Dies ist ein Beitrag zum Thema Wie regelmäßiges trinken garantieren? im Unterforum Forum für Angehörige und betreute Menschen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Ich weiß jetzt nicht ob derartige Fragen für dieses Forum gedacht sind: und zwar ist meine Großmutter (ich als Enkel ...
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#1 |
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Forums-Azubi
Registriert seit: 03.04.2013
Beiträge: 50
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Ich weiß jetzt nicht ob derartige Fragen für dieses Forum gedacht sind: und zwar ist meine Großmutter (ich als Enkel bin der Betreuer) derzeit in einem Pflegeheim in Kurzzeitpflege. Sie hat Demenz und als sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert hat (klagte über Schwindelgefühle) wollte Sie ins Heim bzw. ich wusste mir sonst auch keinen Rat. Der Hausarzt war bisher auch keine große Hilfe. Im Sommer war sie in in einer psychiatrische Klinik um sie medikamentös richtig einzustellen. Im Pflegeheim sagte man nun wohl, dass Sie sehr ausgetrocknet sei. Jetzt wo es ihr wieder besser geht, möchte Sie wieder zurück nach Hause. Da wir ihr fast alle Tätigkeiten abnehmen würden, halte ich das theoretisch auch für möglich (sie hat "nur" Pflegestufe 0). Das Problem besteht aber darin, dass wir sie nicht 24 Stundne beaufsichtigen können. Somit ist es auch schwierig zu gewährleisten, dass sie ausreichend trinkt (sind hier 2l täglich wirklich nötig?).
Hat diesbezüglich der ein oder andere Tips für uns? Wir dachten uns ihr z. B. eine Kanne mit Tee hinzustellen und abends zu kontrollieren ob sie alles getrunken hat. Gibt es sonst noch Tips, die sich in der Praxis bewährt haben? Bereits im voraus besten Dank. |
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#2 |
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Forums-Azubi
Registriert seit: 03.06.2013
Beiträge: 49
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Hallo,
das Durstgefühl lässt im Alter nach. Warum soll man trinken, wenn man garkeinen Durst verspürt? Das ist schon für gesunde Menschen schwierig. Jemanden mit Demenz da argumentativ "mitzunehmen" halte ich für unmöglich. Das mit dem abendlichen kontrollieren der Trinkmenge ist wohl auch nicht praktikabel. Was wäre denn die Konsequenz? Frag doch mal in dem jetzigen Heim nach, wie das Problem dort eingeschätzt wird bzw. wie man dort mit dem Thema umgeht und welche Erfahrungen diesbezüglich mit deiner Oma gemacht wurden. Ich bezweifele, das die meisten hier auf 2 Liter tägliche Trinkmenge kommen Gruß Daniel |
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#3 |
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Gesperrt
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 14,097
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Guten morgen,
bei alten Menschen ist das regelmässige Trinken wichtig, da es sonst zu Ausfallstörungen kommen kann- kein Witz. Heime legen dafür im Sommer sogar ihre Trinkprotokolle an, also wie oft jemand dazu angehalten wurde und dann auch getrunken hat. Ob es jetzt wirklich 2l sein müssen sei dahongestellt, das hängt noch von anderen Faktoren ab. Die Idee mit dem hinstellen nützt nur insofern etwas als man am abend dann kontrollieren kann- evtl. Wenn noch alles da dasteht, was dann? Hat sie bei der Einstufung zur Pflege eine verminderte Alltagskompetenz anerknnt bekommen? Dann könnte ein Alltagsbegleiter (u.U. über einen Pflegedienst) eingesetzt werden der unter anderem auch zum Trinken anhält. Aber der ist auch nicht täglich vor Ort, könnte also nur peripher hier für Entlastung sorgen. Die Idee das Problem mit dem Heim zu besprechen ist gut, auf jeden Fall sollte auch der Hausarzt eingebunden werden in das Problem denn der nächste Sommer kommt bestimmt. Gruss Michaela |
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#4 |
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Forums-Gesellen-Anwärter
Registriert seit: 04.02.2011
Beiträge: 59
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Das kann ausgerechnet werden, so als grobe Richtlinie
Flüssigkeitsverbrauch berechnen da kann die Flüssigkeit aber von Suppen , Obst und soweiter mitgerechnet werden, ansonsten gibt es hier ebenfalls eine Richtlinie Flüssigkeitsbedarf des Körpers | Trinken im Unterricht und vorher mit den Hausarzt sprechen, manche haben nämlich eine beschränkte Flüssigkeitszufuhr, bei Herz oder Nierenkrankheiten zum Beispiel Geändert von Wittgenstein (30.01.2014 um 13:36 Uhr) |
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#5 |
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Ich bin neu hier
Registriert seit: 27.01.2014
Beiträge: 3
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hallo,
kenne das problem. mein vater kam vor 2 tagen ins krankenhaus, war ebenfalls stark dehydriert. denke, selbst wenn ihr eurer oma eine kanne tee oder wasser hinstellt, und sie soweit noch geistig fit ist, dass sie daran denkt, könnte es auch sein, dass sie die kanne einfach ausschüttet, bzw. schlicht weg vergisst zu trinken. es wäre natürlich besser, wenn man ihr alle halbe stunde ein glas wasser/tee gäbe. mehr fällt mir jetzt aber auch nicht ein. |
