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Essen gehen zu teuer

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Hallo @Jungbrunhilde: Eigentlich wollte ich aufhören zu meckern. Aber zum Buffet: hat sich erledigt mit günstig. So doof sind die ...


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Alt 08.01.2026, 23:49   #21
Ehrenamtlicher Betreuer
 
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Hallo

@Jungbrunhilde:

Eigentlich wollte ich aufhören zu meckern. Aber zum Buffet: hat sich erledigt mit günstig. So doof sind die auch nicht, zumindest der Chinese etwas weiter weg war bisher sehr anpassungs- bzw. preiserhöhungsfreudig.

Erst wurde eine Strafgebühr von 2,50 Euro eingeführt, wenn auf dem Teller etwas übrig blieb, was mehr wog als eine Peperoni.

Dann wurden die Preise natürlich jährlich erhöht. Feist wurde es immer zu Weihnachten. Das Weihnachtsbuffet war in der Auswahl eingeschränkt, dafür angeblich höherwertige Speisen (haha). Von Jahr zu Jahr wurde der Preis gleich um 5 Euro erhöht.

Na ja, irgendwann wird es rein mathematisch ja fast günstiger. Von 20 Euro auf 25 Euro ist prozentual mehr als von 100 auf 105 Euro ca. im Jahr 2033, wenn das mit der Inflation so weiter geht. Insofern ist ja alles gar nicht so schlimm.

Inflationäre liebe Grüße

Andreas
AndreasLübeck ist offline  
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Alt 09.01.2026, 12:03   #22
Routinier
 
Registriert seit: 20.12.2018
Ort: im Weserbergland (NRW/Ostwestfalen-Lippe)
Beiträge: 1,156
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Aber Sprit kostet ja auch zu Stoßzeiten mehr. Und bspw. an Weihnachten hätte ich keinen Bock da als Koch oder Kellner für die übliche Knete anderen (sei's dem gemeinen Pöbel oder der snobben upper-class) die Teller auf- und abzuräumen und mir einen erzählen zu lassen, dass früher schließlich mehr Lametta (aufm Teller) war. In den (dann zumindest temporär) erhöhten Preisen ist das dann eben inkludiert. Muss man mit leben, wenn man @home nicht kochen kann, will, mag, muss...

Gilt im Prinzip auch für außerhalb von Weihnachten. Wenn ich einen Jockel haben will, der für mich (im besten Fall reichlich und lecker) kocht, einen anderen, der mir den Tisch deckt und abräumt und mir zwischendruch noch meine Drinks liefert, dann muss ich eben blechen. Welcher Anteil dabei nun wofür ist, ist doch scheißegal.

Genüssliche Grüße von Florian

@Leuchtturm: Ich habe auch 'ne Streuobstwiese im Garten. Schönes Bild jetzt im Schnee, ne... Und ja, viell. ist Demut eine Folge der ganzen (progressiv-vielbeschworenen) Misere. Ist doch Wahnsinn, auf welchem Niveau viele (nicht alle, völlig klar!) klagen. Jeder konnte sich seit den 1990ern plötzlich (vermeintlich) alles leisten - eine große Täuschung! Ich denke da bspw. oft an irgendwelche zuvor teuren Dekostücke, sonstwas, die man für viel Geld (aber eben auch von einer gewissen Qualität/Wertigkeit) bspw. im guten alten Haushaltswarenladen kaufen konnte. Und dann kamen bspw. die "Postenbörsen", alles für nen Euro. Der Rest ist Geschichte...Oder auf einmal (bis heute) meinten alle Scampi und sonstwas für 'n Appel und 'n ei futtern zu müssen, obwohl nur Proletariat. Bei dem ganzen Inflationshype muss man mitdenken, in welcher Gesellschaft wir (bislang) lebten und leben und welche wir wollen...Inflation reguliert eben u.a. auch (und nicht zuletzt) die seit einigen Dekaden völlig entgleisten Klassenunterschiede.

@BBD: Rotwein und Lümmeltüten, echt? Die machen sich's schön, egal was die Pulle kostet. Und wir ScheißhauspapierJa geil, spricht tatsächlich für sich...Und ich Pfiffikus hab' auch damals einen Tag vorm großen Knall (moderat) hauptsächlich Klopapier gekauft, obwohl Opa Franzose war.
Florian ist offline  
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Alt 09.01.2026, 13:06   #23
Routinier
 
Benutzerbild von Leuchtturm-H
 
Registriert seit: 29.11.2009
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 1,306
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Zitat:
Zitat von Florian Beitrag anzeigen
@Leuchtturm: Ich habe auch 'ne Streuobstwiese im Garten. Schönes Bild jetzt im Schnee, ne... Und ja, viell. ist Demut eine Folge der ganzen (progressiv-vielbeschworenen) Misere.
Moin,

ich persönlich bin auf einen kleinen landwirtschaftlichen Betreib großgeworden. Bei uns kam keiner auf die Idee, Essen zu gehen, schon wegen der Qualität der Lebensmittel zu Hause.

