Dies ist ein Beitrag zum Thema Filiale gründen ( ca. 300 km entfernt ) im Unterforum Situation der Betreuer/innen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Zitat:
Zitat von Forenfuchs
Davon abgesehen sollte kein gut geeigneter Betreuer nötig haben, den Radius auf 300 km auszudehnen. Auch ...
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#21 | |
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Routinier
Registriert seit: 29.11.2009
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 1,312
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Zitat:
Einspruch. Meine drei Forensiker wurden fast zur gleichen Zeit in eine Forensik nahe Hannover verleg, ca. 240 km Anfahrt. Alle wollen den bisherigen RA und mich behalten. Und da ich alle lieb habe, behalte ich meine drei "Helpme's". Aber das ist auch eine Ausnahme, und nur, weil sie sowieso den ganzen Tag unter Aufsicht stehen. Ich würde dort aber keine weiteren Betreuungen übernehmen. Ich bin auf jeden Fall bei den Verlängerungen der Unterbringung beim Landgericht dabei, also dreimal im Jahr vor Ort. Dann besuche ich auch die anderen Beiden. Alles weitere kläre ich mit dem Sozialdienst oder schreibe persönliche Briefe. Ausnahmen bestätigen manchmal die Regel. Ich hatte aber auch mal eine Betreute, die in Richtung ihrer Kinder an die Ostsee gezogen ist. Die Abgabe der Betreuung zog sich hin. Zweimal lag sie in der Notaufnahme mit kritischen Gesundheitszustand, so dass ich hingefahren bin. Das sprengt natürlich den Tag und rechnet sich nicht. Der Leuchtturm |
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#22 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 20.10.2024
Ort: NRW
Beiträge: 109
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Lieber Kollege,
ich finde Deine Idee reizvoll, und kann ausser Fragen der Effizienz der Arbeitsabläufe, welche sich ja auch nach den individuellen Begebenheiten richten, keinen Hinderungsgrund gegen Deine Idee sehen. Du wirst schon wissen, warum ein solches Modell für Dich infrage kommt. Lass uns mal lesen was draus geworden ist, oder welche Erfahrungen Du machst. Ich interessiere mich grade auch deswegen, da ich perspektivisch plane für einen Zeitraum von 2-3 Monaten jährlich nicht in der BRD zu sein, trotz weiter laufendem Büro. Da habe ich auch schon einige Überlegungen angestellt, aber stehe noch weit am Anfang des Projektes. vg Martin |
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#23 | |
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Club 300
Registriert seit: 29.07.2019
Ort: Nähe Weißwurstäquator
Beiträge: 361
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Zitat:
stattgegeben, nichts für ungut! Dass man Leute behält, die umziehen, kommt natürlich vor und ist im Einzelfall auch gut und wichtig. Manchmal ist der Betreuer/die Betreuerin der einzige stabile Kontakt. Das ist für mich aber was anderes als "ich mache in 330 km eine Filiale auf, weil ich vor Ort nicht genug Betreuungen kriege". Grüße vom Fuchs |
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#24 | |
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Admin/Berufsbetreuer
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 9,604
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Moin moin
Zitat:
Das sehe ich ganz entschieden auch so. Wenn meine Betreuten wegziehen und mich behalten wollen, dann soll das auch gehen. Allerdings sage ich auch, dass die direkten, perlönlichen Kontakte nicht mehr so oft laufen können. Und dass die Betreuung dann an jemand anderes abgegeben wird, wenn die Betreuten sich weiter entwicket haben und mehr Unterstützung benötigen, als ich bieten kann. Das fanden bisher alle Betreuten gut so. (Ich auch) Mit freundlichen Grüßen Imre
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Fehler sind dazu da, um sie zu machen und daraus zu lernen. Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen. |
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#25 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 19.10.2014
Beiträge: 100
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Ich halte das für keine gute Idee. Gerade am Anfang gibt es manchmal so Phasen wo man Angst hat nicht genug Fälle zu bekommen. Das ist normal. Das gibt sich aber, wenn man gute Arbeit macht und sich seinen "Klientenstamm" aufgebaut hat. Rechtliche Betreuungen sind wirklich viel viel Arbeit, oft auch mal am Limit ( vor allem wenn man wirklich gute Arbeit machen will). Manchmal kommt alles auf einmal. Wenn man dann durch solche Geschichten wie mit eine "Filiale" Ressourcen unnötig verschwendet, wird es dann später richtig happig und die Klienten leiden - oder man kann halt wirklich nur 15 Klienten an jeder Filiale haben. Es dauert einfach wirklich bis man von Betreuungen leben kann - unter zwei Jahren sollte man das nicht einplanen. Es ist leider auch sehr einfach bei rechtlichen Betreuungen richtig schlechte Arbeit zu machen, weil man sich verzettelt oder überfordert. Ich habe schon solche Fälle von den neuen Kollegen übernommen und kann deswegen nur warnen. Schnell und effizient verdient man mit Betreuungen kein Geld. Meinen Stundenlohn will ich mich nicht ausrechnen. Jeder Angestellte verdient mehr - aber der muss halt nach 40 h in der Woche aufhören zu arbeiten - wir müssen das nicht.