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#6 | |
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Berufsbetreuer
Registriert seit: 31.07.2007
Ort: Rheinland-Pfalz
Beiträge: 2,786
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Zitat:
Besonders bei Demenz muss m.E. das Trinken kontrolliert und ggf. - auch von den Pflegediensten - gefördert werden. mfg |
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#7 | |
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Einsteiger
Registriert seit: 23.03.2014
Beiträge: 21
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Hallo zusammen,
Zitat:
Meine Mutter ist in einem Pflegeheim, trinkt zu wenig und hat die typischen Symptome wie Verstopfung, extrem trockene Haut, Verwirrtheitszustände, wenn sie nichts getrunken hat. Das Heim ist der Meinung, man könne niemanden zwingen zu trinken. Ich bin der Meinung, dass meine Mutter schon trinken würde, wenn man ihr einen vollen Becher hinstellt und sie zum Trinken auffordert (doch das tut man im Heim nicht). Ich hatte das Heim wiederholt gebeten, doch Trinkprotokolle anzulegen. Das wollen die aber nicht, weil das Mehraufwand für sie wäre. Kann ich darauf bestehen? LG Gitte Anmerkung: Mein Vater war bis zu seinem Tod in demselben Heim untergebracht. Er war zuletzt bettlägrig und kam wiederholt als Notfall völlig dehydriert ins Krankenhaus. Bei ihm wurden Trinkprotokolle auf Anweisung des Hausarztes dann angelegt. Nur im Falle meiner Mutter, die noch nicht als Notfall ins KH kam, muss wohl erst eine völlige Dehydration eingetreten sein, bis man ein Trinkprotokoll anlegen will .... |
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#8 |
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Gesperrt
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 14,097
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am besten wäre es sicher auch hier, wie im Fall des Vaters, den Hausarzt einzuschalten. Diesem sollte doch auch auffallen dass zu wenig getrunken wird oder wie sieht er das?
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#9 |
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ehrenamtliche Betreuerin a.D.
Registriert seit: 01.09.2010
Ort: Münsterland
Beiträge: 533
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das kommt mehr sehr bekannt vor. Meine Mutter war auch im Pflegeheim Pflegestufe 2 sollte beantragt werden aber ohne Mehrleistungen. Da sie in dem Ort untergebracht war wo drei Töchter von ihr wohnten, haben wir uns abgewechselt um sie zum trinken zu animieren und dafür zu sorgen, daß sie etwas aß.
Alles was man ihr hinstellte wurde nach den Mahlzeiten einfach abgeräumt, auch wenn sie nichts gegessen oder getrunken hatte. Nach einem halben Jahr ist sie gestorben. Inzwischen haben wir gott sei dank ein zweites Pflegeheim am Platze was einen sehr viel besseren Ruf hat. Viele Leute aus dem Ort, die vorher in der Nachbarstädten waren kommen jetzt zurück und gehen in dieses Heim. Soviel zu meinen Erfahrungen mit Pflegeheimen. Auch im Betreungsverein wo ich angebunden bin weiß man von diesen Mißständen, daher bin ich gut informiert. Nur durch die Unterstützung von außen geht es meistens oder durch sehr viel Engagemt, obwohl man dadurch als nicht sehr "genehm" sehen wird. Aber das darf einen nicht besonders stören. Man will ja nur das Beste für seine Angehörigen. Gruß Doro
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#10 |
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Einsteiger
Registriert seit: 23.03.2014
Beiträge: 21
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@Michaela
dem Hausarzt, ein Arzt, der uns vom Pflegeheim vorgeschlagen wurde, habe ich das Problem mit dem Trinken schon mitgeteilt und darum gebeten, das Heim anzuweisen, dass Trinkprotokolle gemacht werden. Aber er hat nichts veranlasst. Er weiß auch, dass meine Mutter eine arge Verstopfung hat und auch da musste ich darum "kämpfen", dass sie wenigstens etwas Laktulose bekommt. Ich erwäge, einen anderen Arzt zu suchen, weil mein Eindruck ist, dass er mit dem Pflegeheim zu sehr kooperiert. @Doro Wenn ich meine Mutter besuche, gebe ich ihr auch stets zu trinken und sehe auch zu, dass sie mit allem versorgt ist, denn es fehlen im Bad oft Handtücher, auf dem Zimmer sind oft auch keine Becher, usw. Ich glaube, dass das Problem mit der mangelnden Flüssigkeitsversorgung in vielen Pflegeheimen zum Alltag gehört. Die Ausreden, man könne niemanden zum Trinken zwingen, lasse ich nicht gelten. Denn bei entsprechender Zuwendung trinken die meisten Menschen, die es sonst mangels Durst vergessen würden. Ja im Bereich der Grundversorgung einschl. Pflege ist das Heim meiner Mutter sicher nicht besonders gut. Ich denke, dass die Pflegedienstleitung hier zu wenig tätig wird und sich nicht ausreichend kümmert. Es hängt natürlich auch noch von den jeweiligen Pflegern ab, da gibt es auch solche und andere. Dass es Heime gibt, die auf die Flüssigkeitsversorgung mehr Wert legen, glaube ich schon. Doch die sind sicher in der Minderheit. LG Gitte |
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