Dies ist ein Beitrag zum Thema 18 jähriges Pflegekind und weiter?? im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Hallo Luzifer, die Bilder Totenköpfe, Dark Scene, geben mir zu denken.
Ich kenne auch so einen Fall, da wurden Totenköpfe ...
|
|||||||
| Registrieren | Hilfe | Benutzerliste | Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
|
|
#31 |
|
Gesperrt
Registriert seit: 19.08.2005
Ort: im Baumhaus
Beiträge: 624
|
Hallo Luzifer, die Bilder Totenköpfe, Dark Scene, geben mir zu denken.
Ich kenne auch so einen Fall, da wurden Totenköpfe gekauft, an der Wand angebracht, schwarze Klamotten mit Drachen und Totenköpfen. Es ist eine Scene, die sehr brutal ist. Tippe ich richtig, wenn ich in Richtung Black Metal oder Death Metal gehe? Sehr laute, böse Musik, die mit dem Tod zu tun hat. Letztes Jahr habe ich so jemanden auf ein Konzert begleitet. Ich dachte, mir fliegen die Ohren weg und diese absoluten Looser dort. Nee, wenn's die Szene ist, kann nix gutes bei rauskommen, es sei denn, man ist kerngesund. Dementsprechend, gelinde gesagt - leicht antisozial- können sich auch die Personen hierzu verhalten, wenn sie psychisch nicht gefestigt sind. Sanktionen seitens der Behörden würde sie mit Sicherheit noch mehr aufbringen und bockiger machen. Das Aggressionspotential sollte nicht unterschätzt werden!! Gruss mary |
|
|
|
|
|
#32 |
|
Forums-Geselle
Registriert seit: 05.08.2009
Ort: Siegburg
Beiträge: 64
|
Hallo Lutz,
sicher schlimm, diese Warterei. Vielleicht musst Du sogar aushalten, dass Deine Pflegetochter offensichtlich falsche Wege geht und sich schadet und vielleicht empfindest Du das auch als undankbar, weil sie so handelt trotz Deiner Zuwendung und Unterstützung. Mein Mann sagt mir in solchen Fällen immer, dass jeder Mensch ein Recht auf Krankheit hat. Und selbst wenn das Mädchen in seinen Rechten und seiner Art der Selbstenfaltung (ich nehme an, dass sie es so empfinden wird) eingeschränkt wird, bedeutet dass ja leider nicht, dass wieder alles ins Lot kommt. Wie würdest Du vorgehen, wenn ein Betreuer bestellt wird? Wäre es klug, wenn Du derjenige bist? Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag, Giesela
__________________
..¯¨¨˜“ª¤.... Alles was man über das Leben lernen kann, ist in drei Worte zu fassen: Es geht weiter! ..¯¨¨˜“ª¤.... |
|
|
|
|
|
#33 |
|
Gesperrt
Registriert seit: 19.08.2005
Ort: im Baumhaus
Beiträge: 624
|
Ich kann nur im engsten Verwandtenkreis in Fällen abraten, wo der Mensch noch jünger ist. Oder will man selbst Beschlüsse für Zwangseinweisungen und den ganzen staatlichen Rattenschwanz, der dran hängt, machen? Schon als Angehöriger ist man gestraft genug, wenn ein solcher Mensch die staatliche Allmacht spürt. Das dahinter meist Verwandtschaft steckt, kann sich derjenige an den zehn Finger abzählen.
Wenn so viel Aufruhr dagegen ist, sollten dies andere übernehmen. Als Angehöriger ist man grundsätzlich in einer Zwickmühle, man will retten und erntet nur Mißtrauen und Bösartigkeiten. Wir haben jahrelang Rettungsversuche unternommen. Das Ergebnis war, "hättet ihr mich nur sterben lassen", warum eingemischt. Was die Psychiatrie, VormR, Ärzte. daraus gemacht hat, hätten wir uns nicht träumen lassen. Und manches mal denken wir, wir hätte gar nix tun sollen. WIr haben Leid verlängert, dem der Betreute mit allen Mitteln ein Ende setzen wollte, und zwar im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte. Vorwürfe über Vorwürfe und wenn man demjenigen noch nahe steht, ist das der Psychoterror pur. Gruss Mary |
|
|
|
|
|
#34 |
|
Einsteiger
Registriert seit: 21.09.2009
Ort: Freiberg / Sachsen
Beiträge: 19
|
Danke für Eure Beiträge.