Essen gehen mag heute ein Luxus sein, aber was ich kritischer sehe, ist die in allen Bereichen abnehmende Lebensmittelqualität. Das ist mit früher nicht zu vergleichen.

Es mag an der Luftbelastung, dem heutigen Pflanzenschutz oder auch an der aktuellen Düngung liegen. Vielleicht sollten wir uns aber auch von der Massenpflanzenhaltung verabschieden. Aber das ist dem Erzeugungsdruck geschuldet.

Ich kann eines behaupten: Früher schmeckten die Lebensmittel besser oder soll ich natürlicher sagen?

Der Leuchtturm
Leuchtturm-H ist offline  
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Alt 09.01.2026, 14:40   #24
Routinier
 
Registriert seit: 20.12.2018
Ort: im Weserbergland (NRW/Ostwestfalen-Lippe)
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Zitat:
Zitat von Leuchtturm-H Beitrag anzeigen
Ich kann eines behaupten: Früher schmeckten die Lebensmittel besser oder soll ich natürlicher sagen?

Der Leuchtturm
Sehe ich auch so. Ich weiß gar nicht, ob die heutigen Lebensmittel, v.a. auch Gemüse, Obst, Getreide usw. die gleichen Konzentrationen an Mikronährstoffen, Vitaminen usw. enthalten wie früher. Letztens noch mit einer Ökotrophologin genau darüber gesprochen, die arbeitet in einer größeren Klinik, spezialisiert auf Darm, Ernährungsberatung...Angeblich substituierten viele der Kollegen dort dauerhaft mit Nahrungsergänzungsmitteln. Wurde ja eigentlich immer für nicht erforderlich oder gar gefährlich gehalten in der Vergangenheit. Aber viell. sieht das bei abnehmender Lebensmittelqualität mittlerweile und v.a. zukünftig ganz anders aus. Aber das führt zu weit hier MfG vom Florian
Florian ist offline  
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Alt 09.01.2026, 15:06   #25
Berufsbetreuer
 
Registriert seit: 30.07.2007
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 2,810
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Das mit den Preisen im Restaurant ist eine Sache. Noch "unverschämter" erscheinen die Preise in den meisten Bäckereien und Cafes, z.B. ein (kleines) Stück Torte für 4,00 Euro aufwärts oder "Luftbrötchen" ab 70 Cent und Brezel ab 1,50 Euro, von süßen Teilchen mal ganz abgesehen. Dagegen wirken die meisten anderen Konsumgüter vergleichsweise billig.
Aber kein Mensch wird gezwungen öfters Essen zu gehen. Selber kochen und backen kann jeder oder man kann es leicht lernen und gesünder ist es auch noch.

mfg
__________________
Optimismus ist nur ein Mangel an Information
(Heiner Müller)
carlos ist offline  
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Alt 09.01.2026, 16:17   #26
Routinier
 
Registriert seit: 20.12.2018
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Zitat:
Zitat von carlos Beitrag anzeigen
Selber kochen und backen kann jeder oder man kann es leicht lernen und gesünder ist es auch noch.

mfg
Das sagst Du so...wenn ich hier anfangen würde zu kochen dann gnade uns Gott Außer Butterbrot, das klappt schon.
Florian ist offline  
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Alt 09.01.2026, 17:43   #27
Routinier
 
Benutzerbild von Leuchtturm-H
 
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Ort: Niedersachsen
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Zitat:
Zitat von carlos Beitrag anzeigen
und gesünder ist es auch noch.

mfg
Das bezweifel ich allerdings. Lebensmittelerzeugung ist hochindustriell geworden. Und der Kunde ist erfolgreich trainiert worden, Lebensmittel nach Ökosiegel und anderen Stempel und Märchenerzählungen zu beurteilen, egal was wirklich drinsteckt oder dahinter steckt. Dann noch der vegane Irrglaube, man würde kein Tierleid erzeugen.

Ich weiss, warum ich Bio und Vegan meide.

Aber wie mein Opa schon bei zweitklassigen Erzeugnissen sagte: Pack es schön ein und bringt es in die Stadt, die kaufen das.
Leuchtturm-H ist offline  
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Alt 09.01.2026, 19:57   #28
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Moin moin


Ist schon interessant, hier im Forum über das Essen zu diskutieren.
Ob die Nahrungsmittel früher besser waren? Meine Eltern hatten einen Garten und an Gemüse oder Marmelade mußte nichts zugekauft werden. Muttern konnte gut kochen und am Essen gab es nichts auszusetzen. Vergleiche mit damals kann ich deshalb heute nicht ziehen.


Aber heute ist es schon ein Unterschied, ob ich frische Lebensmittel im Supermarkt, im Bioladen, bei Bauern direkt, auf dem Markt oder beim Biobauern direkt kaufe. Bio ist da schon deutlich leckerer. Aber auch das kann mit den Sachen aus dem eigenen Garten nicht mithalten. Und meine Liebste ist keine Profigärtnerin.
Da wundert es mich schon, dass die eigenen Sachen die besten sind.


