darf und er wohnen darf wo er möchte. Wir hatten ihm am 23.12.08 dort rausgeholt und ein Teil seiner Sachen durften wir schon mitnehmen. Die Betreuerin ist mit dem Vermieter eng befreundet und natürlich auf denen ihrer Seite. Jedenfalls bekommt mein Sohn immer noch die 100 Euro Taschengeld und der Rest zum Vermieter auch noch im April und die Betreuerin ist so frech das glaubt man nicht. Es ist wirklich hier einen Nervenkrieg entstanden, weil sie wollten auf keinen Fall das er dort geht. Einmal war eine Geldquelle für sie und ein kostenloser Arbeiter. Er wurde dort so gehalten, das er dort mehr ausgaben hatte wie Einnahmen und so hatten sie ihm in der Hand und sagten er darf nicht ausziehen, weil er dort Schulden hat. Wir haben den Gericht soviele Briefe geschrieben und auch Betreuerwechsel und Gerichtswechsel beantragt aber das dauert immer solange alles. Vielleicht kann mir einer einen guten Rat geben was wir noch machen können.
Gruss Elke |
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#2 |
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Ehrenamtlicher Betreuer
Registriert seit: 28.03.2008
Ort: NRW
Beiträge: 2,086
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Hallo miezekatze,
das hört sich ja richtig abenteuerlich an. Vielleicht kannst Du uns aber noch einige Informationen nachliefern. Warum wurde für Deinen Sohn eine Betreuung eingerichtet? Weil jemand "nicht richtig in die Gesellschaft passt" ist kein Grund für die Einrichtung einer Betreuung. Hat er möglicherweise eine Krankheit oder eine Behinderung, aus der es ihm nicht möglich ist, seine Angelegenheiten selbständig zu regeln? Warum hast Du als Mutter die Betreuung nicht übernommen? Eine familienferne Person wird erst als letzte Möglichkeit für die Übernahme einer Betreuung in's Auge gefasst. Wie ist Dein Sohn auf diesen Bauernhof gekommen? Hat er sich dort freiwillig eingemietet und eine Anstellung gesucht oder ist dies möglicherweise durch die Vermittlung des Sozialamtes oder einer anderen Behörde organisiert worden? Was für eine Art von Arbeit macht er dort? Geschieht dies im Rahmen eines Arbeitsvertrages oder ist es ein therapeutisches / tagesstrukturierendes Angebot? Warum bekommt er immer noch 100 € Taschengeld (sind es vielleicht 94,77 €) und was passiert mit der Rente (ist das eine Erwerbsunfähigkeitsrente)? Warum ist die Polizei Anfang Dezember gekommen, obwohl ihr doch offensichtlich eine Mitteilung des Gerichts hattet? Es wäre nett, wenn Du den Sachverhalt etwas konkretisieren könntest. Gruß Kohlenklau
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Ich trinke nur an Tagen, die auf 'g' enden, und mittwochs They tried to make me go to rehab, but I say no - no - no (Amy Winehouse) |
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#3 |
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Gesperrt
Registriert seit: 01.04.2009
Beiträge: 2
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Hallo Kohlenklau,
das ist eine lange Geschichte und wo fange ich am besten an. Ich war eine alleinerziehende Mutter von 4 Kindern. Mein Mann starb damals durch ein Unfall als ich mit den 4. Kind schwanger war und ich blieb 9 Jahre allein mit meinen Kindern. Seit 1998 bin ich mit einen neuen Mann zusammen und mein grosser Sohn zog 1998 zur Oma, weil es dort einfacher war zu seiner Lehrstelle. Ich zog 1999 in die Schweiz mit den anderen Kindern und mein Mann ist Schweizer. Im Sommer 2006 zog ich wieder zurück nach Deutschland und kauften ein grosses Haus. Meine Mutter konnte und wollte mein Sohn nicht mehr behalten und er kam zu uns. Leider gab es da kleine Streiterein zwischen mein Mann und den Sohn. Ich hatte ein Geschäft im Haus und auch nicht viel zutun für meinen Sohn und am Haus konnte er auch nicht wirklich helfen. Eines Tages kam ein Kunde zu mir in den Laden und wir hatten uns so unterhalten und er hatte Leute gesucht zum helfen. Er sagte er hat einen Bauernhof und er macht Marmelade, Kuchen und Wurst