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#26 |
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Moderator
Registriert seit: 24.03.2005
Ort: Duisburg, Ruhrgebiet, NRW
Beiträge: 7,631
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M.E. kann das nur (abgesehen von den zusätzlichen Anfangsinvestitionen) klappen, wenn man an dem jeweils 2. Standort eine fähige Bürokraft hat - oder auch an jedem der Orte. Zu glauben, man könnte auch eilige Sachen irgendwie aus der Pampa tel. erledigen, halte ich für Illusion. Gerade am Anfang muss man bei allen möglichen Stellen und Leuten auch mal persönlich auftreten und dort seine Duftmarke (im übertragenen Sinn) hinterlassen.
Das beste wäre, am 2. Standort gibts einen anderen Berufsbetreuer, der perspektisch aufhören will - und von dem du lernen und die Fälle nach und nach übernehmen kannst.
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Mit vielen Grüßen Horst Deinert Weitere Infos: https://www.lexikon-betreuungsrecht.de |
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#27 |
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Forums-Azubi
Registriert seit: 07.03.2026
Ort: Thüringen
Beiträge: 33
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An dem angepeilten 2. Standort wäre ich in einer Bürogemeinschaft (mit Halbtagskraft ) eingebunden, Kosten sind überschaubar, da insges. 5 Betreuer sich diese teilen.
Bei mir ( und bei manch anderen auch ) kommt jetzt nach fast 1,5 Jahren der Knackpunkt, weil die schönen ca.70 % der Erstfälle nun in den 13. Monat gehen, d.h. rund 40 % weniger Einnahmen, weil keine neuen Erstfälle hinzukommen und wenn man dann gute Arbeit geleistet hat werden 2-3 in ein betreutes Wohnen umziehen, d.h. wieder deutliche Einbußen, abgesehen davon das auch mal einer sterben könnte. Ein Kollege hat sehr viele ältere Menschen und lebt in Angst wenn einer davon ins Krankenhaus muß, weil er eh schon wenig Einnahmen hat und wenn einer wegfällt und nichts nachkommt, das ist bei vielen ( nicht nur bei mir) ein Problem, kommt der Betreuer selbst ins Schlingern - das betrifft die alten Betreuerhasen nicht, weil die alle 40-50 Fälle haben, aber die neuen Betreuer haben das Problem. |
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#28 |
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Moderator
Registriert seit: 24.03.2005
Ort: Duisburg, Ruhrgebiet, NRW
Beiträge: 7,631
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Ja, das ist nachvollziehbar. Da hattest du aber auch das „Glück“, komplett Neufälle zu bekommen und keine Betreuerwechsel. Aber die Frage ist: warum kommen keine neuen Fälle mehr? Hast du bei der BtB vor Ort (und ggf den Nachbarlandkreisen) denn Übernahmebereitschaft bekundet? Manchmal ist man einfach nicht (mehr) auf dem Behördenradar. Etwas klappern gehört zum Geschäft.
Übrigens: Krankenhausaufenthalte führen (anders als Dauerheimverträge) doch gar nicht zu einer Runterstufung. Es kommt nicht auf den tatsächlichen, sondern den gewöhnlichen Aufenthalt (= Lebensmittelpunkt) an. Kennt da wieder einer das Vergütungsrecht nicht - oder lässt er sich vom Bezirksrevisor ins Bockshorn jagen? Und beim betreuten Wohnen kommts auch sehr auf den Einzelfall an. Wenn Betreuer sich natürlich nicht wehren und jeden Quatsch glauben…
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Mit vielen Grüßen Horst Deinert Weitere Infos: https://www.lexikon-betreuungsrecht.de |
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#29 | |
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Club 300
Registriert seit: 29.07.2019
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Beiträge: 361
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Zitat:
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#30 |
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Club 300
Registriert seit: 29.07.2019
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