Nun die Totenkopfsache war bei ihr nicht so ausgeprägt, sie malte nur laufend welche auf Papier und eben Särge+Schwerter dazu. Mit Dark Scene war nichts, im Gegenteil, sie hörte immer normale Musik. Malte aber gelegentlich solche sonderbaren Bilder. Ja und zu dem Rest muss ich sagen: wahrscheinlich habt ihr Recht! Das Mädel macht einen Fehler nach dem anderen, schadet sich selbst, sieht aus wie halbtod, ist unglücklich (habe sie Gestern kurz getroffen) und ändert trotzdem nichts. Sie weiß dass es so nicht weiter gehen kann, will aber daran nichts ändern. Auf meine Bitte zurück zu kommen, alles zu klären und gemeinsam wenigstens ihre Lehrzeit durchzuziehen dreht sie den Kopf nach rechts unten und sagt kein Wort mehr. 1 Minute später erklärt sie mir, dass sie sich ein freundschaftliches Verhältnis zu mir wünscht weil sie mir viel zu verdanken hat. ?????? Wer das deuten kann soll das mal tun! Ich blicke in diesem Verhalten nicht mehr durch. Ob da ein Betreuer das richtige ist weiß ich selbst nicht mehr! Das gebe ich ehrlich zu. Es sei mir bitte keiner böse wenn ich sage, mit meinem Verstand komme ich da nicht mehr mit. Eigentlich, so denke ich, müsste das Ganze eher in einem Psychologieforum behandelt werden. Wie geschrieben, bei derart - für mich - wirren Aussagen und Verhalten kann ich selbst nicht mehr einschätzen was richtig und falsch ist. Lutz |
|
|
|
|
|
#35 | |
|
Ehrenamtlicher Betreuer
Registriert seit: 28.03.2008
Ort: NRW
Beiträge: 2,086
|
Zitat:
ich möchte Dir jetzt nicht mit Entwicklungspsychologie kommen, aber das Verhalten hört sich doch für eine 18jährige recht "normal" an. In diesem Alter wissen die Jungen und Mädels einfach nicht, ob sie Männlein oder Weiblein sind und gehen auf die Suche. Die vielfältigen Jugendkulturen und riskante Verhaltensweisen stehen dafür. Was willst Du denn mehr, als das Bekenntnis zu einem freundschaftlichen Verhältnis und Dank für Deine bisherige Rolle. Dort solltest Du ansetzen und ihr sehr behutsam ein Begleiter sein. Vielleicht mußt Du auch selber Deine Rolle ihr gegenüber überdenken, nicht mehr der (Ersatz-)Vater und Lehrer, sondern der Freund und Begleiter, den sie sich möglicherweise wünscht, sein. Das bedeutet für Dich auch loszulassen, aber trotzdem noch da zu sein, auch wenn Du viele Verhaltensweisen nicht verstehst und deuten kannst. Gruß Kohlenklau
__________________
Ich trinke nur an Tagen, die auf 'g' enden, und mittwochs They tried to make me go to rehab, but I say no - no - no (Amy Winehouse) |
|
|
|
|
|
|
#36 | |
|
Angehörige
Registriert seit: 24.02.2007
Beiträge: 112
|
Zitat:
Wie man damit umgehen kann, ist eine andere Frage. |
|
|
|
|
|
|
#37 |
|
Gesperrt
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 14,097
|
Hallo abend,
Kohlenklau hat sich doch deutlich auf dieses - jetzt von mir nochmals eingefügte- Zitat bezogen: Zitat von Luzifer61 Sie weiß dass es so nicht weiter gehen kann, will aber daran nichts ändern. Auf meine Bitte zurück zu kommen, alles zu klären und gemeinsam wenigstens ihre Lehrzeit durchzuziehen dreht sie den Kopf nach rechts unten und sagt kein Wort mehr. 1 Minute später erklärt sie mir, dass sie sich ein freundschaftliches Verhältnis zu mir wünscht weil sie mir viel zu verdanken hat. ?????? Wer das deuten kann soll das mal tun! Ich blicke in diesem Verhalten nicht mehr durch. Was also ist bei der Antwort auf genau diese Frage nicht zu verstehen? Gruss Michaela |