und einpaar Tiere und er war mehrmals da bei uns und eines Tages hatte mein Sohn gefragt ob er mal mit helfen darf, weil er Tiere mag. Wir dachten er bleibt nur 2-3 Wochen aber dann hat er ihm lauter schöne Dinge versprochen und entschieden dort zu bleiben. Am Anfang hatte es ihm gefallen und da ich 7 Jahre im Ausland war hatte ich auch nicht mehr viel Ahnung wegen den Ämtern und so hatte der Vermieter vorgeschlagen eine Betreuerin für die Ämter zu beantragen. Ich dachte damals das es eine gute Idee ist, weil ich stand den ganzen Tag im Laden und mein Mann war auf Montage. Der Vermieter hatte das auch mit der Rente gemacht und die Betreuerin bestellt. Ich hatte mit guten Gewissen damals eingewillt. Die Rente bekommt er weil er ist 40% Entwicklungsgestört als kleines Kind war er sehr Herz und Nierenkrank. Er bekommt eine Erwebsunfähigkeitsrente von 570 Euro und 100 Euro bekommt er der Rest der Vermieter. Wir wussten nicht das der Vermieter und die Betreuerin befreundet sind. Der Vermieter kann sehr gut Leute beeinflussen und Sachen versprechen was am ende nicht stimmt. Als die Betreuerin dort war und auch von Gericht beklaubigt worden ist seit Jan 2008 fing es dann so richtig an. Der Vermieter und die Betreuerin glaubten, dass Andreas entmüdigt ist und mit ihm machen konnten was sie wollten. Wenn er seine Arbeit nicht richtig macht, dann bekam er kein essen. Er hatte dort einen Mietvertrag über eine viel grössere Wohnung als er benützen durfte und der Betrag war auch niedriger als das was er bezahlt hatte und er musste Verpfegungsgeld bezahlen, weil er ja kein offiziellen Arbeiitsvertrag hatte. Ich hatte das erst später erfahren das er mit 6 millionen in der Insolvenz ist und deshalb darf er keinen Arbeitsvertrag schreiben. Obwohl mein Sohn mich fast jede Woche besuchte, weil die Vermieterin an den Tag bei uns im Ort auf dem Markt steht sagte er nie viel was dort passiert. Manche Sachen kamen mir schon komisch vor und ich redete auch mit mein Sohn darüber und dann sagte er es dort und diese wurden dann wütend über meinen Sohn. Im Sommer wurde es schon immer schlimmer wie sie mein Sohn behandelt hatten und ich hatte ihm immer gesagt: lasse es dir nicht gefallen und komm zurück. Aber er hatte immer grosse Angst und dann fing der Vermieter an mich und mein Mann unglaubwürdig zu machen. Der Vermieter ist ein Möchtegernpsyschologe und er behaubtete Sachen die nicht stimmen. Dann sollte der Kontakt abgebrochen werden zu mir. Was sie nicht wussten das wir auch über den Computer Kontakt hatten und dann hatte er mir alles erzählt. Das er das Haus nur zum arbeiten verlassen darf und das kalte Zimmer und das sie ihm immer gedroht haben. Darauf hatte ich den Kontakt zum Gericht aufgenommen, weil endlich mein Sohn eingesehen hatte, dass das alles leere Versprechungen sind was der Vermieter dort erzählte und mein Sohn wollte dort weg. Deshalb wollten wir ihm ja am 6.Dezember dort abholen. Da war nur die Vermieterin da und als sie sah das wir mein Sohn dort abholen und Bekleidung mitnahmen, kam sie und schrie wie eine Furie er muss hier bleiben und er darf sein Zimmer nicht verlassen und wir wurden aus der Wohnung geworfen und sie drohte mit der Polizei und wir dachten, dass wir im Recht sind und mein Sohn mitnehmen dürfen, wenn sie das erfahren. Jedenfalls hatten wir draussen auf die Polizei gewartet und in der Zwischenzeit war die Betreuerin da und der Vermieter und sie hatten gesagt mein Sohn ist entmündigt und das er dort bleiben muss. Die Anzeige von der Polzei wurde danach wieder aufgehoben. Sebst als wir das schreiben vom Gericht hatten gab es noch Probleme ihm zuholen und auch jetzt hat er noch nicht seine ganzen Sachen bekommen. Diese Betreuerin hatte ich das erstemal am 6.12.08 gesehen und in ihren Bericht schreibt sie das ich unzurechnungsfähig wäre und selbstmordgefährtet bin usw was in keiner Form stimmt. Jetzt sehen wir die Betreuerin 1 mal im Monat, wenn sie mein Sohn den Auszahlungsschein