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Eine Katze die sich in den Schwanz beisst

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Mal etwas aus dem "Überbau"...... Die Obda Stelle der Behörde ist verpflichtet Menschen ohne Wohnraum in der Not mindestens ein ...


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Alt 31.07.2021, 07:54   #1
Admin/ Berufsbetreuerin, Dipl.Pädagogin,
 
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Standard Eine Katze die sich in den Schwanz beisst

Mal etwas aus dem "Überbau"......
Die Obda Stelle der Behörde ist verpflichtet Menschen ohne Wohnraum in der Not mindestens ein Dach über dem Kopf zu stellen/ zu besorgen. Schön.
Deshalb ist in der Regel vond dort aus die Zusammenarbeit mit dem Wohnungsamt sehr eng. Auch löblich.


Die Kriterien für beides sind klar definiert, Obdachlosigkeit soll oder muss als vorübergend angesehen werden und ist nach Kräften zu beenden. Auch verständlich.


Das führt dann teilweise zu unhaltbaren Situationen, in dem z.B. die Frage einer grundsätzlichen Wohnfähigkeit vor lauter Hoppla komplett übersehen wird- und kostet endlos viel Geld.


OFW Frau, sympathisch aber unbehandelt definitiv "schräg" unterwegs bekommt Wohnungszusage+ Kaution+ Erstausstattung was bevor es also überhaupt losgeht erst mal roundabout ca 2000 Ocken kostet. Um die Wohnung hat sie selbst sich Null bemüht. Das bleibt z.B. am Betreuer hängen der unter der Prämisse, Obdachlosigkeit ist nur vorübergehend zu sehen, natürlich mächtig unter Druck gerät.

Sofort nach "Einzug" der aus dem Ausbreiten einer Iso Matte besteht wird erst mal die Elektrik auf den Prüfstand gestellt, Herd in Nasszelle wird gewünscht und die Steckdosen freigelegt.
Vermieter, städtische Wohnungsbaugesellschaft, läuft Amok- klar. Nicht ich habe mir diese Mieterin selbst ausgesucht. Dezente Warnungen sind (s.o.) ungehört verhallt.


Es ist abzusehen wie dieses Spiel weitergehen wird, langfristig wird die Wohnung wieder verloren gehen. Wahrscheinlich mit weiteren Kosten verbunden dabei bis hin zur Räumungsklage usw. Es wird weiter sinnlos Geld verbrannt, von einer Wohnung die evtl. vom Markt verschwindet ganz zu schweigen.


Mir macht das ganze Procedere an der Stelle nur wieder einmal klar wie eingeschänkt und wenig weitschauend die Gesetzgebung an diese Stelle agiert. Da wird sinnlos Geld, Energie und Zeit verbrannt um dem eigenen engen Kästchen- Denken ja ausreichend nachgekommen zu sein. Damit ist dann das Ende der eigenen Fahnenstange erreicht.


Meiner Erfahrung nach ist das kein Einzelfall, ich habe einige OFWler die ähnlich gelagert sind. Es hängt und scheitert letztendlich am Zustand der Wohnfähigkeit- die nirgendwo thematisiert wird.
Die müsste und sollte zunächst vor einer Zuweisung geprüft oder evtl. gefördert/ausgebildet werden.


Mich würde mal interessieren ob ihr ähnliche Feststellungen bei euren OFWlern treffen könnt?
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Alt 31.07.2021, 09:37   #2
Admin/Berufsbetreuer
 
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Moin moin


Ich stimme Dir völlig zu: Da ist was faul am Überbau. Und nicht zu knapp!

So viele OfWler habe ich glücklicherweise nicht. Grundsätzlich stelle ich aber eine Veränderung bei den Behörden fest, die (auch) für derartige Probleme die Ursache sein kann.
Es sind dabei nicht unbedingt die Gesetze, die große Lücken oder fehler Aufweisen, sondern vielmehr der Umgang damit.

