Dies ist ein Beitrag zum Thema Medikamentengabe nach falschem Plan im Unterforum Gesundheitssorge - Arzteinwilligungen - Krankenkasse , Teil der Rechtsfragen im Rahmen des Betreuungsrechts
Bezgl. Krankenhauseinweisung ohne Information der Betreuerin:
Die Situation hat sich so zugepritzt und die Einschätzung der Stationsärztin war so negativ, ...
|
|||||||
| Registrieren | Hilfe | Benutzerliste | Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
|
|
#1 |
|
Forums-Azubi-Anwärter
Registriert seit: 11.05.2017
Beiträge: 25
|
Bezgl. Krankenhauseinweisung ohne Information der Betreuerin:
Die Situation hat sich so zugepritzt und die Einschätzung der Stationsärztin war so negativ, da im KH die falschen Medikamente gegeben wurden. Es wird wohl keine bleibenden Schäden geben. Muss ich die Krankenkasse informieren und/oder rechtlich dagegen vorgehen? LG Noemi |
|
|
|
|
|
#2 |
|
Stammgast
Registriert seit: 02.02.2011
Ort: NRW
Beiträge: 887
|
Schwierig, schwierig. Gerade in einem solchen Fall muss man sehr genau prüfen, was tatsächlich passiert ist.
Woher hast Du Kenntnis vom falschen Mediplan? Wenn Dir dieser vorliegt, würde ich ihn an den behandelnden Hausarzt schicken und dringend um Abklärung mit dem Krankenhaus bitten. Mehr kannst Du nicht tun: Problem erkennen und nachweisbar an jemanden weiterleiten der kompetent ist Abhilfe zu schaffen. Und natürlich nachhaken, ob und was passiert ist. Wenn ein gesundheitlicher Schaden entstanden ist, musst Du Anzeige erstatten. Aber Achtung: Du musste beweisen können, dass falsch behandelt wurde UND dass ein Schaden entstanden ist. Konnte Dein Klient in die Behandlung einwilligen? Ja? Dann ist alles in Butter. Nein? Dann liegt ein rechtswidriges Verhalten vor, sofern die Behandlung planbar war. In Notsituationen muss die Behandlung auch schon beginnen, bevor der Betreuer erreicht werden konnte. Aber auch in diesem Fall würde ich genau prüfen, ob dem B. ein Schaden entstanden ist. |
|
|
|
|
|
#3 |
|
Gesperrt
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 14,097
|
Sorry Noemi, mit dieser dürftigen Hergangsdarstellung kann ich dir nix raten.
Z.B. was soll heissen: war so negativ? |
|
|
|
|
|
#4 | |
|
Gesperrt
Registriert seit: 30.07.2016
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 195
|
Moin,
Zitat:
Solange es keine offensichtlichen Schädigungen oder gesundheitliche Beeinträchtigungen aufgrund der Medikamenteneinnahmen gibt, würde ich mich zurückhalten und weiter den (vertrauensvollen ?) Kontakt zu den Ärzten suchen. Gruß Hein |
|
|
|
|
|
|
#5 |
|
Forums-Azubi-Anwärter
Registriert seit: 11.05.2017
Beiträge: 25
|
Tut mir leid, ich versuche lange Romane zu vermeiden, aber das war wohl wirklich zu knapp.
Die B. wurde im KH immer auffälliger, wodurch die Stationsärztin eine Rückkehr nach Hause sehr kritisch sah bzw. eher ablehnte. Inzwischen hatte ich direkt Kontakt mir der Pflegerin. Sie hat die B. nur ins KH gebracht, da sie unruhig war und die Pflegerin wollte, dass die Medikamente neu eingestellt werden. Das war vom Pflegedienst anders kommuniziert worden. Sie hatten dem KH gesagt, das Ziel sei die Heimeinweisung. Gestern rief mich die diensthabende Ärztin (nicht die Stationsärztin) an, um mir mitzuteilen, dass es der B. sehr schlecht geht. Sie bat mich um den aktuellen Medikamentenplan und stellte dadurch fest, dass offensichtlich falsche Medikamente gegeben wurden, u.a. auch ein blutzuckersenkendes Medikament, obwohl die B. kein Diabetis hat und ein anderes Medikament, das die akut aufgetretenen Beschwerden als Nebenwirkung hat. Das hat sie mir mitgeteilt, als ich da war. Die B. kam daraufhin in ein anderes KH, um ein Gegenmittel zu erhalten. Inzwischen ist sie wieder auf der alten Station. Eine Unterzuckerung ist bei dem verabreichten blutzuckersenkenden Medikament nicht möglich. Das habe ich gegoogelt. Das andere Medikament hat Probleme wie Muskelsteifigkeit, Verwirrtheit und Unruhe verursacht, wogegen ein Mittel verabreicht wurde. Ich möchte nicht unbedingt Anzeige erstatten, aber auch nichts versäumen und evtl. Ansprüche der B. verwirken. Daher nochmal die Frage: Wie würdet ihr in dem Fall vorgehen? LG Noemi |
|
|
|
|
|
#6 |
|
Forums-Azubi-Anwärter
Registriert seit: 11.05.2017
Beiträge: 25
|
Lieber Hein,
ich habe deinen Beitrag erst gerade gelesen. Die Ärztin war sehr offen und hat mir auch die falsch verabreichten Medikamente benannt. Aber es ist sicher fraglich, ob man sich auf eine mündliche Aussage berufen kann und - wie gesagt - ich bin nicht auf eine Anzeige aus, aber manchmal ist es nötig, um Ansprüche bei Folgeschäden zu sichern. Das Thema hatte ich mal bei einem meiner Kinder. Aber da waren Ursache und Wirkung leichter nachzuweisen. LG |
|
|
|
|
|
#7 |
|
Stammgast
Registriert seit: 02.02.2011
Ort: NRW
Beiträge: 887
|
Noemi, das ist alles ziemlich verstrubbelt.
