Dies ist ein Beitrag zum Thema Private Adresse im Unterforum Sachkundenachweis und Registrierung ab 2023 , Teil der Situation der Betreuer/innen
Der Behörde bei der Registrierung in aller Deutlichkeit mitteilen, dass an das Gericht nur die Postfachadresse gesendet wird.
Wenn das ...
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#11 |
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Ich bin neu hier
Registriert seit: 09.06.2025
Ort: Hessen
Beiträge: 8
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Der Behörde bei der Registrierung in aller Deutlichkeit mitteilen, dass an das Gericht nur die Postfachadresse gesendet wird.
Wenn das so umgesetzt wird, sollten alle Beschlüsse über die Postfachadresse laufen. Und den Einwand mit Angst vorm Klientel kann ich gar nicht zustimmen. Für mich ist es ein großer unterschied, ob meine Privatadresse oder meine Büroadresse gegeben wird. Letzteres ist für mich in Ordnung. Das erste nicht. Wir haben nicht nur mit Betreuten, sondern auch mit Dritten in derem Kontext zu tun. |
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#12 |
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Forums-Azubi-Anwärter
Registriert seit: 14.06.2025
Ort: Südhessen
Beiträge: 29
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Das mit dem virtuellen Büro habe ich mir auch schon überlegt. Klingt auch nach einer guten Lösung für den Anfang. Leisten könnte ich mir das Büro zwar schon, aber unnötige Ausgaben kann und sollte man ja auch vermeiden. Das ganze dient ja nicht dem Spaß, sondern verdienen will man ja auch noch etwas. Längerfristig würde ich dann aber doch ein externes Büro bevorzugen, da ich Zuhause eben doch nicht so viel Platz habe. Ich habe zwar ein winziges Büro, aber das muss ich mir mit meinem Mann teilen.
Mein Mann hatte vor vielen Jahren sein FSJ in einem Betreuungsverein gemacht und danach auch immer mal wieder neben seiner Ausbildung dort im Büro ausgeholfen. Auch ich gehe da nicht ganz naiv dran, denn ich habe vorher auch schon die ein oder andere Erfahrung sammeln dürfen. Es war zwar nichts so gravierendes wie ein körperlicher Angriff, aber auch hier waren schon mal Beleidigungen oder ein versuchtes „überreden“ dabei. Ich kann meinen Mann da also schon verstehen. |
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#13 |
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Forums-Azubi-Anwärter
Registriert seit: 14.06.2025
Ort: Südhessen
Beiträge: 29
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#14 |
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Admin/Berufsbetreuer
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 9,294
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Moin moin
Man kann sich nicht darauf verlassen, dass die Privatadresse für immer geheim bleibt. Irgendwann rutscht irgendwem etwas raus. Deshalb habe ich ganz schnell mit KollegInnen ein Gemeinschaftsbüro aufgemacht. (Trotzdem gibt es Strom-Provider die blöd genug sind, Post für meine Betreuten zu mir nach Hause zu senden und meinen privaten Stromkram an das Büro.) Und ja, es gibt hirnverbrannte Zossen, die man nicht an der Tür haben will. Aber da ist es egal, ob Zuhause oder im Büro. Das sind in seltenen Fällen die Betreuten selber. Vielmehr sind es durchgeknallte Verwandte, gierige Dealer der Betreuten (haben schon mit gezückter Kanone das Büro besucht) oder sonstige Zombies, die dann mit polizeilicher Eskorte entsorgt werden müssen. Was tatsächlich hilft ist ein Zuhause, dass irgendwo in den Wicken hinter sieben Bergen liegt. Strecke ist für die meisten immer noch unüberwindlich, weil man auf dem Smartfone nicht reiten kann. Mit freundlichen Grüßen Imre
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Fehler sind dazu da, um sie zu machen und daraus zu lernen. Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen. |
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#15 |
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Forums-Azubi-Anwärter
Registriert seit: 14.06.2025
Ort: Südhessen
Beiträge: 29
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Vielen Dank, das kann ich mir vorstellen. Ein Restrisiko besteht wahrscheinlich leider immer.
