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Reha-Verlängerung ablehnen - Folgen

Dies ist ein Beitrag zum Thema Reha-Verlängerung ablehnen - Folgen im Unterforum Gesundheitssorge - Arzteinwilligungen - Krankenkasse , Teil der Rechtsfragen im Rahmen des Betreuungsrechts
Ich bin mir unsicher, wie ich mich hier verhalten soll, vll. habt ihr Erfahrungen: B., noch relativ jung, befindet sich ...


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Alt 17.03.2016, 19:50   #1
Routinier
 
Benutzerbild von mimi91
 
Registriert seit: 17.07.2015
Ort: RLP
Beiträge: 1,072
Standard Reha-Verlängerung ablehnen - Folgen

Ich bin mir unsicher, wie ich mich hier verhalten soll, vll. habt ihr Erfahrungen:

B., noch relativ jung, befindet sich nach Schlaganfall seit Monaten in Reha. Sein Zustand verbesserte sich stetig, aber er hat genug von Kliniken und möchte raus, aber gern weiter in einer geeigneten Pflege/Betreuungs (Phase F) Einrichtung rehabilitiert werden.
Klinik hatte Verlängerung beantragt, nun erfahre ich quasi zufällig, dass die abgelehnt wurde. Schriftliches liegt mir nicht vor, B. wäre wie gesagt aber einverstanden. Ich habe nun trotzdem vorsorglich Widerspruch eingelegt. Zudem hat sich bisher noch keine geeignete Einrichtung gefunden, die ihn nehmen könnte/würde. Ich habe Bedenken, dass wenn man so eine Ablehnung widerspruchslos hinnimmt, er gar keine Rehamaßnahmen mehr bekommt.
Noch vor ein paar Tagen hatte es seitens der Rehaklinik geheißen, sein Zustand verbessere sich stetig. Nun ist niemand zu sprechen, man wisse auch nichts etc.
mimi91 ist offline  
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Alt 18.03.2016, 21:02   #2
Admin/Berufsbetreuer
 
Benutzerbild von Imre Holocher
 
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 9,515
Standard

Moin Mimi

Irgendwie ist das wiedersprüchlich: Einerseits will der Betreute nicht mehr in der Klinik bleiben, andererseits hätte er gerne die Verlängerung der ReHa (die dann wieder in der KLinik laufen würde).
Da werde ich nicht ganz schlau draus.

Wenn Du einen Einrichtung suchst, die für ihn geeignet wäre, da gockel doch einfach mal
"Pflege und Therapie"
Da klicken serienweise entsprechende Einrichtungen auf.
Da kannst Du auf jeden Fall schon mal reinsehen, ob nicdht etwas passen könnte.

MfG

Imre
__________________
Fehler sind dazu da, um sie zu machen
und daraus zu lernen.
Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen.
Imre Holocher ist offline  
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Alt 18.03.2016, 22:07   #3
Forums-Azubi
 
Registriert seit: 08.03.2016
Ort: NRW
Beiträge: 37
Standard

Hallo Mimi,

Ich gehe davon aus, dass im Moment der Rentenversicherungsträger die Kosten der stationären Reha übernimmt und jetzt die Verlängerung abgelehnt hat. Zunächst würde ich mir den Ablehnungsbescheid besorgen und nachlesen, mit welcher Begründung abgelehnt wurde (z.B.:"keine Verbesserung durch weitere stationäre Reha mehr zu erwarten"? / "Kein Reha-Fall mehr, sondern Pflegefall. Deshalb keine Zuständigkeit der Rentenversicherung sondern Pflegekasse" ?)

Wenn die Begründung stichhaltig ist (ggf. mit den Klinikärzten sprechen), würde ich keine Energie mehr auf den Widerspruch verschwenden. Bis über den Widerspruch entschieden ist, kannst Du Deinen B. ohnehin nicht in der Klinik lassen. Du brauchst Dir auch keine Sorgen zu machen, dass er dann von der Krankenkasse keine ambulante Therapien mehr bekommt.

Die Frage ist: Was ist jetzt die richtige Versorgungsform für ihn? Hierüber würde ich mit den Ärzten und dem Sozialdienst der Reha-Klinik sprechen. Die kennen auch Anschluss-Behandlungsmöglichkeiten am besten. Leider muss man aber sagen, dass es zu wenige Einrichtungen für die Phase F gibt.