Also die Umsetzung auf der jeweiligen Ebene (lokal, regional etc.). Hier spielen aufgrund der hierarchischen Strukturen vielfach die Leitungsposten (Bürgermeister*innen, Land- und Kreisräte*innen etc.) eine Rolle, da auf diesen Ebenen die Vorgaben für die Umsetzung gemacht werden.



Ich will damit sagen, dass die Auslegung und Umsetzung der Gesetze sich deutlich zu einem formaleren Umgang hin verändert hat, bei dem jeder Einsatz von Intelligenz oder Gehirn der Mitarbeiter*innen als Störfaktor wahrgenommen wird und nach Möglichkeit ausgeschaltet werden soll.
Kein Wunder also, wenn Deine "dezenten Warnungen" nicht gehört oder gelesen werden - und dann so ein Schrott passiert.


Z.B. gibt es eine gesetzliche Forderung, die Obdachlosigkeit so kurz wie möglich zu halten - und die Behörden besorgen eine Wohnung. Forderung erfüllt. Ob der betreffende Mensch wohnfähig ist, oder in der Lage die zugewiesene Wohnung nur nachhaltig zu zerstören und zu verlassen, spielt dann keine Rolle mehr. Was Zählt ist nur noch die Anzahl der Wohnungsvergaben -also die Quantität.
Eine Qualitätsbemessung, in der berücksichtigt wird, ob und wie lange ein Kunde in der Wohnung lebt, ist nicht gefragt.

Dadurch wird intelligentes Handeln überflüssig und zum Störfaktor. Also auch nicht mehr gefragt.


In der EGH sieht das dann so aus, dass die Antragsteller*innen (zumindest in Niedersachsen) nach einem BENI-Bogen (ca. 40 Seiten) ausgefragt werden. Die Mitarbeiter*innen des Sozialamtes müssen den Bogen ausfüllen, obwohl der so gestaltet ist, dass diese Arbeit auch von Siri oder Alexa erledigt werden könnte (Das würde sogar Personal sparen).

Von den MA (bitte mindestens mit Bachelor) wird noch nicht einmal verlangt, dass sie wissen, was die Fragen inhaltlich bedeuten. So wird z.B. nur nach einer Diagnose in Form eines ICD-Schlüssels gefragt. Aber nicht, wie sich die Erkrankung oder Behinderung auf die Antragsteller*innen oder deren Fähigkeiten oder Problemen im Alltag. Versuche diese zu Erläutern werden mit der Begründung abgewimmelt, dass eine Diagnose nach ICD gewünscht wird.
Und noch schlimmer: Das ärztliche Attest darf nicht älter als 6 Monate sein. Bei einer Behinderung von Geburt an z.B. wg. eines Gen-Defektes ist das völliger Blödsinn.

Erst recht, wenn auf Nachfragen die Antwort kommt: "Es könnte sich ja was verändert haben."

Für diese Leistung muss man entweder pflichtgemäß sein Gehirn bei Dienstbeginn an der Garderobe abgegeben oder einfach nur naturblöde sein.



Genau diese Ausrichtung an rein formalen Vorgaben ist es, was ich als "Technokratisierung" bezeichne. Dass es Menschen sind, um die es geht und auch Menschen sind die das Ganze ausführen, ist dabei völlig egal. Es ist ja die Technik, die dabei unterstützt.
Radikal konsequent weitergedacht bedeutet das nichts anderes, als das die Menschen sich selber überflüssig machen und irgendwann zum Störfaktor für die Technik werden.


MfG
Imre
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Alt 31.07.2021, 10:21   #3
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Hallo,

"Wohnfähigkeit" ist ein interessantes Stichwort, das durchaus kontrovers betrachtet wird. Die einen meinen, sie muss erst (wieder) hergestellt werden - wie in deinem Fall.

