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MGleiss 12.12.2017 17:53

Nachlassangelegenheiten
 
Hallo Zusammen,

die Ehefrau meines Betreuten ist verstorben. Bei Betreuungsbeginn wurde alle Konten getrennt. Die verstorbene Ehefrau hat eine bevollmächtigte Tochter.

Das Nachlassgericht möchte nun von mir ein ergänzendes Vermögensverzeichnis hinsichtlich des Nachlasses insgesamt.

Wie bekomme ich denn Auskunft bei den Banken?

Danke
Maren

Imre Holocher 12.12.2017 18:06

Moin moin

Wenn testamentarisch nichts anderes festgelegt ist, dann sind dein Betreuter und die Tochter die Erben.
Da die Tochter eine Vollmacht hatte, kannst Du sie fragen, ob diese über den Tod der Mutter hinaus gültigkeit hat. Es ist sowieso angezeigt, sich mit der Tochter zusammenzusetzen und ein Nachlassverzeichnis zu erstellen, da sicherlich auch das Finanzamt gerne wissen möchte, ob nicht Erbschaftssteuer anfällt.

Zumindest kommst Du so an ein Nachlassverzeichnis und damit an ide Informationen, die das Betreuungsgericht gerne haben möchte.
Dort will man natürlich wissen, wie hoch der Erbanteil des Betreuten ist und in welcher Höhe sein Vermögenvergrößert wird.

MfG

Imre

MGleiss 12.12.2017 18:46

Danke Imre.

Ja, die Vollmacht gilt über den Tod hinaus. Somit müsste die Tochter an die Bankdaten/Konten kommen. Weisst du zufällig zu wann dieses Nachlassverzeichnis erstellt werden muss? Zum Todestag? Da schreibt das Nachlassgericht nichts.

Ich danke Dir!!!
Gruß
Maren

Imre Holocher 13.12.2017 16:25

Moin moin

Der Stichtag für das Nachlassverzeichnis ist der Todestag.
Bei jedem anderen Datum wäre doch die Garantie für die Veruntreuung von Nachlässen gleich mitgewährleistet...

MfG

Imre

MGleiss 13.12.2017 16:59

Ich verstehe nicht warum das Nachlassgericht das Vermögensverzeichnis zur verstorbenen Ehefrau meines Betreuten nicht von der bevollmächtigten Tochter anfordert:

1. Sie ist bevollmächtigt über den Tod hinaus
2. Sie hat Zugang zu allen Konten
3. Sie kennt die Vermögensgegenstände bestens und hat Zugang zu diesen.

Für das Vermögensverzeichnis werde ich die Kontobelege benötigen und diese muss ich nun bei der Tochter einsammeln (die verstorbene ist sehr Vermögend und hat mindestens 3 Konten und ein Depot).

Danke und Grüße
Maren

agw 13.12.2017 17:24

Zitat:

Ich verstehe nicht warum das Nachlassgericht das Vermögensverzeichnis zur verstorbenen Ehefrau meines Betreuten nicht von der bevollmächtigten Tochter anfordert:
Dann frag halt beim Nachlassgericht nach, vielleicht ist dort eine Vollmacht nicht bekannt.

Fara 14.12.2017 08:50

Zitat:

Zitat von MGleiss (Beitrag 108788)
Ich verstehe nicht warum das Nachlassgericht das Vermögensverzeichnis zur verstorbenen Ehefrau meines Betreuten nicht von der bevollmächtigten Tochter anfordert:

1. Sie ist bevollmächtigt über den Tod hinaus
2. Sie hat Zugang zu allen Konten
3. Sie kennt die Vermögensgegenstände bestens und hat Zugang zu diesen.

Für das Vermögensverzeichnis werde ich die Kontobelege benötigen und diese muss ich nun bei der Tochter einsammeln (die verstorbene ist sehr Vermögend und hat mindestens 3 Konten und ein Depot).

Danke und Grüße
Maren

1. siehe agw: Vielleicht weiß das Nachlassgericht nichts von der Vollmacht.
2. Der Betreute ist der Ehemann. In der Regel wendet man sich erst an die Ehegatten, dann an die Kinder.

MGleiss 18.12.2017 08:44

Ich habe mit dem Nachlassgericht gesprochen.

Der Ehemann, den ich Betreue, ist der Rechtsnachfolger. Daher bin ich zuständig, da ich den Ehemann betreue. Klingt logisch für mich. Da die Tochter eine Vollmacht über den Tod hinaus hat, muss ich zudem die Kontoauszüge kontrollieren, ob eventuell Abbuchungen vorgenommen wurden, die in das Vermögen der bevollmächtigten Tochter gingen. Auch das noch!

Nun klappere ich alle Banken ab und versuche dort die Kontobelege zu erhalten.

Imre Holocher 18.12.2017 20:39

Moin moin

Da die Tochter nicht die Bevollmächigte Deines Betreuten ist, kannst Du ihre Vollmacht auf dem Konto knicken. Falls der Verdacht bestehen sollte, dass sie Gelder veruntreut hat oder nicht ordentlich mitspielen will, wäre das umgehend angezeigt.

MfG

Imre


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