Dies ist ein Beitrag zum Thema Betreuer erschlagen und vergraben, Bericht NDR vom 08.04.26 im Unterforum Situation der Betreuer/innen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Zitat:
Zitat von Mimmi
Hallo,
steht das irgendwo, dass es sich beim Betreuer tatsächlich um einen gesetzlichen Betreuer handelt? Ich ...
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#11 | |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 09.10.2025
Ort: Steinbach(Taunus), Hessen
Beiträge: 215
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Zitat:
Nun, es steht der Betreuer war ein Bekannter des Betreuten - daher vermute ich, dass er ehrenamtlich tätig war. Denn wenn ein Berufsbetreuer auf die dumme Idee kommt, Geld zu veruntreuen, dann wahrscheinlich nicht nur bei einem Klienten, und dann würde man dementsprechend auch in dem Bericht von mehreren Fällen der mutmaßlichen Veruntreuung lesen. |
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#12 |
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Einsteiger
Registriert seit: 06.03.2015
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 19
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Die Lokalzeitung sagt zu dem Fall, dass der Tote ein Familienangehöriger war, Betreuer des einen Sohnes in der Vergangenheit. Alle sind deutsche Staatsbürger*innen, nur die Ehefrau des Toten ist Belarussin. Es wurden öffentliche Gelder unterschlagen, nicht privates Geld der Beschuldigten. Deshalb war der Tote zur Festnahme ausgeschrieben. Vermutlich deshalb hatte er sich zwischenzeitlich nach Belarus abgesetzt. Alle Infos aus der Nordwestzeitung.
Ansonsten schließe ich mich dem an, dass es nicht um den Fall an sich geht, sondern um das Risiko, das wir tagtäglich eingehen und meistens innerlich wegschieben und rationalisieren bis mal wieder Gewalt gegen Betreuer*innen bekannt wird. Und trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, die absolut sinnvoll sind, haben wir nur ganz bedingt Kontrolle darüber. Und wenn etwas passiert, beruhigen wir uns mit Argumenten und projizieren die Gefahr auf Andere, weil uns dann "sowas" nicht passiert. In diesem Fall, es war Unterschlagung im Spiel, eine Familienangelegenheit, Belarus, andere Berufe sind gefährlicher usw.. Es wird immer auf irgendeine Art und Weise das Opfer (mit)verantwortlich gemacht. Und dann kommt ziemlich zuverlässig die Unschuldsvermutung, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Dieser Mechanismus ist auf alle anderen Formen von Gewalt übertragbar, zutiefst menschlich, aber unbedingt zu überdenken. In diesem Sinne schließe ich mich Leuchtturm an, passt auf Euch auf. Ich mach zum Beispiel keine Erstbesuche mehr bei mir unbekannten Menschen zu Hause und auch nicht bei von mir betreuten Männern. Ca. 80€ netto pro Fall und Monat sind es nicht wert. |
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#13 |
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Moderator
Registriert seit: 24.03.2005
Ort: Duisburg, Ruhrgebiet, NRW
Beiträge: 7,666
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Ich gebe Fionna recht, dass unabhängig von welchen merkwürdigen Konstellationen auf den Selbstschutz geachtet werden muss. Das heißt auch kollegiale Hilfe, die Betreuumgsbehörde in die Pflicht nehmen (§ 6 BtOG) und lieber einmal mehr die Polizei als einmal zu wenig. Ich meine, wir haben zu dieser Frage aber auch schon einen Thread.
Der Pressebericht hatte bei mir tatsächlich seltsame Assoziationen geweckt - und der belarussische Hintergrund hat auch dazu beigetragen, gewisse Vorurteile zu aktivieren. Zumal Betrügereien an den eigenen „Landsleuten“ (auch bei Spätaussiedlern) auch in meinem beruflichen Umfeld immer wieder Thema waren. Ich hatte übrigens auch Zweifel, ob das überhaupt ein rechtlicher Betreuer war - eher ein Bevollmächtigter; aber das ist natürlich nicht das Entscheidende. Übrigens zum „kugelsicheren“ Laptop noch ein kurioser Bericht; ich weiß schon, warum ich ein Macbook habe: https://futurezone.at/digital-life/m...lder/403118180
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Mit vielen Grüßen Horst Deinert Weitere Infos: https://www.lexikon-betreuungsrecht.de |
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#14 |
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Gesperrt
Registriert seit: 12.07.2023
Ort: BW
Beiträge: 148
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Wenn die Verfahren wie in meinem bekannten Fall mit einer Betreuerin über 6 Jahre in die Länge gezogen werden und die Justiz macht den ganzen Irrsinn mit, darf man sich nicht wundern, wenn einem dann die Sicherungen durchbrennen.
Die Präsidentin des OLG Celle gab an, dass wir heute die Hälfte der Verfahren gegenüber früher bei gleicher Richteranzahl haben, und die Verfahren dauern immer noch so lange. |
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#15 |
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Admin/Berufsbetreuer
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 9,635
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Moin moin
Muss die in dem Dir bekannten Fall betroffene Betreuerin jetzt befürchten, dass ihr ein Vampir in den Nacken beißt? Oder eher die Richter, dass ihnen ein bisschen Hund an die Waden pinkelt? Mit freundlichen Grüßen Imre
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Fehler sind dazu da, um sie zu machen und daraus zu lernen. Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen. |
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