Die anderen rufen "Housing first!", weil man unter prekären Bedingungen gar nicht zur Ruhe kommen könne (siehe z. B. https://taz.de/In-einem-Uebergangswo...hnen/!5492773/)

Bei uns, mittlere Großstadt, gibt es ca. 1800 OFWler und viele verschiedene Ansätze. Eine Wohnung und Erstausstattung wird niemandem nachgefragen, das lässt der Wohnungsmarkt gar nicht zu. Es gibt also viele Notschlafstellen, mehr oder weniger miese Pensionen, aber auch so eine Art "Übergangswohnheime" für Männer und Frauen getrennt. In letzteren findet Eingliederungshilfe nach §67 SGB XII statt.

Ich fand, man solle keine privaten Betreiber finanzieren (pro Nase kostet so ein Mehrbettzimmer ja schnell 300,-), sondern als Stadt / Landkreis für Plätze sorgen, die gut in Schuss und sauber sind und Einzelzimmer haben. Es tut logischerweise nicht gut, verhaltensauffällige Menschen in Mehrbett-Zimmer zu sperren. Und Sozialarbeiter, die schauen, bei wem noch was geht und dabei dann helfen. Bei uns gab es mal Kasernen, die umgewidmet wurden. Die Gebäude waren m.E. von der Struktur her ideal. Mein Prof damals war entsetzt. Wenn ich in einer Pension vor Ort bin, halte ich meine Idee immer noch für die bessere...
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Alt 31.07.2021, 10:31   #4
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Zitat:
Ich will damit sagen, dass die Auslegung und Umsetzung der Gesetze sich deutlich zu einem formaleren Umgang hin verändert hat, bei dem jeder Einsatz von Intelligenz oder Gehirn der Mitarbeiter*innen als Störfaktor wahrgenommen wird und nach Möglichkeit ausgeschaltet werden soll.

Genau das sehe ich eben an dieser Stelle nicht.
Der Sachbearbeiter der die OWLler "bearbeitet" hat nämlich kein Gesetz zur Verfügung die die Überprüfung und /oder Förderung der Wohnfähigkeit als Grundlage für die Wohnungsvergabe macht.
Der ist alleine dem derzeit gültigen Regelwerk verpflichtet (bei dem der Chef stumpf auf die Einhaltung schielt) Da kann er machen was er will-Intelligenz vor und zurück- ist nicht vorgesehen.



Den Zeichen der Zeit, z.B. den Veränderungen bei den Gründen für Obdachlosigkeit wird nirgendwo adäquat Rechnung getragen.

Auf den EGH Aspekt mag ich jetzt nicht weiter eingehen, das ist in dem Zusammenhang nicht mein Anliegen. Nur soviel: immer alles auf andere "schieben" mangels Intelligenz, mangels Kreativität, mangels passender Ausbildung usw. ist mir zu dünn und birgt für mich keinen Lösungsansatz.


Zurück zum OFWler.

Dabei ist mir aus meiner beruflichen Vergangenheit etwas eingefallen. In den 80 er Jahren hatte das damalige AA erkannt dass es sinnlos ist Langzeitarbeitslose zu versuchen in Arbeit zu zwängen (die sie in der Regel auch schnell wieder verloren hatten) da ihnen die nötigen sog. Sekundärmerkmale fehlten wie z.B. morgens aufzustehen, Durchhaltevermögen, die Frage nach der "passsenden" Tätigkeit usw. sodass Lehrgänge eingerichtet wurden, die sog. §41 a Massnahmen. (Klar, dort war auch nicht alles Gold aber immerhin).
Eigentlich wäre das genau der richtige Punkt/die Massnahme um dem Problem um die Wohnungslosigkeit zu Leibe zu rücken.


Für mich sieht es so aus wie wenn der Gesetzgeber in bestimmten Bereichen "stehen geblieben" ist. Änderungen oder Zusatzarbeiten die im Grunde notwendig wären, werden einfach übersehen. Die Arbeit mit den OFWlern ist gesetzesmässig und inhaltlich 20 Jahre hinten dran.
Das lässt mir einfach keine Ruhe.
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michaela mohr ist offline  
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Alt 31.07.2021, 10:42   #5
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Zitat:
"Wohnfähigkeit" ist ein interessantes Stichwort, das durchaus kontrovers betrachtet wird. Die einen meinen, sie muss erst (wieder) hergestellt werden - wie in deinem Fall.

