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Betreuungspauschalen und Stundensätze

Dies ist ein Beitrag zum Thema Betreuungspauschalen und Stundensätze im Unterforum Situation der Betreuer/innen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Zitat: So arm dran ist man als Betreuer auch wieder nicht, wir haben keinen Wareneinsatz, müssen nicht mit Zahlungsausfall rechnen ...


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Alt 29.01.2019, 17:28   #21
Admin/ Berufsbetreuerin
 
Benutzerbild von michaela mohr
 
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 10,736
Standard

Zitat:
So arm dran ist man als Betreuer auch wieder nicht, wir haben keinen Wareneinsatz, müssen nicht mit Zahlungsausfall rechnen und vorfinanzieren müssen wir auch nichts ..... ausser uns selbst.
Wenn man mal überlegt, was in anderen "Unternehmen" für kosten herschen, Werkstattwagen Betriebsgebäude Mitarbeiter usw...

Ähem, ich komme jetzt doch ins Grübeln.Zwischen alles ist toll und alles ist besch......liegt noch was.


Wieso haben wir keinen Wareneinsatz? Den haben wir oder gehst du jede Briefmarke einzeln kaufen? Wir haben Büros, Computer, Drucker, Scanner, brauchen Papier, Benzin, Umschläge usw. usw. Das meiste davon in gröseren Chargen. Bei einem Grosseinkauf der alle 4 Monate ca. fällig ist geht schon einiges merkbar an Geld weg.


Zahlungsausfall im Gesamten gesehen haben wir sicher nicht (der Staat geht eher mal nicht pleite und Trump ist zum Glück weit weg).

Schau dir trotzdem mal den einen oder anderen Beitrag hier an von den Kollegen die wegen grösseren Zahlungsrückständen auch schon daran gedacht haben das Büro zu schliessen. Mindestens 3 Monate zu arbeiten und dann erst mal ne Rechnung stellen zu können auf die man u.U. auch mal unverhältnismässig lange warten muss mit der Bezahlung ist auch schon mal ne Leistung- finde ich.
Wohlgemerkt, nicht super toll aber auch kein nationaler Weltuntergang.


Arm im eigentlichen Sinn ist man sicher nicht aber so sehr zu beneiden auch nicht.


Letztendlich bleibt: wir sollten und müssen auf Dauer wirklich mehr Geld bekommen!
__________________
diese kommunikation wurde im rahmen der überwachungsgesetze auf ihre kosten dauerhaft gespeichert und wird jederzeit weltweit gegen sie verwendet werden. danke für ihre kooperation.
michaela mohr ist offline  
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Alt 29.01.2019, 17:46   #22
Forums-Geselle
 
Registriert seit: 22.11.2017
Beiträge: 260
Standard

Ich kann das ganze von zwei Seiten betrachten.
Ich bin Gesellschafter eines Handelsunternehmens.


3 Mitarbeiter im Lager und 2 im Büro.


Wenn man Sie die Aufstellung des Deckungsbeitrages anschaut, dann ist man mit der Betreuung sehr gut aufgestellt Michaela.


Wareneinsatz ist in Form von Lagerhaltung etc gemeint, Büro schreibmaterial Drucker Scanner usw gibts da auch.


Hinzu kommt ne große Lagerhalle die im Monat schon 2 K auffuttert, dann nen Sprinter Maxi, nur so für Notfälle fals mal die Spedition nicht kommt, nen Gabelstapler für 25 K usw usw....


Und da bezahlt auch nicht jeder Kunde innerhalb von 14 Tagen.


In der Betreuung ist es doch so, wenn sich einmal die 3 Monate eingespielt haben, dann läuft das System.
Und wenn man sich finanziell gut plaziert, dann ist ja auch ein Dispo von 10 K nicht unbedingt etwas wozu man lange anstehen muss.
Ich denke das es nicht schadet, wenn man die andere Seite auch einmal sieht.
zwerg1978 ist offline  
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Alt 29.01.2019, 18:05   #23
Routinier
 
Benutzerbild von HorstD
 
Registriert seit: 24.03.2005
Ort: Duisburg
Beiträge: 1,065
Standard

Zitat:
Zitat von mimi91 Beitrag anzeigen
Wer hat mein Geld?]
Das fällt jetzt so in die Kategorie wie der Satz von Margret Thatcher: „I want my money back“ (anlässlich der britischen Zahlungsverpflichtungen in der EU. Politischen Dünnschiss gabs (nicht nur bei den Briten) auch schon vor dem Brexit.)
__________________
Mit vielen Grüßen
Horst Deinert

Weitere Infos:
http://www.bundesanzeiger-verlag.de/...iki/Hauptseite
HorstD ist gerade online  
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Alt 29.01.2019, 19:17   #24
Berufsbetreuer
 
Registriert seit: 21.02.2008
Beiträge: 811
Standard

Ich jedenfalls begrüße die Erhöhung, sollte es denn tatsächlich dazu kommen. Zwei Aspekte hierzu:



-was mich am meisten gefreut hätte, wäre ein Mechanismus/Automatismus zur regelmäßigen Anpassung der Vergütung gewesen (analog zu den Steigerungen im öffentl. Dienst o.ä.), damit wir nicht wieder für Jahrhunderte in der Versenkung verschwinden (ja, es ist leicht übertrieben, aber es kam mir wirklich sehr lange vor).


