Forum Betreuung

Diskussionsforum zum Thema

gesetzliche Betreuung

 

Probleme mit Betreuer

Dies ist ein Beitrag zum Thema Probleme mit Betreuer im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
@ Imre ich dachte es ginge in Sachen Betreuung in erster Linie um Menschen? Menschen, die alleine mit ihrem Leben ...


Zurück   Forum Betreuung > Offenes Forum gesetzliche Betreuung > Forum für Angehörige und betreute Menschen

Registrieren Hilfe Benutzerliste Kalender Suchen Heutige Beiträge Alle Foren als gelesen markieren
Alt 04.11.2012, 13:01   #71
Forums-Azubi
 
Registriert seit: 04.08.2010
Ort: Deutschland
Beiträge: 52
Standard

@ Imre
ich dachte es ginge in Sachen Betreuung in erster Linie um Menschen?
Menschen, die alleine mit ihrem Leben nicht mehr klar kommen, durch Krankheit, deren Lebensqualität so eingeschränkt ist, die Fürsorge und Hilfe brauchen und auch haben müssen?
Auch um deren Angehörige, die ebenfalls mit diesem Lebenseinschnitt erst mal klar kommen müssen. Die ab der gestztl. Betreuung nur noch drastische eingeschränkte Beziehungen zu ihren Lieben haben sollen.
Die je nach Laune des Berufsbetreuers über deren Zustand informiert werden. Die nichts mehr für ihre Liebsten entscheiden können und erst mal fragen müssen ob sie diese an Geburtstage, Feiertage zu sich für einige schöne Stunden nachhause holen dürfen?

Broker, CEOS, TOP-Manager - deren Einkommenshöhe durchaus zu hinterfragen ist. Sie scheren sich jedoch einen feuchten Dreck ums Rechtfertigen.

Diese genannten Zielgruppe haben nichts mit zwischenmenschlichen Zusammenarbeit von hilflosen Betroffen und deren Angehörigen zu tun. Schlimm wenn du du diese im Zusammenhang mit Betreuern siehst. Denn das würde ja nur eine Gleichsetzung mit Geldmacherei erkennen lassen? Der Mensch bleibt da ganz weg !

Im Übrigen wenn das große Geld lockt, dann hättest du ja Broker, z.B., werden können.

@regenbogin, Kaufmännische Ausbildung, da bin ich ganz deiner Meinung.
By the way:
ein Beispiel;
Es gibt Berufsbetreuer ( uns bekannt) die das Geld von den Betroffenen nur so verschleudern. Für sinnlosen Kram, ein Beispiel; für Hausmeisterdienste, obwohl sich Angehörige die nebenan wohnen, anboten hatten, KOSTENLOS und regelmäßig diese Dienste durch zu führen.
Bei den Berufsbetreuer erscheint mir gilt eben Quantität vor Qualität;
Wenn ich 10- 12 Betreute habe, klar, dann hab ich nun mal keine Zeit für irgendwelchen sentimentalen Schnick -Schnack...
Sprechzeiten von -bis... nach vorheriger Terminvergabe an Angehörige. Ein Beruf wie jeder andere eben.
S.ä.
Für alles andere sind sie Angehörige ja da. Kein Mitspracherechte - nur wenn es drauf ankommt, Pflichten...!
Wenn ich hier wieder geben würde was sich unser Berufsbetreuer ein RA ! alles erlaubte, wäre ich heute Abend noch am schreiben.
Die kriminelle Vorgehensweise beschäftigt mittlerweile die Staatsanwaltschaft.
Es gibt natürlich überall schwarze Schafe. Aber es verstärkt die Reaktionen der betroffenen Angehörigen.
Diese Sparte im Forum ist doch für die Angehörigen von betreuten Personen. Wieso wird nach jeden Beitrag von Angehörigen, von einem der hiesigen Berufsbetreuer, sofort eine Rechtfertigung hinzu gefügt?

