Dies ist ein Beitrag zum Thema Hetzerischer Beitrag bei "frontal" im Unterforum Off Topic Bereich , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
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Zitat von andy9118
@Garfield
2. Ich wollte und will keine politische Diskussion mit dir beginnen. Ich wollte lediglich eine ...
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#11 | |
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Berufsbetreuerin
Registriert seit: 29.03.2010
Beiträge: 1,595
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Der Grundpfeiler einer funktionierenden Demokratie ist es, nicht-faktenbasiert nach unten zu treten um Böses über andere Menschen zu verbreiten, das man weder belegen will noch kann, weil man den Hass, den man verbreitet, für eine Meinung hält?
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#12 | ||||||||||
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Berufsbetreuerin
Registriert seit: 29.03.2010
Beiträge: 1,595
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Ein solches Verhalten wirst du nicht verhindern können, so lange solche Modell möglich sind. Das ist zutiefst menschlich und im evolutionären Sinne vernünftig. Die Frage ist doch eher, warum diese Menschen sich auf einem derart niedrigen Level einrichten und wie man die, die mehr könnten, motiviert. Ein Schritt dazu wäre eine deutliche Steigerung des Mindestlohns. Zitat:
Verstehe den Kontext nicht ganz. Ärgern sich dann Leute, die den FS quasi geschenkt haben wollen? Zitat:
Warum die Frau aus ihrer Wohnung geflogen ist, wurde nicht erwähnt. Sie hatte wohl eine sehr problematische Beziehung. Die naheliegendste Vermutung ist, dass sie und/oder ihr Partner die Miete nicht bezahlt haben. Ich konnte mir bei ihrem Auftreten auch schwer vorstellen, dass häusliche Gewalt keine Rolle gespiel hat. Letztlich blieb es im Dunkeln. Ziemlich deutlich wurde aber: Die hatte gar nichts im Griff und hätte Hilfe gebraucht. In diesem Falle hätten die Sachbearbeiter im Jobcenter auf den Jobcoach hören können, der deutlich erklärte, dass er aufgrund des psychischen Zustands der Frau nichts mehr für sie tun konnte und Therapie empfahl. Natürlich ist keiner von denen Arzt, aber solche Hinweise, sind zumal wenn eine entsor. Lebensgeschichte dazukommt, ein Grund, die Leute zum Arzt zu schicken, um die Erwerbsfähigkeit zu überprüfen. Und natürlich geht das nicht zwangsweise, aber es gibt so viele, die würden der Aufforderung dazu nachkommen, wenn sie denn geäußert würde Zitat:
Beides wurde in diesem Fall nicht thematisiert. Noch so ein Beispiel für die unglaubliche Oberflächlichkeit der Sendung. Aber mal angenommen, sie ist au krank, möchte aber nicht in Psychotherapie. Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung zur Psychotherapie und davon abgesehen, "repariert" eine solche Therapie einen Menschen nur in den seltensten Fällen. Die Folgen frühkindlicher Vernachlässigung, von Milieuschäden oder schweren Suchterkrankungen, um nur einige Ursachen zu nennen, kriegst du mit einer Psychotherapie nicht in den Griff. Zitat:
Du hast das bürgerliche Arbeitsethos vermittelt bekommen. Das ist genau das, was ich meinte, als ich schrieb, dass ich nie erlebt habe, dass solche Menschen dauerhaft arbeitslos bleiben, wenn nicht eine schwere Erkrankung eintritt. Zitat:
Zitat:
Ich ehrlich gesagt nicht, denn ich denke, es sind ganz andere, die großen Schaden an der Gesellschaft anrichten. Ich habe angesichts des alltäglichen Wahnsinns der Mächtigen keine Energie übrig, um mich über diese kleinen Zecken aufzuregen. Zitat:
Eine der größten Ungerechtigkeiten und Unmenschlichkeiten überhaupt, meiner Meinung nach. Wenn ich Königin von Deutschland wäre, würde ich als erstes dafür sorgen, dass diejenigen, die wirklich nicht mehr können, ein armutsfestes Auskommen erhalten. Zitat:
Das ist m.E. ein ganz großer Fehlschluss. Das Geld ist über Jahrzehnte konsequent nach oben verteilt worden. Da musst du es suchen. Zitat:
Da gebe ich dir Recht. Aber es ist erst recht keine Lösung, diejenigen, die sich die Mittel beschafft haben, die dem Staat und der normalen Bvölkerung fehlen, aus der Verantwortung zu nehmen. Es ist so leicht, Hass auf die paar Totalverweigerer zu schieben - die kennt man, das kann man sich alles super vorstellen - und so anstrengend, sich darüber zu informieren, wohin das große Geld verschoben wird. Deshalb haben die rechten Hetzer so leichtes Spiel. Sie setzen sehr erfolgreich auf die Bequemlichkeit der Masse. |
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#13 | |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 03.12.2017
Ort: Berlin
Beiträge: 152
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Jeder kann nachlesen, dass ich mit dem demokratischen Grundpfeiler das Respektieren anderer Menschen Meinung meinte. Ich klinke mich hier aus, dass ist mir zu blöd und muss ich mir nicht geben. |
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#14 | |
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Berufsbetreuerin
Registriert seit: 29.03.2010
Beiträge: 1,595
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Ist es neuerdings verboten, Textpassagen zu zitieren, auf die man sich bezieht? Dein Beitrag steht nur wenige Postings über meinem. Er wird in seiner Vollständigkeit kaum jemandem entgehen, der sich dafür interessiert. Es ist doch erstaunlich, wieviel Wert du auf einmal darauf legst, dass die originale Quelle vollständig wiedergegeben wird, und dass obwohl sie für jeden unmittelbarer ohne jeden Aufwand verfügbar ist. Jetzt überleg mal, was das über die Art und Weise, in der die Rezeption dieser sog. Dokumentation mehrheitlich erfolgen wird, aussagt. Dort steht die vollständige Darstellung nicht direkt daneben. Es bedeutet viel Recherchearbeit und Willen zur kritischen Auseinandersetzung damit, wenn die Konsumenten einen objektiven Zugang zur Thematik erlangen sollen. Das werden die wenigsten tun. Du selbst vertraust ja nicht einmal darauf, dass sie deinen nur Millimeter entfernten Beitrag finden und lesen wollen. Du fühlst dich durch mich falsch zitiert und respektlos behandelt, allein aufgrund der Tatsache, dass ich nur die Passagen zitiert und kommentiert habe, die meiner Meinung kommentierenswert waren. Wie werden sich dann erst die Bürgergeldbezieher fühlen, die man nicht nur vermeintlich so verzerrt und unter Weglassung fast aller wesentlichen Angaben zum Kontext porträtiert hat? Du weißt doch offenbar ganz genau, was eine vollständige, objektiven Darstellung ist. Ich wollte in meinem Kommentar zu deinem Posting lediglich meine Meinung zum Ausdruck bringen. Die Doku jedoch nimmt für sich in Anspruch, informativ zu sein. Erkennst du den Unterschied? Ich glaube schon. Und trotzdem verlangst du von mir päpstlichen zu sein als der Papst, wenn es um dich geht, stellst aber weder an einen öffentlich-rechtlichen Sender noch an deine eigenen Äußerungen irgendwelche Anforderungen in Bezug auf Faktentreue, Quellenbezüge und Vollständigkeit. Das mit dem Respekt nehme ich dir darum nicht ab. Geändert von Garfield (21.08.2025 um 23:39 Uhr) |