-der Wegfall der Umsatzsteuer hat uns dareinst ebenfalls schon eine Erhöhung des Nettos gebracht. Ich schätze, das kann sich auf 7-10% belaufen haben. Insofern betrachte ich dies nun als faktisch zweite Erhöhung seit der Einführung der Pauschalen.


Dankbar müssen wir trotzdem nicht sein. Wir schuften immer mehr, alles wird immer komplizierter und wird sind mit die Letzten, die gar nicht anders können, als möglichst perfekt zu arbeiten. An allen anderen Stellen wird schleifen gelassen, versäumt, geschludert und verschleppt. Dies führt dazu, dass manche Vorgänge bei uns monatelang herumliegen und immer wieder aufgerufen werden müssen, die man vor zehn Jahren noch in einem Durchgang erledigt hatte. Ich empfinde dies als das eigentliche "Mehr" in unserem Job. Das muss besser vergütet werden und das findet nun womöglich sogar statt.



Durch das BTHG wird -wie sich gelegentlich nun schon abzeichnet- sehr viel zusätzlicher Aufwand auf uns zukommen. Mal sehen, ob die Vergütungserhöhung dem tatsächlich gerecht wird.



Aber: ein Anfang wird nun vielleicht gemacht. Gut so.
Flafluff ist offline  
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Alt 30.01.2019, 10:52   #25
Einsteiger
 
Registriert seit: 18.01.2016
Ort: Stolberg (Rhld.)
Beiträge: 22
Standard Alles gut oder alles schlecht?

Also mich wundert hier auch die Bandbreite. Ich denke nicht, dass wir zu beneiden sind aufgrund des Arbeitsaufwandes und der Bezahlung. Es wird sich sicher immer jemand finden, dem es schlechter geht. Aber deshalb muss man nicht mit allem zufrieden sein.
Wie schon erwähnt, begrüsse ich die Erhöhung so sie denn kommt, aber man muss doch benennen dürfen, dass es ein kleiner Schritt ist.
Bedenkt man die Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst in den 13 Jahren, so ist die Erhöhung auch mit der weggefallenen Umsatzsteuer nicht ausreichend.
Vergleicht man dazu die Diskussionen und Entscheidungen zur Diätenerhöhung, dann sieht die Welt schon anders aus.

Ich bin zudem etwas verwundert, dass ich hier so viel Gegenwind ernte, nur weil ich nicht direkt in Jubelstürme ausbreche.
Sehr verwirrend.

Viele Grüße

Dieter
DieterT. ist offline  
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Alt 30.01.2019, 13:05   #26
Berufsbetreuer
 
Registriert seit: 31.07.2007
Beiträge: 2,021
Standard

Zitat:
Zitat von DieterT. Beitrag anzeigen
Ich bin zudem etwas verwundert, dass ich hier so viel Gegenwind ernte, nur weil ich nicht direkt in Jubelstürme ausbreche.
Sehr verwirrend.
Viele Grüße
Dieter

Das jahrelange Hinhalten, Stagnieren und die mangelnde Wertschätzung in dieser Frage, verleiten in der Tat nicht unbedingt dazu, die betr. Entscheidungsträger jetzt heilig zu sprechen.
Man stelle sich nur mal vor, z.B. ein Metaller oder ein öffentlich Bediensteter hätte - bei stetig steigenden berufsbedingten finanziellen Aufwendungen - fast 15 Jahre lange keinen Cent Gehaltserhöhung erhalten.
Aber gut: Jetzt hat sich ja was Positives getan. Dank an Alle, die uns hierbei wohlgesonnen unterstützt haben.
Das ganze Gedöns hätte man sich sparen können, wenn man die Betreuervergütung von Anfang an grundsätzlich an die durchschnittliche (tariflliche) Einkommensentwicklung angepasst hätte bzw. dies zukünftig tun würde. Aber warum einfach, wenns auch kompliziert geht.....


mfg
__________________
Optimismus ist nur ein Mangel an Information
(Heiner Müller)
carlos ist offline  
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Alt 30.01.2019, 14:51   #27
Stammgastanwärter
 
Registriert seit: 28.12.2014
Ort: München
Beiträge: 452
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Zitat:
Zitat von michaela mohr Beitrag anzeigen

Ich sage mal absichtlich ganz provokativ: wir haben bekommen was wir verdient haben im Bereich: für sich selbst einstehen, aktiv werden und sein.
Grundsätzlich sehe ich das auch so. Aber diese strenge Sicht bedeutet nicht, dass wir uns nicht kritisch über den neuen Gesetzesentwurf austauschen sollten und uns stattdessen Jammerei vorwerfen.
Zitat:
Zitat von michaela mohr Beitrag anzeigen
Es war und ist jedes Mal im Vorfeld sonnnenklar dass jedwede "Verbesserung" erst mal so gut verkauft wird wie möglich. Also steht mal hier 17% was sich natürlich gewaltig anhört.
Auch wenn das sicher sonnenklar war, bin ich trotzdem erstaunt gewesen, mit welchen schlauen Rechentricks man dieses Ergebnis verkauft. Ich komme nicht umhin, diesen Rechenkünstlern einen gewissen Respekt zu zollen. 60% Erhöhung in den ersten Betreuungsmonaten bei mittellos im Heim! - Eine Konstellation, die wohl eher selten vorkommt! - Zufällig

