Dies ist ein Beitrag zum Thema Betreuungsinfragestellung durch Altenheime im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Hallo an Interessierte.
Ich habe wenig Internetforenerfahrung und möchte kurz meine Situation schildern, um ggfls. sinnvolle Ratschläge zu bekommen.
Meine ...
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Einsteiger
Registriert seit: 26.01.2013
Beiträge: 14
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Hallo an Interessierte.
Ich habe wenig Internetforenerfahrung und möchte kurz meine Situation schildern, um ggfls. sinnvolle Ratschläge zu bekommen. Meine Mutter ist dementiell erkrankt seit fast 14 Jahren ( 3.Stufe ), bis vor ca.6 Jahren betreute ich sie intensiv -parallel zu meiner Berufstätigkeit in Ihrer Wohnung. Seit ca. 6 Jahren habe ich auch die gesetzliche Betreuung ( parallel auch für 2 behinderte Männer aus meinem Arbeitsumfeld). Da es teiweise eklatante Pflegemängel gab( nicht erkannte Gallenperforation mit fast tödlichem Ausgang- lt. Personal: sie schläft wegen der Hitze, Medikamentenfehler, Hämatome an den Armen vom groben Umgang,Einschließen im Zimmer ohne Beschluß, etc.), wies ich das Personal und die Leitung auf die Fehler hin. Verantwortung wurde nicht übernommen,keine Entschuldigung, statt dessen verleumderische Aussagen von der Leitung. Ich wandte mich an die Heimaufsicht und das Betreuungsgericht mit der Bitte um Beratung, was ich als gesetzliche Betreuerin und Tochter tun kann. Es folgte ein Gespräch mit einer Vertreterin der Betreuungsbehörde, meiner Rechtsanwältin, der Heimleitung und mir, da die HL meine Betreuung in Frage stellte. Ein Kompromiss führte zu Einschränkung meiner Besuchskontakte an die ich mich hielt. Falschaussagen der Mitarbeiter bewirkten einen frühzeitigen Brief der Betreuungsbehörde. Ich ließ meine Mutter umziehen, bekam ein sehr positives Attest des Hausarztes meiner Mutter und ein Brief meiner Rechtsanwältin beendete vorerst das Verfahren. Durch Kontakte der neuen Einrichtung zur abgebenden, wurde ich bereits 2 Tage nach dem Umzug mit Nachdruck um mehr Vertrauen (sonst Auszug) aufgefordert. Informationen zu dem Umgang und der Versorgung meiner Mutter lehnte man ab( wir benutzen das Hilfsmittel nicht, dann hat sie halt einen Dekubitus und die Informationsliste benutzen wir auch nicht.) In der Folge bekam sie eine offene Stelle am Steiß-ärztliche Behandlung erforderlich- und liegt trotz ärztlicher Anordnung seit einer Woche nur noch im Bett, weil sie so schläfrig sei. Ich war an einzelnen Tagen bewußt nicht in der Einrichtung. Sie bekam viel zu wenig zu Trinken trotz Hinweisen auf die Wichtigkeit und fast nichts zu essen. Zudem ließ man sie lange in ihrem Kot und ihrem Urin(bis in die Strümpfe) liegen. Die Dokumentation zeigte den Mangel.Die Kooperationsbereitschaft ist fast nicht vorhanden. Man unterstellt mir sogar in der Zeit, die ich allein mit meiner Mutter bin, ihr Schaden zuzuführen. Wie kann ich das Betreuunggericht überzeugen, dass ich 1. meiner Mutter nicht schade und 2. die Aussagen verleumderisch sind und wie schnell muß ich meine Mutter ggfls. zu mir nehmen, damit nicht andere Menschen meine Mutter schneller sterben lassen, als sie möchte. Über Beiträge jeder Art freue ich mich, da meine Verfassung nicht zum Besten ist. Danke Andrena |
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#2 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 16.02.2012
Ort: Wolfratshausen
Beiträge: 260
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Hallo Andrena,