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#15 | |
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Routinier
Registriert seit: 29.11.2009
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 1,306
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Moin, áuch das Jobcenter kann auf Hilfen nach § 16K SGB II hinweisen und gegebenenfalls im Rahmen einer Niederschrift einen Antrag entgegennehmen. Man muss es nur wollen. Der Leuchtturm |
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#16 | |
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Berufsbetreuerin
Registriert seit: 29.03.2010
Beiträge: 1,595
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Das könnte wahrer nicht sein. |
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#17 | |||
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"Nervensäge" vom Dienst
Registriert seit: 08.12.2008
Ort: Berlin
Beiträge: 1,066
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Auf diese Weise findet der Mächtige seine Schlupflöcher und auf die gleiche Art und Weise wird es "im Kleinen", aber mit vereinten Kräften versucht. Mein genereller Eindruck ist, dass zig Gesetze an sich sinnvoll, gar gerecht für alle gelten sollen. Nur diejenigen, die diese erarbeitet haben, übersehen div. Arten und Weise, wie etwas interpretiert oder mit "x" kombiniert wieder so angewendet werden kann, oder ein gewiefter Anwalt/Steuerberater/Beamter/whatever findet ein weiteres Schlupfloch und so wird dann aus jenem (theoretischen) Gesetz in der Realität, was es nicht werden soll(te). (Was ich meine ist vielleicht mit dem aktuellen Selbstbestimmungsgesetz & dem Fall Liebich vergleichbar, wo eine vermutlich nie zuvor erwogene Schwäche eines Gesetzes, gnadenlos ausgenutzt und der Gesetzgeber vorgeführt wird!) Zurück zum Bürgergeld: Ganz generell? Solange wir in Deutschland kein bedingungsloses Grundeinkommen haben, sehe ich jeden, der seinen BG-Antrag unterschreibt in der Pflicht, alles zu unternehmen, um seine Bedürftigkeit zu verringern oder zu beenden. Eben, weil es dort exakt und verständlich als Grundvoraussetzung für einen Bezug so steht! Daran würde auch ein höherer Mindestlohn nix ändern (den ich nicht per se ablehne!). Aber ein höherer Mindestlohn würde wieder zahlreiche Dinge verteuern, was für Menschen mit prekären, finanziellen Mitteln wieder richtig schlecht wäre. Wie lange dauerte es, bis die Gelder bei Pflegegrade erhöht wurden? 15 Jahre, richtig? 2024 war es so weit und 1 Tag, nachdem Herr Lauterbach stolz in die Kameras bekannt gegeben hatte, dass sich die Leistungen der Pflegeversicherung um ganze 4,5 % erhöhten, erhielt ich 1 Zettel von meinem Pflegedienst, dass durch die gestiegenen Kosten (als Erstes wurden da die gestiegenen Personalkosten genannt!) des vergangenen Jahres, sich ab 1.1. die Preise sämtlicher Leistungen erhöhten, im Schnitt um 5,5 %. So ergeht es mir als Pflegebedürftige aber jedes Jahr! Ja, schönen Dank auch! Alleine bis die div. Verteuerungen einer ML-Erhöhung durch eine RL-Mini-Erhöhung z.B. für die SGB12er aufgefangen würden, dürfte es Jahre dauern. Und dann heißt wieder Lohnabstandsgesetz, u.s.w.! Ein ewiger Kreislauf! Und das Thema "Regelsatz-Falle" fangen wir besser erst recht nicht an, oder? Aber ganz grundsätzlich: Wer (länger) krank ist/wird, wer Kinder nachweislich (ab 3J.) betreuen muss, noch zur Schule geht oder Angehörige bzw. Freunde nachweislich pflegt, sollte nicht wie der "normale" BG-Empfänger in derselben Statistik erscheinen, um deutlich zu machen, wie viele tatsächlich können! Das nämlich verzehrt sämtliche Zahlen und Interpretationen! Zitat:
