Dies ist ein Beitrag zum Thema Digitalisierung - Aufbewahrung der Originale im Unterforum Situation der Betreuer/innen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Moin moin
Die Akten von ehemeligen Betreuten, die keiner haben will gehen bei mir nach 10 Jahren weg zum schreddern. ...
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#11 |
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Admin/Berufsbetreuer
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 9,490
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Moin moin
Die Akten von ehemeligen Betreuten, die keiner haben will gehen bei mir nach 10 Jahren weg zum schreddern. D.h. seit Jahren gibt es zum Jahreswechsel immer ein "Schredderfest". Für die Papiere heißt das: raus aus den Ordnern und ab zur Aktenentsorgungsfirma. Selberschreddern ist irgendwann zu mühseelig geworden. Ob es eine gesetzlich geregelte Aufhebefrist oder Halbwertszeit für Betreutenakten gibt, wüßte ich so nicht. Mit freundlichen Grüßen Imre
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Fehler sind dazu da, um sie zu machen und daraus zu lernen. Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen. |
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#12 |
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Moderator
Registriert seit: 24.03.2005
Ort: Duisburg, Ruhrgebiet, NRW
Beiträge: 7,452
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10 Jahre ist deshalb ganz gut, weil das die Verjährungsfrist für Vermögensschäden ist und außerdem die Aufbewahrungsfrist für steuerrelevante Unterlagen (sowie die Aufbewahrungsfrist beim BetrG). Das Eigentumsrecht erlischt aber erst nach 30 Jahren. Wie groß ist aber die Wahrscheinlichkeit, dass nach mehr als 10 Jahren. Wenn man genug Platz hat (Kellerraum) spricht aber nichts gegen eine längere Aufbewahrung. Man spart sich Arbeit und hat, wenn der Russe kommt, was zum Verheizen.
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Mit vielen Grüßen Horst Deinert Weitere Infos: https://www.lexikon-betreuungsrecht.de |
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#13 |
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Einsteiger
Registriert seit: 03.09.2014
Ort: Berlin
Beiträge: 12
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Mit allem Respekt gegenüber Ihrer fachlichen Kompetenz, lieber Herr Deinert: Politischen Äußerungen "wenn der Russe kommt" möchte ich bitten zu unterlassen. Ich weiß nicht, ob Sie die Aussage ernst meinen oder nur ein flachsiger Humorversuch war; beides ist bei der aktuellen immer weiter eskalierenden Lage - nicht nur auf der großen Bühne, sondern auch in unserem kleinen Umfeld - unangebracht und dienen nicht der Deeskalation und der Verständigung, die wir aus meiner Sicht aber dringend brauchen.
Wie schrieben Sie neulich: Bei Linkedin kann man wohl derzeit solcher Diskussionen gut führen. Vielen Dank für Ihre Beachtung! Viele Grüße Jana Hirsch |
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#14 | |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 16.09.2025
Beiträge: 62
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Zitat:
Ich glaube es war nicht ernst gemeint. Weil wenn "der Russe kommt" ist zweifelhaft, ob die Papiere nicht eh schon Staatseigentum sind. =) Nee, Quatsch! Ich kann schon verstehen, was du meinst. Aber ehrlich gesagt musste ich bei dem Satz ganz schön lachen. Zumal Horst in seinen Beiträgen nicht unbedingt der Typ ist, der allzu viel Humor zu verschenken hat. Ich möchte hier überhaupt keine politische Grundsatzdiskussion starten, aber ich staune immer wieder über Leute, die noch auf Verständigung und Deeskalation hoffen. Ich persönlich finde, so lange man mal einen Satz fallen lässt, ist das nicht so wild. Geändert von Jungbrunhilde (24.11.2025 um 12:13 Uhr) |
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#15 | |
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Berufsbetreuer
Registriert seit: 30.07.2007
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 2,810
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...ich auch
![]() Zitat:
![]() mfg
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Optimismus ist nur ein Mangel an Information (Heiner Müller)
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#16 |
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Moderator
Registriert seit: 24.03.2005
Ort: Duisburg, Ruhrgebiet, NRW
Beiträge: 7,452
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[[sarkasmus]]
Hallo, dass ich nicht allzuviel Humor zu verschenken habe, ist mir neu. In der Eigenwahrnehmung bin ich eine Stimmungskanone 🤪. Tja, wie man sich irren kann. Zum Russen: normalerweise hätte ich gesagt, man könnte das verfeuern, wenn mal schlechte Zeiten kommen. Wobei ich manchmal den Eindruck habe, die sind schon da. Als es letzte Tage so kalt war, als gäbe es keinen Klimawandel, verfeuerten die lieben Nachbarn ringsherum (obwohl überall Zentralheizungen vorhanden sind), so viele seltsame Sachen in ihren Kaminöfen, dass ich den Eindruck hatte, hier hätten alle wieder Kohleöfen. Der Gestank war jedenfalls danach. Im übrigen: ich glaube heute genau so wenig daran, dass der Russe kommt, wie das auch in den letzten Jahrzehnten nicht der Fall ist. Ich halte es eher wie Sting mit seinem Song „Russians“. Ein bisschen weniger Kriegshysterie, und schon sinken die Aktien der Firma Rheinmetall, wie ich der heutigen Zeitung entnehmen darf. Und um einen ehemaligen SPD-Politiker zu zitieren: „ das ist auch gut so.“ [[/sarkasmus]]
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Mit vielen Grüßen Horst Deinert Weitere Infos: https://www.lexikon-betreuungsrecht.de |
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#17 |
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Stammgast
Registriert seit: 02.02.2011
Ort: NRW
Beiträge: 873
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Ich fand die Idee mit dem Verfeuern so schlecht jetzt auch nicht: aus Umweltgründen selbstredend nur in entsprechenden Notfällen.
Allerdings fuchst es mich schon, dass ich das Eigentum fremder Leute hier kostenfrei ewig lange lagern soll. Zudem bin ich in 10 Jahren deutlich in der Rente. Soll ich da für Prograstinierer einen speziellen Raum anmieten, bis sich deren Enkel erinnern, dass für den Opa noch irgendwo ein alter Rentenbescheid rumliegen könnte... Ich habe jetzt mehrere Fälle, wo ich den Leuten Übergabetermine angeboten habe. In zwei Fällen bin ich mit vereinbartem Übergabetermin sogar losgefahren, ohne dass jemand gekommen wäre. Könnte man bei beweglichen Sachen nicht auch annehmen, dass die Akten herrenlos sind, wenn der Eigentümer die Möglichkeit diese zu erhalten nicht wahrnimmt? |
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#18 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 09.10.2025
Ort: Steinbach(Taunus), Hessen
Beiträge: 68
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Ich habe nur Fälle gefunden, bei denen nach Trennungen ein Partner sein Eigentum nicht mehr abgeholt hat. In dem Fall kann man diesem eine Frist setzen, und nach Ablauf dieser das Eigentum kostenpflichtig vernichten.
Ich bin mir aber nicht wirklich sicher, ob das auch für diesen beschriebenen Fall gelten, oder ob es für Akten Sonderregeln gibt. Für bestimmte Akten gibt es schließlich Mindestaufbewahrungsfristen, aber das betrifft ja typischerweise den Eigentümer der Akten, nicht jemand Drittes, der diese ohne Vertrag unentgeltlich aufbewahrt. |
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