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Erreichbarkeit bei Betreuungstätigkeit im Nebenjob

Dies ist ein Beitrag zum Thema Erreichbarkeit bei Betreuungstätigkeit im Nebenjob im Unterforum Situation der Betreuer/innen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Naja, gerade das spricht ja für eine Teilzeitarbeit bei einem Betreuungsverein (soweit da was zu bekommen ist, aber eigentlich ist ...


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Alt 28.08.2020, 15:22   #11
Routinier
 
Benutzerbild von HorstD
 
Registriert seit: 24.03.2005
Ort: Duisburg
Beiträge: 1,949
Standard

Naja, gerade das spricht ja für eine Teilzeitarbeit bei einem Betreuungsverein (soweit da was zu bekommen ist, aber eigentlich ist jetzt wohl dafür die richtige Zeit). Andere Berufe auch im Sozialwesen sehen die Betreuertätigkeit immer nur von außen.

Und ja, man braucht schon gewisse Mittel, einmal um den Lebensunterhalt des 1. Hj, aber auch nötige Anschaffungen (Fachlit., Büroausstattung) zu finanzieren und gewisse Kosten, die direkt von Anfang an da sind (Haftpflicht, Berufsgenossenschaft, Telefon usw) und auch die freiwillige KV/PV (die ja entgegen ihres Namens verpflichtend ist), wobei das von der Arbeitsverwaltung mW bis 6 Monate weiter im Rahmen von Gründungszuschüssen getragen wird: https://www.deutschland-startet.de/g...geld-aus-alg2/
__________________
Mit vielen Grüßen
Horst Deinert

Weitere Infos:
http://www.bundesanzeiger-verlag.de/...iki/Hauptseite
HorstD ist offline  
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Alt 28.08.2020, 16:57   #12
Forums-Azubi
 
Registriert seit: 09.09.2014
Ort: NRW
Beiträge: 54
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Hallo! Ein paar Erfahrungen von mir... Ich wollte mich ursprünglich direkt als Berufsbetreuerin selbstständig machen. Dadurch wie das Leben manchmal so spielt, habe ich das in letzter Sekunde abgeblasen und anschließend 2,5Jahre in einem Betreuungsverein gearbeitet. Im Nachhinein betrachtet bin ich sehr froh, dass ich dort in einem geschützten oder unterstützten Rahmen das Handwerkszeug erlernen durfte.
Jetzt werde ich mich ohne Nebenbeschäftigung doch noch selbständig machen, fühle mich nun aber auch wirklich dazu bereit.

Und zu deiner eigentlichen Frage: Im Betreuungsverein hatten wir es so geregelt, dass es an zweit Tagen in der Woche jeweils 2Std. feste Telefonzeiten gab zu denen wir verbindlich erreichbar waren. Einmal vormittags, einmal nachmittags.
Darüberhinaus sind wir nur ans Telefon gegangen sofern wir vor Ort waren und es gepasst hat. Ein Handy gab es nicht, der AB war immer an und wurde mehrmals täglich abgehört. Ich werde es zukünftig genau so Handhaben.

Viel Erfolg!
FrauS ist offline  
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Alt 28.08.2020, 17:08   #13
Admin/ Berufsbetreuerin
 
Benutzerbild von michaela mohr
 
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 11,795
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Zitat:
hatten wir es so geregelt, dass es an zweit Tagen in der Woche jeweils 2Std. feste Telefonzeiten gab zu denen wir verbindlich erreichbar waren. Einmal vormittags, einmal nachmittags.
So wenig?

Für die Klienten und Ämter und Ärzte und das Gericht usw.?
__________________
diese kommunikation wurde im rahmen der überwachungsgesetze auf ihre kosten dauerhaft gespeichert und wird jederzeit weltweit gegen sie verwendet werden. danke für ihre kooperation.
michaela mohr ist offline  
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Alt 28.08.2020, 17:23   #14
Forums-Azubi
 
Registriert seit: 09.09.2014
Ort: NRW
Beiträge: 54
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Naja...garantierte Erreichbarkeit gab es tatsächlich nur zu diesen Zeiten, darüber hinaus sind wir aber eben immer ans Telefon gegangen wenn es gepasst hat oder haben eben zurück gerufen. Bin überrascht, dass du das so wenig findest.
Wie ist es bei dir geregelt?
FrauS ist offline  
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Alt 28.08.2020, 23:05   #15
Admin/ Berufsbetreuerin
 
Benutzerbild von michaela mohr
 
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 11,795
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Zitat:
Wie ist es bei dir geregelt?
Wenn ich im Büro bin und nicht gerade im Gespräch gehe ich tagsüber ans Telefon wenn es klingelt.


Bei z.B. ca 40 Klienten und 240 Minuten Std die Woche telefonischer Erreichbar keit besteht theoretisch die Chance für den Klienten dich 3 Minuten lang zu sprechen.Abgesehen von den Wahlwiederholungsversuchen weil sich natürlich in der genannten Zeit alles drängelt. Ich halte das durchaus für sehr wenig.


Ich habe die Zahl halbiert weil ja auch andere, z.B. Ämter und Behörden versuchen werden dich telefonisch zu erreichen.
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diese kommunikation wurde im rahmen der überwachungsgesetze auf ihre kosten dauerhaft gespeichert und wird jederzeit weltweit gegen sie verwendet werden. danke für ihre kooperation.
michaela mohr ist offline  
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Alt 29.08.2020, 08:37   #16
Forums-Geselle
 
Registriert seit: 18.11.2019
Ort: Mitte der Republik
Beiträge: 142
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Zitat:
Zitat von ufzeer Beitrag anzeigen
M.M. nach funktioniert das so nicht. Gerade die ersten 11 Betreuungen belasten (und lasten dich aus) wie Vollzeit 40 Betreuungen. daneben noch 30 h oder 20 h nebenher arbeiten halte ich weder für den Job, noch für die Betreuungen optimal.

