Dies ist ein Beitrag zum Thema Betreuer erschlagen und vergraben, Bericht NDR vom 08.04.26 im Unterforum Situation der Betreuer/innen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Moin,
anbei ein doch schrecklicher Bericht bezüglich eines Kollegen. Mein Beileid an die Angehörigen.
Und alle Andren: Passt auf euch ...
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#1 |
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Routinier
Registriert seit: 29.11.2009
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 1,305
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Moin,
anbei ein doch schrecklicher Bericht bezüglich eines Kollegen. Mein Beileid an die Angehörigen. Und alle Andren: Passt auf euch auf. https://www.ndr.de/nachrichten/niede...ulkum-104.html Der Leuchtturm |
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#2 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 16.09.2025
Beiträge: 61
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Moin Leuchtturm,
ja, schön ist das nun wirklich nicht. Wenn man sich die offizielle Version des Verlaufs anschaut, demnach der Betreuer zur Fahndung ausgeschrieben war, u.a. weil er Gelder veruntreut haben soll, bekommt man den Eindruck: Hier hat sich was aufgebauscht. Und der Betreute könnte hier eine Art Selbstjustiz ausgeübt haben. Das macht die Sache nicht besser. Und sicher weiß man auch nicht, inwieweit die offiziell verkündeten Ermittlungsergebnisse der Wahrheit entsprechen. Aber aus meiner Sicht ist das dann was ganz anderes, als ein Betreuter, der im Wahn und aus einem scheinbar nichtigen Anlass heraus so agiert. Das würde mir als Neubetreuer jedenfalls deutlich mehr zu denken geben. Ich wünsche jedenfalls keinem Betreuer so was. Ganz egal was dem zu Grunde liegt. |
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#3 |
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Gehört zum Inventar
Registriert seit: 25.06.2021
Ort: Balkonien
Beiträge: 2,557
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Sagen wir es mal so, richtig war sicherlich weder die Unterschlagung noch der Totschlag.
Aber hätte der Betreuer die Unterschlagung nicht begangen, gäbe es ihn sicherlich noch heute. |
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#4 |
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"Nervensäge" vom Dienst
Registriert seit: 08.12.2008
Ort: Berlin
Beiträge: 1,062
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Bitte nicht pietätlos auffassen, aber etwas "verwundert" mich auf Anhieb schon:
Wenn ich das mit einem anderen Fall vergleiche, wo eine ehemalige Viva-Moderatorin ihren Ex-Mann beschuldigt ... ihr wisst welchen Fall ich meine und sich Menschen an div. Stellen klar pro der Moderatorin positionieren, wird man fast augenblicklich mit "In Deutschland gilt immer noch die Unschuldsvermutung!" etc. beinahe gekreuzigt. Im Bericht steht bislang, dass es kein Geständnis gibt, 1 Person (ehem. Betreuter des Getöteten) ist in U-Haft, gegen Mutter und Bruder wird wegen Mordverdacht ermittelt. Ich lehne im Übrigen derartige Selbstjustiz, wenn dies der Fall war komplett ab. Sitze nur grad vorm Rechner und überlege, wieso gerade hier, die ihr ja eigentlich auch Teil des Justizapparetes seid, so viel stärker von der Schuld der erwähnten Personen ausgegangen. Ist das eine Altersfrage, liegt es am Verbrechen oder worin könnte der Unterschied liegen? Bitte nicht als Vorwurf auffassen, sollte es so wirken, habe ich mies formuliert. Selbstverständlich gilt mein Mitgefühl den Angehörigen, die schon zuvor durch die lange Ungewissheit bereits Qualen erleiden mussten. |
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#5 |
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Moderator
Registriert seit: 24.03.2005
Ort: Duisburg, Ruhrgebiet, NRW
Beiträge: 7,431
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Dieser Pressebericht scheint von einem „Tatort“-Drehbuchautor zu stammen. Weißrussischer Betreuer nimmt jungen Betreuten aus, die Tat fliegt auf, flüchtet in die alte Heimat. Kehrt kurzfristig zurück (um die versteckte Beute zu holen?), wird vom Betrogenen gestellt und umgebracht. Meine Güte. Bin mal gespannt, wie die Berichterstattung weitergeht. Vielleicht könnte man sogar eine Miniserie daraus machen.