Die Pflegerin will stationär neu einstellen lassen? Der Pflegedienst spricht von Heimeinweisung? Du googelst die Wirkung von Medikamenten und glaubst es mit dem Fachwissen der Ärztin aufnehmen zu können? Sprich sofort mit dem Hausarzt und dem behandelnden Facharzt, damit die sich kümmern. Die gibt es doch sicher, sonst würde ja kein Mediplan existieren. Deine Aufgabe ist es die richtigen Leute in die Verantwortung zu nehmen, die den Klienten und Dich dann beraten, wie es am besten weiter geht. Wenn Dein Klient jetzt noch im Krankenhaus ist, dann zieh auf jeden Fall den Krankenhaussozialdienst hinzu, damit die ein ordentliches Entlassmanagement auf den Weg bringen. Das Krankenhaus hat dafür zu sorgen, dass mit Entlassung alle nötigen Hilfsmittel, angemessene Versorgung und ggf. ein Heimplatz zur Verfügung steht. |
|
|
|
|
|
#8 |
|
Forums-Azubi-Anwärter
Registriert seit: 11.05.2017
Beiträge: 25
|
Hallo Marsupilani,
danke für die ausführliche Antwort. Es geht mir momentan aber vor allen Dingen darum zu wissen, ob ich rechtliche Schritte wegen der falschen Medikamentengabe einleiten muss oder nicht. LG Noemi |
|
|
|
|
|
#9 | |||
|
Gesperrt
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 14,097
|
Zitat:
Das KH bittet den Betreuer um den aktuellen Mediplan nachdem eine Pflegerin die Betreute ins KH zur Neueinstellung gebracht hat?? Was kann man denn "einstellen" wenn man nicht weiss was vorher angesetzt war? Der Pflegedienst bringt Kunden ohne Überleitungsbogen ins KH? Na Danke! ![]() Zitat:
Irre, völlig irre oder irgendwas ist hier völlig falsch geschildert. Zitat:
Die Dame soweit wiederherstellen lassen und dann sehen ob die Versorgung zu Hause machbar- und vor allem vertretbar ist. Für mich würde das, nach allem was hier von dem Pflegedienst steht heissen, diesen als erstes auszuwechseln. Ob man in dem ganzen Durcheinander jemand haftbar machen oder verklagen könnte ist mir momentan einfach gar nicht ersichtlich, wäre aber auch nicht mein vordringlichstes Problem. |
|||
|
|
|
|
|
#10 |
|
Gesperrt
Registriert seit: 18.02.2015
Beiträge: 93
|
An der Geschichte ist überhaupt nichts mehr plausibel.
Dass in der Gerontospsychiatrie (?) einfach Medikamente ins Blaue gegeben werden, ohne eine ordentliche Anamnese durchzuführen, um sich dann zu wundern, halte ich für eine Urban Legend, um es nicht drastischer auszudrücken. Es ist allerdings durchaus normal, dass im Krankenhaus ein neuer Medikamentenplan erstellt wird, was naheliegt, denn die Einweisung könnte ja die Folge davon sein, dass der alte nicht funktioniert hat. Aber ok, wenn das Krankenhaus so gefährlich ist, dann lassen wir die Dame eben mit ihrer Demenz alleine in ihrer Wohnung.
|
|
|
|
![]() |
| Lesezeichen |
| Stichworte |
| falsche medikamente |
| Themen-Optionen | Thema durchsuchen |
| Ansicht | |
|
|