Ich fände ein Gemeinschaftsbüro auch Klasse. Leider kenne ich nur Berufsbetreuer in unserer Gegend die gerade dabei sind in Rente zu gehen und auch kein externes Büro haben. Vielleicht gibt es später die Möglichkeit Kollegen kennenzulernen, die ebenfalls Interesse an einem Gemeinschaftsbüro haben. |
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#16 |
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Berufsbetreuer
Registriert seit: 21.02.2008
Ort: Hessen
Beiträge: 1,375
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Falls es hilft:
Bei mir haben vier Stellschrauben im Zusammenklang dazu geführt, dass niemand mehr im beruflichen Umfeld meine private Anschrift erfährt: 1. Briefkasten an ein Geschäftshaus in meiner Stadt hängen und dessen Anschrift ausschließlich verwenden (ich habe beim Eigentümer eines Geschäftshaus einfach mal gefragt, den Briefkasten habe ich gekauft und zahle 10€ Miete im Monat, das ist es mir wert) 2. Postfach (du kannst nur eins mieten und Post an die Geschäfts- und Privatanschrift dorthin schicken lassen) 3. Umfassende Auskunftssperre bei der Gemeinde einrichten und regelmäßig verlängern lassen (bei BetreuerInnen offenbar kein Problem) 4. Keine Betreuungen in der Stadt, in der ich wohne. Ich habe das seit über 10 Jahren so und seither ist Ruhe. Und ja: Ich hatte mehrmals unangenehmen Privatbesuch und habe das zum Schutz meiner Kinder gemacht. Meine Gemahlin und die Kinder haben ebenfalls Auskunftssperren. Da auch noch der heiligste und mittlerweile über allem stehende Datenschutz hinzukommt, klappt das alles recht gut, obwohl ich doch schon sehr viele sehr "harte" Fälle betreue. |
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#17 |
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Forums-Azubi-Anwärter
Registriert seit: 14.06.2025
Ort: Südhessen
Beiträge: 29
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Vielen Dank für die vielen guten Tipps. Eigentlich wollte ich ja gerade bei uns im Ort Betreuungen übernehmen (aus praktischen Gründen). Aber eure Argumente dagegen verstehe ich und werde das wohl noch einmal überdenken.
Wenn du einen Briefkasten gemietet hast, warum brauchst du dann noch ein Postfach? Nachsendeaufträge kann man anscheinend leider auch nur einmal verlängern, oder irre ich mich da? |
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#18 |
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Gehört zum Inventar
Registriert seit: 25.06.2021
Ort: Balkonien
Beiträge: 2,362
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Ein Nachsendeauftrag muss jedes Halbjahr neu erteilt werden
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#19 |
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Forums-Azubi-Anwärter
Registriert seit: 14.06.2025
Ort: Südhessen
Beiträge: 29
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Ich dachte das ich irgendwo gelesen hätte das man einen Nachsendeantrag nur einmalig um weitere 6 Monate verlängern könnte. Aber vielleicht hatte ich da eine falsche Information. Oder kann man nur einmalig verlängern und muss dann neu beantragen? Für mich war beantragen = Verlängerung beantragen und nicht komplett neuer Auftrag. Wenn das so geht wäre ja auch ok.
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#20 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 13.03.2025
Ort: SH, dem echten Norden
Beiträge: 91
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Warum hat man eigentlich Angst vor Betreuten? Ist das wirklich so schlimm, dass man Angst haben muss?
Wenn man allerdings die Betreuten einladen muss um etwas zu klären, kann ich das zwar verstehen, sinnvoll ist es aber nicht. Meine Betreuten kennen meine private Adresse, aber niemand käme auf die Idee mich zu "besuchen". Mit meinen Betreuten handhabe ich das so, dass die mich informieren wenn sie ein Anliegen haben. Ich kann dann entscheiden, ob ein persönlicher Kontakt notwendig ist oder nicht. Wenn ja, dann fahre ich zu den Betreuten und regle das persönlich. Meine private Adresse spielt somit keine Rolle. Und ja, wenn man vor Betreuten Angst hat, dann sollte man sich in der Tat fragen, ob das der richtige Job für einen ist. |
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