Meine Job (und Vergnügen) ist da mehr das Kochen. Und ich habe auch schon gemerkt, dass wir in den letzten Jahren deutlich weniger auswärts Essen gegangen sind.


Zur Preisentwicklung:
Wir führen seit zig Jahren ein Haushaltsbuch. Das witzige ist, dass zur Umstellung von der DM auf den Euro haben alle über die Teuerung geschimpft. Ja, in vielen Restaurants wurde das DM-Zeichen durch das €-Zeichen ausgetauscht und die Zal davor kaum verändert. Aber bei den Lebensmitteln im Handel hat der Währungswechsel einigermaßen gepaßt. Wir haben auf das ganze Jahr gesehen nicht mehr ausgegeben, als vorher (und dabei korrekt in € umgerechnet).
Seit Corona und dem Krieg in der Ukraine gab es auch ein interessante Entwicklung: Die Lebensmittel wurden zuerst in normalen Handel teurer. 2022 war dann ein deutlicherer Sprung zu verzeichnen. Der Bio-Handel hat erst Ende 2023 und in 2024 nachgezogen. Im letzten Jahr kam dann noch mal eine Kelle dazu, während der herkömmliche Lebensmittelhandel nicht mehr so stark teurer geworden ist. Billiger wird ja eh nix.


Es ist schon urig die eigenen Ausgaben mit dem zu vergleichen, was so in der öffentlichen Stimmung verbreitet wird. Da gibt es durchaus Unterschiede in der Wahrnehmung. Deshalb mag ich mich gar nicht von dem öffentlichen Getöse beeindrucken lassen. Eher: Schaun mer mal...


Ein schönes und leckeres Wochenende wünscht


Imre
__________________
Fehler sind dazu da, um sie zu machen
und daraus zu lernen.
Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen.
Imre Holocher ist offline  
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Alt 09.01.2026, 21:05   #29
Routinier
 
Benutzerbild von Leuchtturm-H
 
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Zitat:
Zitat von Imre Holocher Beitrag anzeigen
Bio ist da schon deutlich leckerer.
Da bin ich nicht der gleichen Meinung. Ein Standartmittel für Pflanzenschutz im Ökolandbau ist Kupfer. Zulässig in der EU sind 6Kg auf einen ha.

Als Spurenelemente absolut wichtig. Ansonsten ein Schwermetall, welches bleibende Schaden sowohl bei der Flora und Fauna und dem Konsumenten hinterlässt.

Frag mal ein Schäfer ob er seine Schafe auf solch schöne Öko-Wiese bringen würde.

Aber wir sind eh zu viele Menschen auf dem Planeten und auf den zukünftig töten Böden stellen wir eben Windräder auf. Zumindest einen Vorteil von Bio.
Leuchtturm-H ist offline  
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Alt 10.01.2026, 09:15   #30
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Zitat:
Zitat von Imre Holocher Beitrag anzeigen
Aber heute ist es schon ein Unterschied, ob ich frische Lebensmittel im Supermarkt, im Bioladen, bei Bauern direkt, auf dem Markt oder beim Biobauern direkt kaufe. Bio ist da schon deutlich leckerer. Aber auch das kann mit den Sachen aus dem eigenen Garten nicht mithalten.
Da bin ich ganz bei Dir, wenn auch subjektiv, gerade das eigene Gemüse/Obst aus dem Garten. Das schmeckt halt immer besser, jedenfalls meins. Aber mein Eindruck ist schon auch, dass (gutes) Bio schon oft besser schmeckt...Vermutlich wird sich das auch in den enthaltenen Nährstoffen usw. auch nach wie vor widerspiegeln. @Imre: Dein Haushaltsbuch ist schon aufschlussreich, echt interessant! Habe ich auch immer so wahrgenommen, dass der Teuro kein Teufelswerk (einer geheimen kinderblutkonsumierenden Elite) war und ist. Aber weltweit werden noch viele Millarden DM gehortet, manche hoffen wohl noch

Zum Kupfer von @Leuchtturm: Ja, grds. richtig, das wird genutzt. Und ich stimme Dir zu, dass Bio unter Druck geraten ist und langfristig qualitativ zunehmend leiden wird. Ich futter seit 25 Jahren zu 95 % Bio, beim letzten Labor Anfang 2025 hab' ich dann tatsächlich mal u.a. Kupfer mittesten lassen. Alles super, im Mittelfeld. Jedenfalls im Mittelfeld der angegebenen Referenzwerte und Empfehlungen. Mir macht da aktuell mehr die seit Jahren zunehmende Kommerzialisierung Sorgen. Die kleinen Bioläden (teilw. seit Mitte der 1970er am Markt, echte Pioniere mit ganz viel Wissen) machen reihenweise dicht, Supermarkt u. Discounter übernehmen, die Qualität wird darunter mittel- u. langfristig leiden, klar. Hab' kürzlich von einem solchen Pionier gehört, dass sogar Völkel bald evtl. bei Aldi im Regal stehen wird, Verhandlungen laufen. Naja, so ist das alles...
Florian ist offline  
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