Kann er zuhause versorgt werden? Dann wären neben der Pflege ambulante Reha-Leistungen zu organisieren. Die Krankenkasse wäre dann für dieambulante Reha und die Behandlungspflege Kostenträger. Zusätzlich Antrag auf Pflegeleistungen (Pflegeversicherung) stellen.

Muss er in ein Heim? Dann brauchst Du natürlich auf jeden Fall eine Pflegestufe. Dann wäre darauf zu achten, dass es ein Heim ist, das auf aktivierende Pflege eingerichtet ist.

Manchmal gibt es auch Kliniken, die sich auf Phase F Patienten spezialisiert haben. Meistens mit einer Mischfinanzierung mehrer Kostenträger. Bei wem Du dann die Anträge zu stellen hast, sagen Dir die Einrichtungen. Nur gibt es leider zu wenige solcher Einrichtungen.

Viele Grüße
Sofa

Geändert von Sofa (18.03.2016 um 23:01 Uhr)
Sofa ist offline  
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Alt 18.03.2016, 23:08   #4
Forums-Azubi
 
Registriert seit: 08.03.2016
Ort: NRW
Beiträge: 37
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Hier noch ein Link zu den Richtlinien der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, speziell für Phase F-Patienten:

http://www.bar-frankfurt.de/fileadmi...zeitpflege.pdf

Unter 3.5. steht, welcher Kostenträger zuständig ist.
Sofa ist offline  
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Alt 19.03.2016, 12:01   #5
Routinier
 
Benutzerbild von mimi91
 
Registriert seit: 17.07.2015
Ort: RLP
Beiträge: 1,072
Standard

Vielen Dank für eure Tipps.
Ja, seine Haltung ist etwas widersprüchlich, aber auch seinem derzeitigen Gesundheitszustand geschuldet. Er mag einfach nicht mehr "in Kliniken" sein. Rückkehr in das häusliche Umfeld leider nicht möglich, da die Familie die Betreuung ablehnt und zumindest derzeit noch Rund-Um-Betreuung nötig ist. Alle Empfehlungen von Ärzten und Therapeuten lauten auf Langzeitreha in einer Phase-F-Einrichtung. Wie ihr auch schreibt, sind diese Plätze rar oder zumindest nicht kurzfristig zu bekommen. Derzeit werden die Kosten noch von der privaten KK getragen, diese hat jetzt abgelehnt und möchte ihn "zum Pflegefall machen". Es sind aber nach Rücksprache mit den Reha-Ärzten weiter Verbesserungen zu erwarten, die ihm dann vll. auch z. B. ein betreutes Wohnen ermöglichen. Wenn ich mir trotz der jetzigen Ablehnung keine Sorgen wg. künftiger Reha-Maßnahmen machen muss, wäre ich schon froh. Den Ablehnungsbescheid der KK habe ich beantragt. Die Pflegeversicherung ist kooperativ und berät gut. Problem ist leider eben, einen geeigneten (Phase F) Platz zu finden, wobei der Sozialdienst der Reha-Klinik keine wirkliche Unterstützung ist. Ich werde eure Links jetzt durchgooglen, danke dafür
mimi91 ist offline  
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Alt 19.03.2016, 13:21   #6
Forums-Azubi
 
Registriert seit: 08.03.2016
Ort: NRW
Beiträge: 37
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Hallo Mimi,

ich ging davon aus, dass Dein B. gesetzlich versichert ist. Bei privater Krankenkasse ist leider alles sehr unberechenbar und die Leistungsabgrenzung zwischen Akutbehandlung / Reha / Pflege /Sozialhilfe leider nicht allgemeinverbindlich geregelt. Da nutzt Dir dann auch mein Link auf die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation leider nichts. Denn dort sitzt die PKV nicht mit am Tisch. Schade.
Sofa ist offline  
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Alt 19.03.2016, 13:31   #7
Routinier
 
Benutzerbild von mimi91
 
Registriert seit: 17.07.2015
Ort: RLP
Beiträge: 1,072
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Doch, der Link ist trotzdem nützlich, was Infos über die Phase F angeht.
mimi91 ist offline  
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Alt 19.03.2016, 13:32   #8
Gesperrt
 
Registriert seit: 22.08.2005
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Schau mal hier:
Fachpflege Phase F / Beatmung / Wachkoma in Hessen - Heimplatz-Deutschland
michaela mohr ist offline  
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