Ich will mich ganz einfach mit diesem Thema, mit anderen Angehörigen, die in der gleichen Lage sind, austauschen und nicht ständig Belehrungen, die z.T. schon beleidigend sind, hier lesen müssen.
Wenn ich Rat suche melde ich mich schon.
Aber alleine diese Reaktionen und Rechtfertigungen und Belehrungen zeigen doch schon das es da Defizite gibt!
Wen wunderst da unsere Reaktionen?
__________________
Betreuerin mit ♥

Geändert von Tinta (04.11.2012 um 13:14 Uhr)
Tinta ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
Alt 04.11.2012, 14:13   #72
Gesperrt
 
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 14,097
Standard

Hallo Tinta,

Zitat:
Ich will mich ganz einfach mit diesem Thema, mit anderen Angehörigen, die in der gleichen Lage sind, austauschen und nicht ständig Belehrungen, die z.T. schon beleidigend sind, hier lesen müssen.
wir sind kein Selbsthilfeforum.

Es geht uns beim (freiwilligen) Betreiben dieses Forums vordringlich darum, Klarheit über die Möglichkeiten der rechtlichen Betreuung zu schaffen, wenn möglich mit Vorurteilen aufzuräumen und zu versuchen (Grundlagen) zu vermitteln.
Ein reines Austauschforum für Betroffene (Angehörige) ist hier nicht, ausgenommen ein ganz bestimmter nicht-öffentlicher Bereich.

Gruss Michaela
michaela mohr ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
Alt 04.11.2012, 17:25   #73
Admin/Berufsbetreuer
 
Benutzerbild von Imre Holocher
 
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 9,609
Standard

Hallo Tinta


Zitat:
Zitat von Tinta Beitrag anzeigen
@ Imre
ich dachte es ginge in Sachen Betreuung in erster Linie um Menschen?
Menschen, die alleine mit ihrem Leben nicht mehr klar kommen, durch Krankheit, deren Lebensqualität so eingeschränkt ist, die Fürsorge und Hilfe brauchen und auch haben müssen?
Genau darum geht es.


Zitat:
Zitat von Tinta Beitrag anzeigen
Auch um deren Angehörige, die ebenfalls mit diesem Lebenseinschnitt erst mal klar kommen müssen. Die ab der gestztl. Betreuung nur noch drastische eingeschränkte Beziehungen zu ihren Lieben haben sollen.
Bei der rechtlichen Betreuung geht es in erster Linie um den zu betreuenden Menschen, nicht um dessen bzw. deren Angehörige, Freunde oder sonstige Bekannte.
BetreuerInnen haben sich nach dem Wunsch und dem Wohl der betreuten Person zu richten. Dabei kann es durchaus sein, dass das Umfeld hilfreich und unterstützend ist, es kann aber auch genauso sein, dass es das nicht ist.
Das Interesse von Angehörigen oder Freunden ist nicht automatisch auch das Interesse der Betreuten - dadurch kommen üblicherweise leicht die Konflikte zwischen BetreuerInnen und dem Umfeld der betreuten Personen zustande.


Zitat:
Zitat von Tinta Beitrag anzeigen
Die je nach Laune des Berufsbetreuers über deren Zustand informiert werden. Die nichts mehr für ihre Liebsten entscheiden können und erst mal fragen müssen ob sie diese an Geburtstage, Feiertage zu sich für einige schöne Stunden nachhause holen dürfen?
Z.B. hat ein Ehemann die Betreuerin seiner Frau aufgefordert, diese für ein paar Stunden aus dem Krankenhaus herauszuholen, damit er sie endlich mal wieder f... kann.
Diese "schöne(n) Stunden nach (bzw.: zu) Hause hat die Betreuerin nicht organisiert.
Krasses Beispiel, aber leider Realität - aber Du merkst vielleicht schon: die Interessenlagen können durchaus unterschiedlich sein.