überreicht mit den 100 Euro und dann sie nicht bereit ein ordentliches Gespräch zuführen. Sie will die Dauerauträge nicht löschen auch nicht den Mietvertrag löschen obwohl er mehrmals vor Gericht gesagt hatte das er nicht zurück möchte. Für den Auszahlungsschein fahren wir jedesmal 52 km weit. Als wir uns mit der Betreuerin im Januar trafen, war sie immer noch davon überzeugt, dass mein Sohn zurück muss und das es nur für 3 Monate Probe sei und sie das Gerichtsurteil mit falschen Angaben anfechten möchte. Daraufhin hatten wir eine Anwältin genommen. Die Anwältin wollte die Betreuerin anrufen aber sie legte immer gleich wieder auf und das machte sie auch bei uns oft. Jedenfalls hat die Anwältin ihr ein Brief geschrieben und dem Gericht, dass sie als Betreuerin nicht tragfähig ist. Wir hatten bei der Anwältin sämtliche Sachen vorgelegt und dann sagte sie uns im Moment kann sie nichts machen, solange sie Betreuerin ist aber danach. Wir haben vor Gericht seit Jan 09 einen Betreuerwechsel beantragt aber leider ist sie bis jetzt immer noch Betreuerin und sie versucht immer noch mein Sohn und mich zuschädigen. Am Ende möchte ich noch schreiben, dass mein Mann und mein Sohn beste Freunde geworden sind und er sich bei uns wohlfühlt. Gruss Elke |
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#4 |
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Ehrenamtlicher Betreuer
Registriert seit: 28.03.2008
Ort: NRW
Beiträge: 2,086
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Hallo Elke,
danke, dass Du so ausführlich die Hintergründe hier beschrieben hast. Mit einer meiner Vermutungen lag ich auf jeden Fall falsch. Vor einiger Zeit habe ich eine ähnliche Sache mit einem Klienten erlebt. Er ist lernbehindert und wurde von seinem Vermieter und Arbeitgeber wie Dein Sohn ausgenommen und als Strohmann für kriminelle Handlungen benutzt. Er konnte sich damals aus diesem Abhängigkeitsverhältnis lösen, ist in eine Behinderteneinrichtung gezogen und hat einen Betreuer bekommen. Heute lebt er mit zwei weiteren Bewohnern in einer dem Heim angeschlossenen Außenwohngruppe, ein kleines Einfamilienhaus, mit regelmäßiger pädagogischer Begleitung, er hat eine Freundin und arbeitet in einem gemeinnützigen Projekt an der frischen Luft. Ihr solltet euch vielleicht einmal von einem altmodischen "Heim"begriff trennen und, wenn es zu Hause doch noch einmal zu eng werden sollte oder der Sohn mehr Eigenständigkeit und Unabhängigkeit wünscht, solch eine beschützte Möglichkeit bei euren Gedanken berücksichtigen. Es gibt gerade in der Behindertenhilfe vielfältige Möglichkeiten, von amtswegen Menschen zu unterstützen. Bei Gericht dauert es immer etwas länger, entscheident ist aber doch, dass der Sohn nicht mehr in der belastenden Situation lebt. Die Rechtsanwältin kann z.Zt. wenig machen, da die alte Betreuerin noch im Amt ist. Dein Sohn ist aber nicht entmündigt, dies gibt es nicht mehr (bei einem Einwilligungsvorbehalt in bestimmten Bereichen kann allerdings seine Geschäftsfähigkeit eingeschränkt sein). Er kann nicht gezwungen werden, gegen seinen Willen auf den Bauernhof zurückzukehren, er kann den Mietvertrag kündigen und er kann seine Rente auf ein anderes Konto umleiten. Das ist zwar alles mit Schwierigkeiten verbunden, aber er würde damit dokumentieren, dass er die Verbindung zum Vermieter und zur Betreuerin nicht aufrecht erhalten möchte. Ich frage nicht nach, wie ein junger Mann sechs Mio. Euro Schulden auftürmen kann, aber auch dieses Problem läßt sich später lösen. Problematisch könnte der Arbeitsvertrag werden. Auch mit Schulden kann man einen Arbeitsvertrag unterschreiben. Für sein "Arbeitsverhältnis" interessiert sich möglicherweise noch einmal das Finanzamt oder das Hauptzollamt. Er sollte nach Rücksprache mit der Anwältin mglw. die Karten auf den Tisch legen. Vielleicht kommt er als Zeuge und nicht als Beschuldigter davon. Schöne Grüße Kohlenklau
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