Zitat:
Zitat von HorstD Beitrag anzeigen
Wieviel man persönlich mehr bekommt, hat halt Zufallscharakter. Aber einen, auf den man jedenfalls mittelfristig Einfluss hat. .
Auch dass keine dynamische Anpassung vorgesehen ist und stattdessen von einer 5-jährigen Erprobung gesprochen wird, ist raffiniert.

Die Dolmetscherkosten sind weiterhin inklusive. Da bin ich gespannt, wie die Betreuungsstellen für solche Fälle, die sich häufen werden) einen Betreuer finden wollen.
Annegret ist offline  
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Alt 30.01.2019, 17:32   #28
Stammgastanwärter
 
Registriert seit: 06.03.2018
Beiträge: 445
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Zitat:
Zitat von Flafluff Beitrag anzeigen
Dankbar müssen wir trotzdem nicht sein. Wir schuften immer mehr, alles wird immer komplizierter und wird sind mit die Letzten, die gar nicht anders können, als möglichst perfekt zu arbeiten. An allen anderen Stellen wird schleifen gelassen, versäumt, geschludert und verschleppt. Dies führt dazu, dass manche Vorgänge bei uns monatelang herumliegen und immer wieder aufgerufen werden müssen, die man vor zehn Jahren noch in einem Durchgang erledigt hatte. Ich empfinde dies als das eigentliche "Mehr" in unserem Job. Das muss besser vergütet werden und das findet nun womöglich sogar statt.

Genau das erlebe ich jeden Tag und das sind die Dinge, die hier jede Menge Arbeit verursachen.
Michael77 ist offline  
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Alt 30.01.2019, 18:04   #29
Admin/ Berufsbetreuerin
 
Benutzerbild von michaela mohr
 
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 10,736
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Zitat:
Ich bin zudem etwas verwundert, dass ich hier so viel Gegenwind ernte, nur weil ich nicht direkt in Jubelstürme ausbreche.
Sehr verwirrend.

Ne ne, das hast du echt in den falschen Hals bekommen so ist das ja nun auch nicht. Viele bzw. einige schreiben sich schon lange hier, da sagt man dann gerne unverblümt was einem durch den Kopf schiesst.



Klar wäre mehr Geld immer besser, das ist aber doch nicht die Frage.

Es ist wirklich so, ein paar wenige - in der Relation- haben mittels der Verbandsmitgliedschaft und teilweise noch darüber hinaus als aktive Verbandsmitglieder eher mal "alleine" die Erhöhung zäh durchgedrückt. Letzten Sommer wäre es ja fast schon soweit gewesen.
Und jetzt wo (wenigstens) etwas erreicht ist setzt allenthalben lediglich und ausschlieslich das Stöhnen und Klagen darüber ein dass es doch nicht genug wäre.

Das finde ich schon schon etwas seltsam.


By the way...... bist du in einem Verband?
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michaela mohr ist offline  
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Alt 30.01.2019, 19:08   #30
Stammgast
 
Benutzerbild von mimi91
 
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Ort: Südwesten
Beiträge: 524
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Annegrets Kommentar kann ich voll unterschreiben. Zum Thema Dolmetscher: einhellige Meinung aus dem Kollegenkreis, der ich mich anschließe : es werden keine Betreuungen mehr angenommen, bei denen davon auszugehen ist, dass ein Dolmetscher benötigt wird.


Und ja, ich bin Mitglied eines Verbandes. Und ich habe an Demos teilgenommen. Und ich habe an Landtagsabgeordnete geschrieben. Und ich habe an der Studie teilgenommen.


Und ich würde gern wissen, welche unserer geschätzten Verbandsvertreter in den Arbeitsgruppen im Justizministerium gesessen und mit ausgearbeitet haben, dass von Stundensätzen auf Monatspauschalen umgestellt wird. Und ich würde gern wissen, ob diese Idee von Monatspauschalen, von der zumindest ich bisher überhaupt nichts gehört hatte, grad mal so über Nacht entstanden ist. Hier ist deutliche Kritik angebracht und gerechtfertigt. Und dabei geht es nicht darum, ob es genug ist oder noch ein bisschen mehr sein könnte. Es geht u. a. darum, dass bei Einführung von Monatspauschalen nicht mehr z. B. im Vergleich zu anderen Berufsgruppen - über einen angemessenen Stundenlohn diskutiert werden kann oder darüber, wieviele Stunden man pro Klient zu tun hat und ob die Vergütung dafür ausreichend ist etc etc etc

Es mag sich im ersten Moment gut anhören, aber ich fürchte, hier wurde kein Anfang gemacht, der auf bessere Zeiten hoffen lässt.
mimi91 ist offline  
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