Auch ich habe Betreute, die von ihrer Verwandtschaft gnadenlos gegängelt werden. Es kommt glücklicherweise nur sehr selten vor, aber für diese Betreuten ist die "fürsorgliche Liebe" der Angehörigen so schwer zu ertragen wie Guantanamo - und sie sind dadurch schwerst krank geworden. Da ist es selbstverständlich, wenn ich als Betreuer einen Riegel davor schiebe.
In den allermeisten Betreuungen arbeite ich jedoch gerne mit den Angehörigen zusammen und sehe auch zu, dass diese die Betreuungen auch selber übernehmen können, wenn sie dazu geeignet und es vom Arbeitsaufwand möglich geworden ist.


Zitat:
Zitat von Tinta Beitrag anzeigen
Broker, CEOS, TOP-Manager - deren Einkommenshöhe durchaus zu hinterfragen ist. Sie scheren sich jedoch einen feuchten Dreck ums Rechtfertigen.

Diese genannten Zielgruppe haben nichts mit zwischenmenschlichen Zusammenarbeit von hilflosen Betroffen und deren Angehörigen zu tun. Schlimm wenn du du diese im Zusammenhang mit Betreuern siehst. Denn das würde ja nur eine Gleichsetzung mit Geldmacherei erkennen lassen? Der Mensch bleibt da ganz weg !
Hallo? Tinta, Du verwechselst hier etwas ganz gründlich!

Du vermischt den Anspruch auf die Rechtfertigung verschiedener Berufsgruppen mit den Arbeitsinhalten bzw. Zielgruppen dieser Berufe. Damit liegst Du in dieser Diskussion völlig falsch und riskierst auch noch unfaire Hetze zu betreiben. Ich gehe davon aus, dass Du das eigentlich nicht wünschst.

Die Verbindung bzw. auch die Unterschiede zwischen den genannten Berufsgruppen und den Betreuern liegt darin,
- dass von Betreuern reichlich oft und laut gefordert wird, sich zu rechtfertigen, und diese es sogar auch tun. Sogar mein Beitrag kann gewissermaßen als eine Rechtfertigung angesehen werden (auch wenn es mich anstinkt) und andererseits
- dass die besser bezahlten Berufe gerne beflucht und vielleicht mal rein moralisch, aber ohne Effekt um eine Rechtfertigung angebettelt werden. Sie kümmern sich aber nicht im geringsten darum, es sei denn es würde noch mehr Geld einbringen.

Ich sage es aber noch mal in aller Deutlichkeit:
Es nervt mich schon sehr, dass rechtliche Betreuer (also auch ich) nicht nur von Angehörigen und Bekannten, sondern auch von Personen aus (eigentlich professionellen) Helferberufen und Behörden oder sonst woher aufgefordert werde, mich oder meine Arbeit zu rechtfertigen.
Insbesondere von Personen, die aufgrund ihrer persönlichen Interessen und gleichzeitig kleingeistigen Horizonte glauben, sie wären die einzigen, deren Bedürfnisse zu befriedigen sind und ich müßte jetzt vor allem für sie springen.

Als Betreuer habe ich mich in meinem Handeln gegenüber meinen Betreuten und dem Gericht zu verantworten - und mir selber will ich morgens und abends auch noch am Spiegel ins Gesicht sehen können.
Solange ich das schaffe, dann reicht es auch.



Zitat:
Zitat von Tinta Beitrag anzeigen

Im Übrigen wenn das große Geld lockt, dann hättest du ja Broker, z.B., werden können.
Davon abgesehen habe ich nicht das geringste Bedürfnis CEO, Banker oder Broker zu werden oder zu sein. (Dann hätte ich Probleme mit dem Spiegel)

MfG

Imre
__________________
Fehler sind dazu da, um sie zu machen
und daraus zu lernen.
Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen.
Imre Holocher ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
Alt 04.11.2012, 19:37   #74
Forums-Geselle
 
Registriert seit: 12.09.2010
Beiträge: 105
Standard

Der Betreuer hat eigentlich keine Chance, mal ein angesehener Beruf zu werden, weil er weder Vermögen vermehrt (Broker) noch die Gesundheit wiederherstellt (Arzt).