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Mit vielen Grüßen Horst Deinert Weitere Infos: https://www.lexikon-betreuungsrecht.de |
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Routinier
Registriert seit: 29.11.2009
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 1,305
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Zitat:
ich betrachte hier nicht die Schuldfrage, dafür gibt es die Staatsanwalschaft. Ich mache mir bei meinen Betreuungen aber Gedanken. Wie schnell wird vom Betreuten behauptet, man unterschlage Geld. Oder aber weiter überlegt, wie schnell kommt der Vorwurf, die Ärzte und der Betreuer will einen Betreuten mit Tabletten vergiften. Und sicherlich gibt es noch andere "irre" Vorwürfe. Wenn dann noch eine Unberechenbarkeit aufgrund einer Krankheit oder auch falscher Erziehung hinzukommt, kann es gefährlich werden. Ich weiss zumindest nicht immer, ob meine paranoid schitzophrenen Helpme's in mir den Betreuer oder den Teufel sehen. Der Leuchtturm |
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#7 |
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Admin/Berufsbetreuer
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 9,480
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Moin moin
Das sehe ich auch eher so wie Leuchtturm... ...und bin gerade gestern einen Betreuten losgeworden, der mir das Mobiliar meines Büros entgegengeworfen und mir damit einen unterhaltsamen Tag im Krankenhaus vermittelt hat. In 28 Jahren von zwei Betreuten angegriffen zu werden ist zwar recht wenig, aber immer noch zwei Mal zu viel. MfG Imre
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Fehler sind dazu da, um sie zu machen und daraus zu lernen. Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen. |
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#8 |
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Berufsbetreuer
Registriert seit: 21.02.2008
Ort: Hessen
Beiträge: 1,410
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Ich denke wir sollten immer wissen, dass uns berufshalber auch mal Gewalt erteilen kann, uns davon aber nicht beherrschen lassen.
Gewisse Sicherheitsstandards würde ich allerdings nie unterschreiten: Ich ziehe nirgendwo meine Schuhe aus. Klingt albern, hält mich aber fluchtbereit. Ich habe Einmalüberschuhe in der Aktentasche. Meine mit Laptop und Pultordner prall gefüllte Lederaktentasche kann man fast schon als schuss- und stichfest einstufen. Sie bleibt immer am Mann. Ich weiß überall, wo derAusgang ist und halte mich mit Blickrichtung dorthin möglichst nahe dort auf. Am besten mit niemand dazwischen. Defensive Kommunikation. Wo grade krisenhaft die Hütte brennt, muss ich nicht recht haben. Das kann ich wann anders haben. Den Klienten immer alles gut und zugewandt begründen, und transparent arbeiten als Prävention. Hierfür Zeit verwenden. Und auf den hier gegenständlichen Fall bezogen: Keinen bescheißen und immer Wort halten. Ich werde vermutlich trotzdem mal eine auf die Schnauze bekommen. In den bisherigen 20 Jahren aber zum Glück noch nicht. |
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#9 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 15.02.2022
Ort: in Baden-Württemberg
Beiträge: 154
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Hallo,
steht das irgendwo, dass es sich beim Betreuer tatsächlich um einen gesetzlichen Betreuer handelt? Ich habe die entsprechende Passage nicht gefunden oder überlesen. Im Berufsalltag wissen die wenigsten, was für verschiedene Arten von Betreuungen es gibt. Meistens wird gesetzliche Betreuung mit sozialer Betreuung gleichgesetzt. Am schrecklichen Geschehen ändert das natürlich nichts.
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Mimmi aus Baden-Württemberg |
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#10 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 20.10.2024
Ort: NRW
Beiträge: 105
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Ist das jetzt wirklich für uns relevant? Ich arbeite Seit 25 Jahren in unserer Arbeit. Davor im Jugendamt, Sozialamt, Gesundheitsamt (teils Praktika) und in einem Wohnheim. Bislang habe ich 0 × 1 aufs Auge bekommen. Wir arbeiten mit Menschen. Und öffentlich. Das birgt ein gewisses Risiko. Mein Cousin hat 45 Jahre lang in einer Bank gearbeitet und wurde 3 mal überfallen, und hat jedes Mal in den Lauf einer Waffe geschaut. Wer hat hier die gefährlichere Arbeit? Ein wenig Selbstreflexion, Vorsicht und Zurückhaltung hat noch nie geschadet. Ansonsten sollte man hier schlicht den Ball flach halten. Was die Qualität der eigentlichen Nachricht angeht frage ich mich: was macht das für uns relevant? Ein Mensch wurde (mutmasslich) umgebracht, und er war wohl mal Betreuer eines irgendwie Verdächtigen.....
Muss das was bedeuten? |
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