die Situation klingt übel. Soweit ich es überblicke, geht es um zwei Teilaspekte: 1. Deiner Mutter einen sicheren, angemessenen Platz zu verschaffen 2. Die Situation mit dem Betreuungsgericht zu entschärfen zu 1. Ich würde mir an Deiner Stelle ein drittes Heim suchen, dort vorsprechen und die Verantwortlichen über die Vorfälle informieren, gemeinsam einen Plan entwickeln, welche Bedürfnisse Deine Mutter hat und welchen Vorstellungen Deinerseits das Heim Rechnung zu tragen hätte. Dann würde ich Deine Mutter erneut verlegen lassen. Gleichzeitig würde ich den Hausarzt bitten, die gesundheitliche Situation Deiner Mutter zu dokumentieren. zu 2. Informiere das Betreuungsgericht über den erneuten Heimwechsel; biete an, wöchentlich zu dokumentieren und verlange die Bestellung eines Verfahrenspflegers, der sowohl Deine Arbeit beurteilt als auch die des Heimes. Dies macht in der Regel ein professioneller Betreuer, der im Umgang mit Heimen und eventuellen Versäumnissen erfahren ist. Auf diese Weise wirst Du das Gericht am ehesten von Deiner Befähigung und guten Absicht, Deine Mutter gut zu betreuen, überzeugen. Ein dritter Teilaspekt wäre sicherlich, dem Heim Fehlverhalten nachzuweisen; ist aber - gemessen an den anderen beiden Aspekten - nicht Deine Hauptaufgabe. Ich würde dazu dennoch empfehlen, den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MdK) sowie erneut die Heimaufsicht über die Sachverhalte zu informieren, auch darüber, daß seitens des Heimes Standards zur Lagerung und zur Information (eventuell auch hinsichtlich nicht ärztlich verordneter Medikamentengabe oder ähnlicher Fehler?) nicht eingehalten werden. Deine Anwältin kann Dich dazu hinsichtlich einer zusätzlichen Meldung an die Staatsanwaltschaft sicher beraten - falls Du einige der geschilderten Mißstände belegen kannst, sprechen wir hier von Körperverletzung und Unterlassener Hilfeleistung. Sprich dazu auch mit dem Hausarzt; seine Meinung ist dabei ausnehmend wichtig. Falls Dir das alles zu viel wird, denke auch daran, daß Du - zumindest in Teilaspekten - die Betreuung auch an einen Profi abgeben kannst. Für sowas sind wir da... Viel Kraft Mousen
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#3 |
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Einsteiger
Registriert seit: 26.01.2013
Beiträge: 14
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Hallo Mousen,
danke für Deinen sehr interessanten Beitrag. Dieses Haus ist leider das 4. Altenheim und ich bin sehr intensiv dabei, zu planen ob ich meine Mutter nicht bei mir Zuhause selbst pflegen kann, da ich selbst als Erzieherin und Heilpädagogin auch Pflegeerfahrungen habe. Die Einbindung eines Verfahrenspfleger ist ein sehr guter Tip. Derzeit hole ich mir viel Rat von meiner besten Freundin, die als Sozialarbeiterin arbeitet. Einen Berufsbetreuer würde ich gern vermeiden, da meiner Mutter nicht mehr viel Zeit bleibt, ich vermute nur Monate und ein Wechsel mit allem Hin und Her neuen Informationen etc. für sie vor allem Irritationen brächte.Der Hausarzt rät übrigens zur Mediation. Herzliche Grüße Andrena Schön zu wissen, dass man nicht so allein dastht. |
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#4 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 14.11.2011
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 219
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Hallo - ich muß Dir leider recht geben - selbst ein nach aussen gut geführtes Heim kann einem Schwerst-Pflegebedürftigen nicht gerecht werden. Und ich wundere mich immer noch, dass in diesem Bereich nur diskutiert/geschwätzt aber nicht gehandelt wird.