Er betreibt ja sozusagen Schadensbegrenzung für Notfälle, hoffnungslose Fälle und unehilbar kranke oder sterbende Menschen.

Vielleicht sollte das bei einem stetig steigendem Lebensalter (nicht unbedingt bei besserer Gesundheit) doch langsam mal professionalisiert werden wie im Gesundheitswesen.
Dann wäre auch das Problem der Erreichbarkeit und Verfügbarkeit gelöst. Es gäbe Bereitschaftsdienst wie im Krankenhaus oder Polizeidienst etc.

Ideal wird es nie sein, weil es das nun mal nicht ist, wenn ein Mensch sich nicht mehr um sich selbst kümmern und für sein Wohl sorgen kann.
Selbst der eigene Partner, Eltern, Kinder wissen nicht, was nun genau sein Wohl ist. Das weiß er ja oft nicht mal selbst so genau und entscheidet situativ.

Wenn man eben selbst mal betreut wird, ist es doch klar, dass man sich gut vertreten und "beschützt" wissen möchte und sich dann in seiner Lage nicht drum kümmert, wie das nun im einzelnen organisiert und bewerkstelligt wird.
Das Angebot ist da, also erwartet man, dass es auch zu seinem Wohl funktioniert, wenn man dafür schon einen recht hohen Preis zahlt (Eigenständigkeit & Selbstbestimmung teilweise abgeben).

wenn ich eine Erkältung hab, erwarte ich (und auch die Berufsbetreuer tun das sicher), dass man vom Arzt kompetent behandelt wird und fragt in diesem Moment nicht, wie der Arzt das bewerkstelligt und wie er damit seine Existenz sichert.

Allerdings ist mir als erwachsener Mensch auch klar, dass ein Arzt, Krankenschwester, Pfleger usw auch von ihrer Hilfe leben können müssen und sich auch nicht für mich aufopfern.
Jeder ist in erster Linie für sich selbst verantwortlich und für seine Existenz und danach erst für andere.

Als hier jemand davon schrieb, dass er sich als Betreuer gebraucht fühlen möchte, bekam ich ja gleich Bauchschmerzen... und dachte an Helfersyndrom

Geändert von Naschkatze (04.11.2012 um 19:40 Uhr)
Naschkatze ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
Alt 05.11.2012, 08:11   #75
§§Reiterin; manchmal Mod
 
Registriert seit: 27.01.2012
Ort: hinterm siebten Berg die dritte links
Beiträge: 1,563
Ausrufezeichen

Euch ist schon klar, dass Ihr am Thema des Threads vorbeischreibt, oder?

Wer sich wem gegenüber zu rechtfertigen hat, ist klar:
Der Betreuer gegenüber dem Gericht und dem Betreuten.

Dass die Betreuer in Sachen Vergütung etwas hintenanstehen, dürfte jedem, der mit Betreuungen befasst ist, auch klar sein.
Aktuell können wir an dieser Sache jedoch nichts ändern, da sind andere gefragt.

Ob und inwieweit man sich als Betreuer "in die Sache reinhängt", sprich erreichbar ist oder nicht, alles allein regeln will ohne Einbeziehung der Angehörigen etc., das muss jeder Betreuer für sich entscheiden. Wie Imre schon sagte: Man muss sich selbst noch in die Augen sehen können und sagen können "Jo, passt.".

Da der Betreuerberuf jedoch im Alltag sehr kontrovers betrachtet und diskutiert wird, können wir hier bis zum Sanktnimmerleinstag weitermachen und uns gegenseitig die Schlagwörter und Vorhaltungen um die Ohren hauen.
Es wird nichts bringen, außer den am Gespräch Beteiligten den Puls in die Höhe zu jagen.

Herrgottnocheins.

Ich wünsche einen schönen Montag.
__________________
Die Benutzung der Suchfunktion ist gebührenfrei und verursacht keine körperlichen Schmerzen!