Die anderen rufen "Housing first!", weil man unter prekären Bedingungen gar nicht zur Ruhe kommen könne (siehe z. B. https://taz.de/In-einem-Uebergangswo...hnen/!5492773/)
Die Diskussion kenne ich gut.
Dabei gibt es gar keinen wirklichen Grund dafür denn damit würde letztlich jeder OFWler über einen Kamm geschert. Auch in dem Problemfeldt gibt es solche und solche.
Wir hatten hier heisse Gespräche und Auseinanderstzungen über das Probeaufstellen der sog. Tiny Häuser. Was für ein Affentanz und Streit. Man konnte den Eindruck gewinnen an der Stelle die deutungshoheit zu "verlieren" käme einer Exkommunikation gleich. Fast schon widerlich.
Zitat:

Und Sozialarbeiter, die schauen, bei wem noch was geht und dabei dann helfen.
m
Genau das wäre der Punkt, aber nicht individuell vom Vermögen und der Zeit eines individuellen Sozialarbeiters abhängig, sondern gleichgeschaltet und institutionell verankert.
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Alt 31.07.2021, 11:20   #6
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Moin Michaela



Dass auch die Gesetze zu wünschen lassen bestreite ich nicht.
Zitat:
Zitat von michaela mohr Beitrag anzeigen
Genau das sehe ich eben an dieser Stelle nicht.
Wie kommst Du denn da drauf, wenn Du meine These bzgl. des Intelligenzmangels in den Behörden mit dem folgenden Sätzen bestätigst:

Zitat:
Zitat von michaela mohr Beitrag anzeigen
Der Sachbearbeiter der die OWLler "bearbeitet" hat nämlich kein Gesetz zur Verfügung die die Überprüfung und /oder Förderung der Wohnfähigkeit als Grundlage für die Wohnungsvergabe macht.
(insbesondere hier Der ist alleine dem derzeit gültigen Regelwerk verpflichtet (bei dem der Chef stumpf auf die Einhaltung schielt) Da kann er machen was er will-Intelligenz vor und zurück- ist nicht vorgesehen.
...
Den Zeichen der Zeit, z.B. den Veränderungen bei den Gründen für Obdachlosigkeit wird nirgendwo adäquat Rechnung getragen.

Je mehr Intelligenz und Wille zu sinnvollen Lösungen vorhanden ist und eingesetzt werden kann (darf und soll), desto weniger müssen die Gesetze bis ins kleinste Detail ausformuliert werden.



Zitat:
Zitat von michaela mohr Beitrag anzeigen
Auf den EGH Aspekt mag ich jetzt nicht weiter eingehen, das ist in dem Zusammenhang nicht mein Anliegen. Nur soviel: immer alles auf andere "schieben" mangels Intelligenz, mangels Kreativität, mangels passender Ausbildung usw. ist mir zu dünn und birgt für mich keinen Lösungsansatz.

OK, die EGH ist vielleicht nicht Dein Beritt, das von Dir geschilderte Problem trifft hier aber ebenso zu.

Ansonsten geht es mir nicht um eine Schuldzuweisung, sondern eine Problemverortung. Wie die Lösungsmöglichkeiten dazu aussehen könnten, ist besser an anderer Stelle zu diskutieren.
Deine Kommentierung finde ich allerdings als abweisend und peinlich. (Sorry, wenn ich das so schreibe. Muss aber mal sein.)