Sehe ich auch so: es geht ja nicht nur um die reine Führung der Betreuungen ...was wirklich Zeit bindet ist die Arbeit fürs Gericht: Vermögensverzeichnisse erstellen, Erstberichte etc. Dann wirst Du schnell merken, dass Dir die Zeit bei Außenterminen im Büro fehlen wird. Ufzeer hat schon Recht: die ersten Betreuungen haben auch bei mir sehr sehr viel Arbeit verursacht und somit Zeit gebunden. Man liest nach, fragt hier mal nach, dort mal nach und die Betreuungsbehörde sorgt schon zeitnah immer für "Nachschub". Hätte ich nicht die Hilfe eines alt eingesessenen Betreuers und die Hilfe hier im Forum, es wäre noch intensiver geworden. Was man auch nicht vergessen darf: ich arbeite mit Butler 21 ....ein sehr sehr mächtiges Programm aber für mich manchmal immer noch ein Buch mit sieben Siegeln ...auch dort muss man sich einarbeiten und das bindet auch Zeit. Ich mache das meistens am Wochenende. Der Ertrag der Nebenberuflichkeit wird den Nachteil nicht wettmachen.
Just ist offline  
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Alt 29.08.2020, 12:03   #17
Forums-Azubi
 
Registriert seit: 09.09.2014
Ort: NRW
Beiträge: 54
Standard

Zitat:
Zitat von michaela mohr Beitrag anzeigen
Wenn ich im Büro bin und nicht gerade im Gespräch gehe ich tagsüber ans Telefon wenn es klingelt.
Vielleicht ist das Falsch rüber gekommen, im Grunde war das im Verein genauso, nur haben wir zusätzlich für diese 4 Std in der Woche eine telefonische Erreichbarkeit garantiert.
FrauS ist offline  
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Alt 30.08.2020, 15:01   #18
Forums-Azubi
 
Registriert seit: 13.02.2018
Ort: Vechta
Beiträge: 32
Standard Erreichbarkeit

Hallo AndreaSö, möchte kurz von mir berichten. Ich habe auch 2,5 Jahre in einem Betreuungsverein gearbeitet, bis dieser sich aufgelöst hat und ich mich selbständig gemacht habe. Zu meinem großen Glück, konnte ich 15 Betreuungen "mitnehmen", so dass der Einstieg finanziell absichert war. Zudem bin ich weiterhin mit einer halben Stelle als Sozialarbeiterin beschäftigt. Hier bin ich in meiner Arbeit ziemlich flexibel, so dass die telefonische Erreichbarkeit kein Problem ist. Mein Handy ist so gut wie immer an und entweder gehe ich ran oder rufe sehr umgehend zurück. Feste Telefonzeiten habe ich nicht, was bisher aber scheinbar auch kein Problem war. Lediglich eine Betreute hat sich beschwert. Allerdings rief sie mich aber gerne in den frühen Abendstunden an und wenn ich nicht sofort ranging, hat sie es einmal tatsächlich geschafft, mich in drei Stunden 70x ( kein Witz) auf meinem Privattelefon anzurufen.
Ich glaube, ein Stelle in der Flüchtlingsarbeit lässt sich ganz gut mit der rechtlichen Betreuung vereinbaren, aber es würde auch heißen, sich mit zwei neuen Situationen zeitgleich auseinandersetzen zu müssen. Warum nicht eins nach dem anderen?
jualana ist offline  
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Alt 16.09.2020, 13:43   #19
Einsteiger
 
Registriert seit: 22.08.2020
Ort: am Rande einer großen Stadt
Beiträge: 24
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Vielen Dank für Eure engagierte Hilfestellung.

Ich habe in der letzten Zeit eine gründliche Recherche zum Beruf der gesetzlichen Betreuung betrieben, zu der auch das Studium der Forumsbeiträge gehörte. Zudem ist eine meiner Freundin seit Anfang August in diesem Beruf offiziell selbstständig tätig.

Aus der Summe des Gelesenen und den Erfahrungen meiner Freundin mit der Betreuungsbehörde iist bei mir der Gesamteindruck entstanden, dass der Berufsstart sehr schwer ist und gemacht wird und BetreuerInnen, monetär wie im Umgang, wenig Wertschätzung entgegen gebracht wird.

Aus diesem Grund habe ich mich gegen eine Tätigkeit in diesem Bereich entschieden.

Ich wünsche Euch alles Gute!
AndreaSö ist offline  
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Alt 16.09.2020, 16:01   #20
Routinier
 
Benutzerbild von HorstD
 
Registriert seit: 24.03.2005
Ort: Duisburg
Beiträge: 1,949
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Hallo Andrea, selbstständig machen (vor allem alleine) ist egal in welchem Beruf, immer schwieriger als eine Tätigkeit als Arbeitnehmerin (was die Rahmenbedingungen betrifft). Deshalb gibt es ja viel mehr Arbeitnehmer/innen als Selbstständige. Ich finde aber, dass du jetzt ziemlich schnell die Fahne hisst. Ich vermute doch, dein uesprünglicher Wunsch hatte auch etwas mit Unzufriedenheit im jetzigen Beruf zu tun. Was ist denn jetzt für dich die (vermeintlich) bessere Alternative?
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Mit vielen Grüßen
Horst Deinert

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HorstD ist offline  
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