Mir war aber am Anfang der Betreuung auch nicht die Differenzierung Betreuung und Pflege und Familienzugehörigkeit klar. Ich habe meinen Vater im April aus dem Pflegeheim geholt, weil ich auch feststellen mußte, dass die Pflege zu wünschen übrig lässt. Das hat nichts mit den einzelnen Pflegekräften zu tun. Es ist wirklich so, dass immer alles schnell gehen muß. Mein Vater hat teilweise von abends acht bis morgens acht nichts zu Trinken bekommen. Ich habe öfter feststellen müssen, dass der Saft am Bett säuerlich roch und gegärt hat. Am Anfang - als er noch klingeln konnte, war der Knopf oft in der Nachttischschublade oder am Kopfende unter dem Kissen versteckt (ich habe Fotos davon gemacht) Wenn ich das Pflegepersonal darauf angesprochen habe, dann haben sie es wohl beim Lagern grad mal vergessen, wieder in Position zu bringen. Seit er bei mir ist, hat er keine Hämatome mehr (ich mache die Pflege zusammen mit dem Pflegepersonal, dass 2-mal am Tag kommt) . Ein Pfleger/Neuling in dem Heim hat aber auf eine Frage von mir, wie das in den anderen Häusern war , gemeint, dieses hier ist gold dagegen. Ein junger Pfleger/Azubi meinte mal zu mir als ich ihn wegen einer bestimmten Situation ansprach: Ach, die kriegen doch eh nichts mit .............. In dem Heim hatte sich aber auch gerade eine Interessen-gemeinschaft der Angehörigen gebildet. Leider habe ich momentan keinen Kontakt mehr, möchte aber da wieder anknüpfen. Also: Ich habe jetzt als pflegende Tochter und gleichzeitig Betreuerin bei BG schweren Herzens einen bestimmten Ergänzungsbetreuer vorgeschlagen - weiss aber immer noch nicht genau wie das dann funktioniert. Motzerella |
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Einsteiger
Registriert seit: 26.01.2013
Beiträge: 14
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Danke Motzerella, für Deinen Bericht. Ja , mir ist auch mehr nach Handeln. Ich komme gerade von meiner Mutter, die röchelnd (gestern noch nicht) und apathisch im Bett lag. die Heizung (wir haben Februar war ausgestellt, die Zunge und Lippen waren ausgetrocknet , Zähne raus und es roch unangenehm nach Urin. Meine Frage, was meine Mutter gegessen und getrunken hätte, beantwortete man mit :gegessen nichts bis auf ein bißchen Joghurt(er stand noch zu 4/5 voll auf dem Tisch),aber sie hätte ja Sterofundin subcutan bekommen und bekäme auch heute abend noch einmal eine Infusion. Zudem hatte sie eine Druckstelle am Po, die ich fotografiert habe. Eine Freundin war mit dabei und sah, dass meine Mutter, obwohl das vom Personal bestritten wird, eingeweichtes Brot mit Hunger aß auch etwas Frikadelle, die sie liebt. Die Flüssigkeit (600ml in 90 Minuten!) habe ich ihr angedickt und gelöffelt. Das Personal wäre dafür da gewesen (also nicht zu knapp). Das Aushalten und gute Miene zum bösen Spiel machen ist mir zuwieder und ich hätte gern meine Mutter gleich mitgenommen.
Nichts desto trotz plane ich die Aufnahme bei mir weiterhin mit Nachdruck. Schönen Gruß Andrena |
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#6 |
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Einsteiger
Registriert seit: 26.01.2013
Beiträge: 14
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Hallo liebe Interessierte, die Situation meiner Mutter wird absurd und gefährlich. Heute sollte ich ein Schreiben unterzeichnen, in dem ich es unterlasse meiner Mutter Trinken und Essen zu reichen, da sie sich verschluckt hätte. Sie hat in den gut3 Wochen im neuen Heim 7Kilo abgenommen, wird nicht mehr aus dem Bett geholt, war am vergangenen Donnerstag ausgetrocknet (2xtgl. subcutane Infusion verordnet). Zu Essen bekam sie in den vergangenen 10 Tagen auch fast nichts von den Mitarbeitern, nur von mir. Sie wird auch immer wacher am Tag. Zudem nehme ich an, dass man die Möglichkeit eingerichtet hat, im Zimmer abzuhören, da es Aktivitäten, die sonst nicht stattfinden jetzt passieren, da ich gestern mit einer Freundin über das Duschen und Bettbeziehen (in 3 Wochen das 1. Mal heute) sprach. Es ist für mich unerträglich solche Zustände bei meiner Mutter auszuhalten. Ich erbitte dringend Hilfe. Danke Andrena
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#7 | |
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Admin/ Berufsbetreuer
Registriert seit: 15.01.2009
Ort: Mitten in Hessen
Beiträge: 4,966
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Hallo Adrena,
Zitat:
Das klingt zwar jetzt alles sehr dramatisch, läßt sich aber meines Erachtens nur mit den lokalen Beteiligten klären. Gruß, Andreas
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