|
|
|
|
|
#38 |
|
Forums-Geselle
Registriert seit: 05.08.2009
Ort: Siegburg
Beiträge: 64
|
Hallo Lutz,
auf die Schnelle einen Gedanken: Deine Pflegetochter möchte ein freundschaftliches Verhältnis zu Dir ([auch] weil sie DIr viel zu verdanken hat), möchte aber nicht, dass Du Forderungen an Sie stellst. Mit ihrem Fortgehen und ihrer Verweigerung hat sie Dir alle Möglichkeiten der Einflussnahme entzogen und bittet Dich nun "nur" um eines: freundschaflichen Kontakt, gewissermaßen als ruhenden Pol, als Hafen, in den sie einkehren und Kraft tanken kann. Nachdem sie deutlich gemacht hat, was sie (alles!) nicht will, sagt sie Dir nun, was sie braucht. Gelingt es Dir so für sie da zu sein, wie sie es sich wünscht, ohne ihr sagen zu wollen, was sie (vernünftigerweise!) tun soll? Ich denke es geht darum sie so anzunehmen, wie sie ist und ihre Bedürfnisse, etc. so wahrzunehmen, wie SIE sie empfindet. Also: keine Vorhaltungen, keine Hinweise, was sie sich alles versaut, etc. Statt dessen: Versicherung, dass Du immer für sie da bist. Wenn sie diese Auszeit braucht, gestehst Du sie ihr zu (mag sein, dass andere Menschen in anderen Funktionen andere Forderungen an sie stellen (müssen)!) Aber Du bist ihr Hafen!Den braucht, sie um wieder Rückhalt zu bekommen und später doch noch die (richtigen) Schritte zu tun. Ich hoffe, Dir nicht zu nahe getreten zu sein; will Dir nichts vorschrieben, Dich nicht kritisieren; nur meine Gedanken dazu sagen...und glaub mir, ich weiß, wie schwer es ist, so zu handeln; ich weiß aber auch, dass ein solches Fundament die Grundlage für eine positive Entwicklung legen kann. Herzliche Grüße an Dich, Giesela
__________________
..¯¨¨˜“ª¤.... Alles was man über das Leben lernen kann, ist in drei Worte zu fassen: Es geht weiter! ..¯¨¨˜“ª¤.... Geändert von Giesela (06.10.2009 um 09:03 Uhr) |
|
|
|
|
|
#39 | |
|
Angehörige
Registriert seit: 24.02.2007
Beiträge: 112
|
Zitat:
wenn ich über Hintergrundinformationen verfüge, wüsste ich nicht, welchen Sinn es machen sollte, eine konkrete Situation unter bewusster Ausklammerung jener Hintergrundinformationen zu interpretieren. Glaubst du, dass man auf diese Weise zu einer realitätsgerechten Interpretation und Beurteilung einer Problemlage kommt? Was genau verstehst du an diesem Einwand nicht? Im Übrigen zieht kohlenklau aufgrund seiner Interpretation einer konkreten Situation Rückschlüsse auf die Gesamtsituation der Jugendlichen - ohne Beachtung der Hintergrundinformationen. Gruß abend Geändert von abend (06.10.2009 um 11:05 Uhr) |
|
|
|
|
|
|
#40 | |
|
Forums-Azubi
Registriert seit: 03.06.2009
Beiträge: 45
|
Zitat:
ich kann mich Gieselas Worten nur anschließen. Ich finde es schon bemerkenswert, dass sie in ihrer derzeitigen Situation trotzdem abwägt, mit wem sie freundschaftlich verbunden sein möchte. Sie könnte sich auch gegen alle stellen. Vielleicht solltest du dich zurückziehen und erstmal abwarten, um so eine Möglichkeit zu schaffen, dass sie wieder auf dich zukommen kann. Ganz liebe Grüße und gute Gedanken SBS |
|
|
|
|
![]() |
| Lesezeichen |
| Stichworte |
| einrichtung der betreuung |
| Themen-Optionen | Thema durchsuchen |
| Ansicht | |
|
|