Dies ist ein Beitrag zum Thema Viele Betreute verlangen zuviel im Unterforum Situation der Betreuer/innen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
geht es Euch auch so, daß manche Betreute ( oder deren Angehörige, oder das Personal im Heim bzw.Krankenhaus) den Beruf ...
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#1 |
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Gast
Beiträge: n/a
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geht es Euch auch so, daß manche Betreute ( oder deren Angehörige, oder das Personal im Heim bzw.Krankenhaus) den Beruf des Betreuers mit dem eines persönlichen Assistenten verwechseln?
Da ja die Aufgabenbeschreibung zB bei Gesundheitssorge oder Vermögenssorge sehr schwammig sind ist das alles dehnbar, aus Sicht der Betreuten heißt das das die meinen sie könnten alles haben, aus Sicht des Betreuers bedeutet das "dehnbare" das wir auch "Nein" sagen können, weil es nicht meine Aufgabe ist ( aus meiner Sicht ) Wie seht Ihr das und leidet Ihr manchmal sogar unter der Last ( falls Ihr nicht nein sagen könnt)? Ein Kollege aus meinem Ort hat derzeit burnout ( seit Monaten arbeitsunfähig),obwohl er nur 25 Betreute hatte, aber er konnte eben nicht nein sagen, |
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#2 | |
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Routinier
Registriert seit: 06.03.2018
Ort: Bürstadt, Hessen
Beiträge: 1,209
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Zitat:
Das ist ein Problem, welches es schon eh und je gibt. Wer in dem Job nicht nein sagen kann, ist hier falsch. Alles was tatsächliche Hilfeleistung ist, muss nicht von uns erledigt, sondern maximal organisiert werden. Wer also Nein sagen kann, leidet auch nicht unter der Last... |
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#3 |
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Gibt einen aus
Registriert seit: 24.04.2013
Ort: Bayern
Beiträge: 222
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Nein sagen kann man lernen.
Wer es schneller lernt ist früher zufrieden. Man darf sich aber auch mal über die "running gags" amüsieren, z.B: fahren Sie schnell mal die Zahnbürste des Betreuten nach ...., usw. |
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#4 |
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Einsteiger
Registriert seit: 04.09.2023
Ort: Sachsen-Anhalt
Beiträge: 16
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Aufgabe vom Betreuer ist u.a., den Willen des Betreuten zu ergründen, alle zumutbaren und verfügbaren Hebel in Bewegung zu setzen und diesen Prozess für Dritte (insbesondere das Gericht) lückenlos nachvollziehbar zu machen. Wenn das System an seine Grenzen stößt, ist das keine persönliche Niederlage, sondern eine Tatsache, die es zur Vermeidung von Haftungsrisiken zu protokollieren gilt.
Sollte es zu einem Schaden kommen, weil ein Leistungserbringer seine Verpflichtung nicht eingehalten hat, könnte dies lückenlos belegt werden (Sorgfaltspflicht erfüllt). Bei rein mündlicher Kommunikation per E-Mail Inhalt zusammenfassen/ "gegengezeichnetes" Telefonat ist ein starkes Instrument, um den Handlungsspielraum zu wahren und sich haftungssicher zu verhalten. |
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#5 | |
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Routinier
Registriert seit: 06.03.2018
Ort: Bürstadt, Hessen
Beiträge: 1,209
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Zitat:
Ich glaube um Haftungsthemen ging es jetzt nicht unbedingt. |
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#6 |
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Einsteiger
Registriert seit: 04.09.2023
Ort: Sachsen-Anhalt
Beiträge: 16
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Das Verständnis für Haftungsgrundsätze könnte sogar die "mentale Betriebsanleitung" für den Beruf sein. Nach dem Motto"Ich bin ein guter Betreuer, wenn ich meinen Prozess korrekt durchführe und dokumentiere – nicht wenn ich die Welt rette."
Und starker Schutz gegen Burnout. Undefinierbare bzw. überwältigende Aufträge werden zu machbaren, dokumentierbaren professionellen Handlungen. Die Einstellung schützt psychische Ressourcen, mit dem setzen klarer Grenzen und erlaubt, am Ende des Tages mit dem guten Gefühl nach Hause zu gehen. ..."Ich habe heute meine Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen getan und das kann ich auch belegen." |
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#7 | |
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Berufsbetreuer
Registriert seit: 30.07.2007
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 2,817
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Zitat:
![]() MfG
__________________
Optimismus ist nur ein Mangel an Information (Heiner Müller)
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