Lieber Gott gib mir die Gnade, dass ich das Monster verwandel in Mozzarellamarmelade!!
Fara ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
Alt 05.11.2012, 08:13   #76
Berufsbetreuerin - Dipl. Sozialpädagogin
 
Benutzerbild von regenbogin
 
Registriert seit: 15.10.2012
Ort: In der Toskana Deutschlands
Beiträge: 171
Standard Schlagzeile

Sagenhaft! Das hier ist ein echtes Reizthema.

In der Tat irgendwie für alle Beteiligten. Sehr spannend!

Eins nur zu dem Thema "Helfersyndrom": Ich habe gerade echt keine Zeit an dieser Stelle ausführlicher auf diese Thematik einzugehen. Daher nur ein ganz kurzes Statement.

Ja, es stimmt, es gibt so etwas wie ein "Helfersyndrom". Es stimmt auch, dass es so etwas -wie übrigens hier fast durchgehend gewünscht- sehr engagierte Helferlein gibt. Es stimmt auch, dass es engagierte Helferlein gibt, die manchmal Betreuer sind.

UND: Hat mein KFZ-Meister auch ein Helfersyndrom weil ich ihn dafür brauche meine Reifen zu wechseln?
regenbogin ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
Alt 05.11.2012, 20:20   #77
Admin/Berufsbetreuer
 
Benutzerbild von Imre Holocher
 
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 9,609
Standard

Zitat:
Zitat von regenbogin Beitrag anzeigen
Sagenhaft! Das hier ist ein echtes Reizthema.

In der Tat irgendwie für alle Beteiligten. Sehr spannend!
Finde ich auch. Sogar, wenn es am eigentlichen Thema vorbeigeht.

Zitat:
Zitat von regenbogin Beitrag anzeigen
...Es stimmt auch, dass es engagierte Helferlein gibt, die manchmal Betreuer sind.
Das ist wohl so. Das sind vielfach auch und gerade diejenigen, die vor lauter Arbeit einfach absaufen - und es trotzdem keinem Recht machen, weil sie mit ihrem Helferlein die Erwartungen hochgeschraubt haben. Dumm gelaufen.
Als rechtlicher Betreuer sollte man sich gründlichst mit seinem Helferlein auseinandersetzen. Eins zu sein bzw. zu haben ist nicht unbedingt etwas schlechtes, aber man sollte es auch im Griff haben, sonst geht's in die Hose.

UND: Hat mein KFZ-Meister auch ein Helfersyndrom weil ich ihn dafür brauche meine Reifen zu wechseln?[/QUOTE]

So lange er die Möglichkeit Dir Aufträge und Geld zu entlocken: Immer!

MfG

Imre
__________________
Fehler sind dazu da, um sie zu machen
und daraus zu lernen.
Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen.
Imre Holocher ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
Alt 07.11.2012, 11:18   #78
Angehörige mit Vorsorgevollmacht
 
Registriert seit: 12.11.2008
Beiträge: 327
Standard

Hallo zusammen,

nun habe ich mir endlich die Mühe gemacht das Ganze mal durchzulesen.

Was mich immer wieder wundert ist der Anspruch der Angehörigen an die Betreuer. "Er sagt mir nichts, aber ich soll bei Muttern Händchen halten".

Zwei Sachen:
1. Haben Eure Angehörigen Euch über jede Buchung, jedes Einkommen, jeden Arztbesuch, jede Handlung u.s.w. informiert? Dies wird in den wenigsten Fällen so gemacht. Viele wissen z.B. nicht wieviel ihr Vater/ihre Mutter verdient. Also kann der Betreuer nicht davon ausgehen, und informiert folgerichtig die Angehörigen auch nicht darüber.
2. Obwohl Ihr z.B. das Einkommen Eures Vaters nicht kannten, habt ihr ihn doch sicher ins Krankenhaus gebracht und drei Stunden in der Ambulanz mit ihm gewartet?