Bei Jobangeboten, wo ein FS notwendig ist, sei es, weil die Öffis-Zeiten nicht zu den Schichtzeiten passen oder Auto fahren regelmäßiger Teil des Arbeitstages ist, kommt es immer wieder zu derartigen Forderungen. Schließlich wolle das Amt ja, dass man arbeiten gehe (durch das Jobangebot), ergo soll "das Amt" dem BG-Empfänger den FS ermöglichen! Bei alternativen Vorschlägen wie Fahrräder, Mopeds oder E-Roller wird stets aufs Wetter verwiesen, wodurch die Stelle als unzumutbar betrachtet wird! Schlägt jemand dann vor, derweil die durch einen (vermutlich leichter zu erlangenden) Minijob und/oder gar Ehrenamt verdienten, zusätzlichen Gelder in die FS-Ausbildung zu stecken, wird dieser jemand zur "Persona non grata" Ich erlebe da häufig sehr geringe "Flexibilität" und zugleich eine Anspruchshaltung (auf pünktliche Leistungen), die doch darauf fußt, dass die aufgehaltene Hand gegen die anonyme Menge (Steuerzahler) gestreckt wird! Würde sich dieselbe Anspruchshaltung konkret gegen Bekannte, Freunde und Familie richten, da würden so einige recht schnell "in die Pötte" kommen, weil ihnen das dann doch zu unangenehm wäre! Diese bekannte "Gemeinschaft" der man mit seiner eigenen Abhängigkeit regelmäßig in die Augen sehen müsste, wäre zunächst unterstützend, helfend und geduldig. Solange sich der Bedürftige auch sichtbar bemüht, wäre sein Unterhalt stets gesichert. Aber berechtigterweise würde nach und nach die Anspruchshaltung von Außen an den Hilfeempfänger getragen werden, zumindest IRGENDWAS zu machen, bis der Unterhalt selber verdient würde! Ein Verweigerer oder auch ein "Fauler" würde recht zeitnah ausgeschlossen werden; zuvor aber versuchsweise "richtig an die Kandare" genommen. Er/sie bekäme Arbeit zugewiesen, wo eine Mitarbeit quasi erzwungen würde. Damit die hilfsbereite Gemeinschaft nicht aus der Balance gerät & manipulativ ausgenützt! Und nichts anderes passiert auch auch hier! Zitat:
Bis man in D aus einer Wohnung fliegt, das dauert! Sogar wenn die Miete vom Amt "zweckentfremdet" wurde und so Mietschulden entstünden, springt das Amt auf Antrag häufig (oder immer?) ein, um die Wohnung zu sichern! Und was ist mit dem Vermieter? Ein priv. Vermieter der vielleicht durch die nicht bezahlte Miete seine Kreditrate nicht bedienen kann und so selber nach einer Weile in Schieflage gerät? Es gibt im Leben Pflichten, denen sich praktisch niemand entziehen kann! Kann ich mich wegen Krankheit nicht drum kümmern, dann brauche ich Hilfe. Bei der Frau habe ich durchaus auch "Defizite" wahr genommen, aber dass Miete bezahlt werden muss und welche Folgen kommen können, das war ihr sehr wohl bewusst! Soo eingeschränkt habe ich sie dann doch nicht wahr genommen! Sie war für mich aber auch kein "Typ" Totalverweigerer! |
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#18 | |||||||
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"Nervensäge" vom Dienst
Registriert seit: 08.12.2008
Ort: Berlin
Beiträge: 1,066
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Liegt da bei dir vielleicht ein bisschen "Betriebsblindheit" vor? NICHT böse gemeint! Zitat:
Zu meinen SGB2-Zeiten gab es noch keine Coachings und ich lese in erwähnten Foren beinahe unisono, dass jene Coaches auch nur Nutznießer der "Parallel-Industrie" seien, die seit und durch Hartz 4 & Nachfolger entstand. Somit gilt auch dort, dass denen nur ja nix von priv. Problemen oder gar Diagnosen erzählt werden soll. Zitat:
So sind Verläufe bei Erkrankungen oder vorige Wahrnehmungen bei "Kunden-Kontakte" allenfalls aus Akten nachzulesen, wenn sich überhaupt die Mühe gemacht wird, Infos von früheren Kollegen anzuschauen! Davon ab stelle ich mir aber auch die Frage, wieso die Frau nicht selber zum Arzt geht, um mit ihm zu sprechen und ggf. krankgeschrieben u.s.w. zu werden? Zitat:
Der Umkehrschluss kann aber auch nicht sein, dass dann wahlweise "auf Zuruf" und ohne konkrete Diagnose solche Menschen dann für länger oder gar dauerhaft (?) aus einer Verpflichtung herausgenommen werden. Du gibst dann diese Menschen auf! Du traust ihnen nix zu, keine Entwicklung, keine Ziele. Es hilft sicherlich eine Weile wie in Watte gepackt zu werden, je nach Erkrankung, aber dauerhaft? Ein Beispiel: Ich habe vor einigen Jahren eine Frau aus meiner Heimat kennengelernt, die über Facebook selbst gebastelte Schnullerketten, Glücksbringer etc. verkaufte. Durch mehrere Käufe kamen wir im Laufe der Zeit ins Gespräch: Schwierige Kindheit, mit 15 schwanger & 1stes Kind ohne Erzeuger, unter Zwang in die Mu-Ki, immer das JA im Rücken. Für viele schien ihre "Zukunft" bereits klar .... Sie hat es mit etwa 18 "kapiert", ging wieder zur Schule, machte ihren Abschluss, lernte bei einer Veranstaltung ihren Mann kennen. Zum Zeitpunkt, wo sich unsere Wege kreuzten, war sie Mitte 20, mit dem 2ten gemeinsamen (also ihrem 3ten) Kind hochschwanger und die gesamte Familie im SGB2. Dass sie nicht arbeiten gehen konnte, war klar, aber weil das Geld so knapp war, suchte sie etwas, was sie machen konnte, um die Haushaltskasse aufzubessern. (Angemeldet natürlich!). Bis hierhin hatte auch ich Vorurteile und steckte sie in gedanklich in eine total falsche Schublade! Von dem zusätzlichen Geld hat sie übrigens später auch ihren FS bezahlt. Ihr Mann suchte und suchte und fing letztlich als Postbote an! Als das jüngste einen Kitaplatz bekam, ging auch meine Bekannte zur Post als Botin. Kurz vor Corona sah sie bei einer Veranstaltung einen Stand der Bundeswehr, informierte sich und beschloss, sich dort zu bewerben. Heute ist sie bei der Bundeswehr, fertig ausgebildet und zuständig für die technische Ausrüstung der Sanitäter (mir fällt grad der offizielle Begriff nicht ein). Beim Bund hat diese zierliche Frau, kaum größer als "eine abgebrochene Parkuhr" sogar alle weiteren Führerscheine gemacht, zuletzt den für die richtig großen LKWs mit Anhänger! Absolut respektabel! Ihr Mann ist innerhalb der Post mit Weiterbildungen immer weiter aufgestiegen. Beide begannen stets als Quereinsteiger! Ihr Erstgeborener wird demnächst volljährig und mein letzter Stand ist, er will nach seinem Abi immer noch zum Bund! An ihre Vergangenheit erinnert allenfalls noch früher Gebasteltes oder Fotos, aber problembehaftetes Aufwachsen MUSS nicht immer nur 1 Richtung kennen! Mir ist klar, dass das (leider) eine Ausnahme sein dürfte und einige Faktoren wie "zur richtigen Zeit am richtigen Ort" u.s.w. auch eine Rolle spielen. Zitat:
Die Alternative wäre eine Revolution, vielleicht gar ein Bürgerkrieg, was hoffentlich niemand wirklich will für uns in Deutschland. Wobei dies womöglich noch drohen könnte, falls eine gewisse Partei, die in Teilen als gesichert rechtsradikal eingestuft wird, nach der nä Bundestagswahl, mithilfe einer Umfaller-Partei, den Regierungsauftrag erhält. Zitat:
Wieso sollte man gerade die (vermeintlich "Kleinen") davon kommen lassen? Dann sind die Ehrlichen noch mehr die "Dümmeren". Oder würden es ihnen gleich tun. Wenn Termine beim SB über Jahre ignoriert werden, was fändest du denn da angemessen als Reaktion? So, wie die Gesetze aktuell sind? Und wer von uns hat aktuell die reale Möglichkeit, dies zu verändern? Ich nicht, so viel ist mir klar. Ich kenne auch niemanden, der wirklich was verändern könnte. In letzter Zeit frage ich mich dagegen häufig, ob z.B. jene, die lediglich "bei sich" bleiben und keinerlei Nachrichten verfolgen (und somit keine bzw. weniger "investigative Infos"/Hetzereien etc. konsumieren), ein weniger belastetes Leben führen. Eben durch die Ahnungslosigkeit. Zitat:
Final und perfektioniert findet aber alles erst statt, sobald es einen Browser für die Faxgeräte in den Ämtern gibt.
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#19 | |||||||
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Berufsbetreuerin
Registriert seit: 29.03.2010
Beiträge: 1,595
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Das ist einfach die Natur von Gesetzen. Das ist nicht zu ändern. Gesetze sind abstrakt-generelle Regelungen für für eine Vielzahl von Sachverhalten und Personen. Einzelfallgesetze verbietet unser Grundgesetz. Zitat:
An wen richtet sich dieses "schönen Dank auch"? Tatsache ist: Die Löhne der Pflegekräfte sind in den letzten Jahren überproportional gestiegen. Tatsache ist aber auch: Das ist ein Knochenjob, der zudem sehr viel Wissen erfordert, emotional hochgradig belastend ist und sehr auf Kosten des Privatlebens und der eigenen Gesundheit geht, da mit Schichtarbeit und einer ständigen Mangelbesetzung verbunden. Die Löhne in der Pflegebranche waren vor 10 Jahren noch ein schlechter Witz. https://www.tagesschau.de/wirtschaft...tatis-100.html Ich sehe die Problematik, die du beschreibst. Die Lösung kann jedoch weder unter dem Aspekt sozialer Gerechtigkeit noch angesichts des anhaltenden Pflegenotstands die sein, dass man ausgerechnet die Gehälter dieses Berufsfeldes kleinhält. Wenn du das machst, hast du am Ende nicht nur eine teure Pflege, sondern gar keine mehr. Zitat:
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Das Führerschein-Thema ist nicht meins. Lass sie doch quengeln. Zitat:
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In Wirklichkeit ist es viel komplizierter. Das führt hier aber zu weit. Zitat:
Du würdest dich wundern, wie oft rechtliche Betreuer damit konfrontiert werden, dass ein Betreuter (sehr häufig jemand, den man gerade übernommen hat) seine Wohnung zu verlieren droht? Natürlich wissen auch einfach gestrickte Leute, dass man seine Miete bezahlen muss. Sie wissen allerdings sehr häufig nicht, dass man eine Mietschuldenübernahme beim Amt beantragen kann. Wenn sie es wissen, kommen sie oft nicht mit dem Papierkram klar. Ich habe mehrfach erlebt, dass sogar Angehörige, die einem normalen Beruf nachgingen und in einem Falle ein Angehöriger, der zum rechtlichen Betreuer bestellt worden war, damit völlig überfordert sind. Von der Unfähigkeit, mit Geld umzugehen, Sozialleistungen zu beantragen, Suchterkrankungen bis hin zu Psychosen/Depressionen oder schlicht Bildungsmängeln und der berühmten erlernten Hilflosigkeit war an Gründen alles dabei, um in eine solche Situation zu geraten. Und das sind nur die Leute, die irgendwann als so krank diagnostiziert wurden, dass eine rechtliche Betreuung eingerichtet wurde. |