Zitat:
Zitat von michaela mohr Beitrag anzeigen
Zurück zum OFWler.
...
In den 80 er Jahren hatte das damalige AA erkannt dass es sinnlos ist Langzeitarbeitslose zu versuchen in Arbeit zu zwängen (die sie in der Regel auch schnell wieder verloren hatten) da ihnen die nötigen sog. Sekundärmerkmale fehlten wie z.B. morgens aufzustehen, Durchhaltevermögen, die Frage nach der "passsenden" Tätigkeit usw. sodass Lehrgänge eingerichtet wurden, die sog. §41 a Massnahmen. (Klar, dort war auch nicht alles Gold aber immerhin).
Eigentlich wäre das genau der richtige Punkt/die Massnahme um dem Problem um die Wohnungslosigkeit zu Leibe zu rücken.
Eben. Das ist doch genau das, was ich gemeint habe:
Es hat auch Zeiten gegeben, in denen intelligente Lösungswege wenigstens versucht wurden, auch wenn die Gesetzeslage damals sicherlich noch lückenhafter war als heute.


Zitat:
Zitat von michaela mohr Beitrag anzeigen
Für mich sieht es so aus wie wenn der Gesetzgeber in bestimmten Bereichen "stehen geblieben" ist. Änderungen oder Zusatzarbeiten die im Grunde notwendig wären, werden einfach übersehen. Die Arbeit mit den OFWlern ist gesetzesmässig und inhaltlich 20 Jahre hinten dran.

Hier sind wir einer Meinung.
Vielleicht sehe ich da sogar einen Gesetzesaspekt noch negativer als Du: Der Gesetzgeber achtet bei der Gesetzgebung immer mehr darauf, die einzelnen Bürger*innen als verantwortungsvolle Menschen in die Haftung zu nehmen. Leider auch in dem Sinne, dass der bzw. die Einzelne für die eigene (hier missliche Lage verantwortlich gemacht wird - auch dann, wenn er oder sie nichts oder nur wenig dafür kann. Jede*r ist seines bzw. ihres (Un-)Glückes Schmied*in.


MfG
Imre
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Alt 31.07.2021, 15:43   #7
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Zitat:
dem derzeit gültigen Regelwerk verpflichtet

Das steht da. Ob der einzelne Sachbearbeiterjetzt noch Möglichkeiten finden könnte gegen geltendes Recht zu entscheiden/sich zu positionierenlasse ich einfach mal so als ? stehen.
Die Art und Form der Obda Politik ist nicht abhängig, bzw. sollte nicht abhängig sein vom good will einzelner Personen. Es ist kein individuelles, persönliches Problem in Gesamtheit sondern ein strukturelles.

Zitat:
Ansonsten geht es mir nicht um eine Schuldzuweisung, sondern eine Problemverortung.
Die sehe ich eben nicht in der Fähigkeit oder Unfähigkeit einzelner Personen, teilweise auch Institutionen sondern s.o.
Zitat:
Eben. Das ist doch genau das, was ich gemeint habe:
Es hat auch Zeiten gegeben, in denen intelligente Lösungswege wenigstens versucht wurden, auch wenn die Gesetzeslage damals sicherlich noch lückenhafter war als heute.
Das waren damals keine "intelligenten Lösungen" sondern neben allen anderen Effekten eine höchst beliebte Methode die AA Statistik super positiv zu verbiegen/zu vermindern, teilweise die Leute auch zu gängeln und aus dem Bezug zu treiben weswegen ich schrieb:
Zitat:
Klar, dort war auch nicht alles Gold aber immerhin
Bei diesen sog. Massnahmen handelte es sich um klare dienstliche Anweisungen der Arbeitsagentur in Nürnberg.

Zitat:
Wie die Lösungsmöglichkeiten dazu aussehen könnten, ist besser an anderer Stelle zu diskutieren.
Genau um die Lösungsmöglichkeiten ging es mir (auch), einen Vorschlag hatte ich dazu ja bereits angerissen.
Für mich gehörte das hier schon dazu.
Nix für Ungut.


PS @Forenfuchs, bei euch kenne ich nur (vom Hörensagen) diese Pension "Topfgugger.
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