Das ist jetzt natürlich sehr pauschal und beispielhaft. Was ich damit sagen will, der Betreuer muss die Angelegenheit Eurer Angehörigen für sich behalten! Trotzdem seid ihr Angehörige und solltet euch um deren Belange, wie die Fahrt zum Krankenhaus kümmern.

Wenn gesagt wird, wenn der Betreute im Heim liegt, hat der Betreuer keine Arbeit mehr, ist das ohne Worte.

Ich bin kein Berufsbetreuer! Als Vollmachtsnehmer meines Vaters war ich eventuell mit einem ehrenamtl. Betreuer gleichgestellt. D.h. ich habe kein Geld bekommen. Und trotzdem eine Menge Papier-, Behörden- und Gesundheitskram zu erledigen. Es wurde nicht langweilig

Das ständige "Draufhauen" auf die Berufsbetreuer nervt. Mir hat das Forum sehr geholfen um meinem Vater optimal helfen zu können. Hier bekam ich viele nützliche Tipps und Ratschläge.

Es ist schon merkwürdig, wenn Angehörige in ein Forum von Betreuern gehen um mit anderen Angehörigen über Betreuer zu schimpfen zu wollen.

Es gibt sicher immer schwarze Schafe. Bei den Berufsbetreuern, bei ehrenamtl. Betreuern, bei Pflegekräften und auch bei Angehörigen.

Dies sollte man ohne Rundumschläge klären.

Liebe grüße
Lisa
Lisa ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
Alt 16.11.2012, 15:15   #79
Forums-Geselle
 
Benutzerbild von Mousen
 
Registriert seit: 16.02.2012
Ort: Wolfratshausen
Beiträge: 260
Standard

Hach, schön... das war Lektüre für ne ganze Stunde.

Ich muß Euch, liebe Kollegen, an dieser Stelle mal ein dickes Kompliment machen: Egal, wie unglaublich daneben manch grenzwertiger Beitrag auch ist, Ihr müht Euch tatsächlich stets um einen sachlichen Umgang und nehmt die Anfragen ernst.

Ich glaube, wenn wir auch nur annähernd das alles erfüllen müssten oder würden, was uns Betroffene, Angehörige und auch so manche Institution als Erwartungen andienen, könnten wir eine eigene Kirche gründen, Wunder wirken und Hostien ausgeben. Jeder Heilige würde vor Neid erblassen.

Grundgütiger...


Mousen
Mousen ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
Alt 21.12.2012, 23:38   #80
Forums-Geselle
 
Registriert seit: 14.11.2011
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 219
Standard "Betreuer" und "gesetzliche Vertreter"

Hallo, mir fällt gerade auf, wenn man mit der Materie "Betreuung"
noch nicht so in Berührung gekommen ist, kann man da leicht was verwechseln. "gesetzliche Vertretung" oder ähnlich würde besser passen, oder ? (früher war es die Vormundschaft - gefällt mir aber gar nicht) ist es aber sinngemäß?

Umgekehrt ist mir passiert, dass ich nach längerer Beobachtung eine Pflegeheimleitung gefragt hatte, wer für den Bereich "Betreuung" die Leitung hat bzw. zuständig ist . Es gab in diesem Haus eine Leiterin, die für den Pflegebereich zuständig war und eine Hauswirtschaftsleitung. Aber anscheinend fühlte sich keiner so richtig zuständig für die Zeiten zwischen Pflege und Mahlzeiten.
Und diese Zeit würde ich als Betreuung titulieren.
Die Heimleiterin scheint mich auch nicht verstanden zu haben!
Gruss Motzerella

Geändert von motzerella (21.12.2012 um 23:48 Uhr)
motzerella ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiFurl this Post!
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Stichworte
betreueraufgaben, betreuerpflichten, patientenverfügung, soziale betreuung

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Trackbacks are an
Pingbacks are an
Refbacks are an

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 12:59 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.11 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, vBulletin Solutions, Inc.
Template-Modifikationen durch TMS

SEO by vBSEO 3.2.0

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40