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#20 | ||||
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Berufsbetreuerin
Registriert seit: 29.03.2010
Beiträge: 1,595
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Ich glaube nicht. Wer kann, hilft sich in so einer Situation selbst oder gerät erst gar nicht hinein. Diese Frau, danach gefragt, was sie den ganzen Tag macht, sagte dass sie die Wohnung putzt. Keine gesunde Reaktion m.M.n., wenn man in so einer Lage steckt. Das ist mehr so ein Verhalten, das jemand an den Tag legt um sich selber zu versichern, dass er/sie wenigstens irgendetwas unter Kontrolle hat und Wirkung erzielen kann. Bzgl. häuslicher Gewalt handelt es sich natürlich um Spekulation, die durch das Auftreten dieser Frau angeregt wurde und aufgrund der Erfahrung, dass sich manipulative, kontrollsüchtige Männer gerne diesen Typus aussuchen, der kaum Selbstbewusstsein zeigt. Zudem war ja von Partnerschaftsproblemen die Rede. Zitat:
Das sehe ich auch so, denke aber, dass dennoch einzelne Coaches fachlich kompetent und persönlich engagiert sein können, mit einem echten Interesse daran, ihren Klienten zu helfen. Ich finde, dass es im Grunde eine gute Idee ist, diesen Menschen jemanden zur Seite zu stellen. Ich fürchte nur, dass bei den Auftraggebern in der Regel überhaupt keine Vorstellung davon gegeben ist, welche Folgen z.B. aus frühkindlicher Vernachlässigung oder auch anderen Ursachen entstehen, die die Arbeitssuchenden in vielen Fällen nicht einmal kommunizieren können, weil sie ihnen nicht bewusst sind. Ein Coach kann ein paar Skills vermitteln, aber noch weniger als ein Therapeut grundlegende Defizite ausbügeln. Zitat:
Weil sie dafür die Fähigkeit bräuchte zu erkennen und zu verbalisieren, was mit ihr nicht stimmt sowie die Fähigkeit, dies einem Arzt zu kommunizieren. Es ist kein Zufall, dass es einen Zusammenhang zwischen sozialer Schicht und der Inanspruchnahme von Psychotherapie gibt. https://www.die-inkognito-philosophi...sche-beziehung Zitat:
Klar, das habe ich ja mit anderen Worten selbst schon angesprochen. Das ist der Grund, warum ich es als rechtliche Betreuerin mehrfach nicht forciert habe, dass jemand ins SGB XII wechselt. Was mir aber in deinen Beiträgen völlig fehlt: Ein näherer Blick auf die sozialen Schichten, die über Geld verfügen und die sich viel stärker an gesellschaftlichen Kosten beteiligen müssten. Das Bürgeldempfänger-Gebashe, das fröhliche Urständ feiert, seit die neue Regierung ihre Tätigkeit aufgenommen hat, ist aus meiner Sicht ein reines Ablenkungsmanöver, damit sich für diese Leute bloß nichts ändert. Allein die Tatsache, dass wir haben einen Kanzler haben, der behauptet, behauptet, die Vermögensteuer sei generell verfassungswidrig und dürfe darum nicht erhoben werden, sagt doch alles. Man kann sich nur noch fragen, ist der Mann wirklich derart inkompetent und wenn ja, hat er sich seine Examina irgendwo erschlichen oder lügt er ohne jede Hemmung die Bürger an? Wenn solche Leute, die auf Anfrage zugeben mussten, dass ihnen über den Sozialbetrug, über den sie so gern schwadronieren, noch nicht einmal Zahlen vorliegen, habe ich nur noch Verachtung übrig. |
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