Dies ist ein Beitrag zum Thema Verband: BDB, BVfB, ... im Unterforum Situation der Betreuer/innen , Teil der Offenes Forum gesetzliche Betreuung
Da ich voraussichtlich in ein paar Monaten meine Registrierung in den Händen halte, stellt sich auch für mich die Frage ...
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#1 |
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Ich bin neu hier
Registriert seit: 03.02.2026
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 8
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Da ich voraussichtlich in ein paar Monaten meine Registrierung in den Händen halte, stellt sich auch für mich die Frage nach der Mitgliedschaft in einem Verband.
Zu dem Thema habe ich einen interessanten, jedoch ziemlich alten Thread gefunden - vielleicht hat sich ja etwas geändert. Es gibt wohl zwei wichtige Verbände: BDB und BVfB. Da ich freiberuflich tätig sein werde, ist auf den ersten Blick der BVfB die passende Wahl. Allerdings ist der BDB aufgrund seiner Größe der mächtigere Verband, und eine starke Lobby ist kein Fehler. 10 Prozent Rabatt bei vielen Seminaranbietern und Sonderkonditionen bei Versicherungen bieten beide. Wie seht Ihr das? Bei welchem Verband seid Ihr (wenn überhaupt) und wie profitiert Ihr? Viele Grüße Andy |
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#2 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 09.10.2025
Ort: Steinbach(Taunus), Hessen
Beiträge: 106
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Ich bin als Anfänger Mitglied des BdB geworden. Die Rabatte für diverse Produkte wie Software und Versicherungen sind ganz nett.
Aber aus meiner Sicht gibt es einen viel größeren Vorteil: Ein lokales Netzwerk mit aktiven und engagierten Kollegen bringt viel. Wenn es mal um knifflige Frage geht, oder "lokalspezifisches" (z.B. wie genau ein spezielles AG tickt), dann bringt so eine Verband sehr direkten Nutzen. Dazu natürlich noch die Lobbyarbeit, damit der Betreuerstand nicht überhört wird. Und dann gibt es noch weitere Vorteile. Ich habe z.B. bei meinem letzten lokalen Treffen gleich potentiell zwei neue Klienten aquirieren können, weil ein anderer Kollege wegzieht und diese Fälle abgeben wollte. Für mich als Neuling ist das natürlich sehr praktisch. Oder auch, wenn du mal einenen Verhinderungsbetreuer organisieren musst, ist so eine lokale Gruppe gut. Ich würde mich daher daran orientieren, welcher Verband bei dir in der Nähe lokal stärker organisiert ist. |
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#3 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 17.12.2024
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 281
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Ich möchte noch daran erinnern, das sowohl BdB als auch BvfB meines Erachtens nicht gerade günstig sind, auch als Berufseinsteiger. Muss man abwägen, ob die angebotenen Leistungen das rechtfertigen.
Ich werfe noch den Betreuungsgerichtstag e.V. ein. Die sind relativ günstig und auch mit einer dortigen Mitgliedschaft gibt's Software-Rabatt. |
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#4 |
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Routinier
Registriert seit: 29.11.2009
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 1,308
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Moin,
ich habe früher auch lange überlegt und abgewägt. Letztendlich ist das eine persönliche Entscheidung. Auch habe ich ab und an über einen Austritt nachgedacht, aber nie vollzogen. Es ist eben ein Verband, der die allgemeinen aber nicht immer die persönlichen Interessen vertritt. Der Leuchtturm |
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#5 | |
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Admin/Berufsbetreuer
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 9,524
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Moin moin
Zitat:
Das man nach einiger Überlegung dann dochnicht aussteigt hat auch viel damit zu tun, dass man selber nicht nur persönliche Interessen hat, sondern auch allgemeine Interessen, die von den Verbänden vertreten werden - und selber alleine nicht so einfach zu vertreten sind. Mit freundlichen Grüßen Imre
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Fehler sind dazu da, um sie zu machen und daraus zu lernen. Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen. |
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#6 |
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Routinier
Registriert seit: 06.03.2018
Ort: Bürstadt, Hessen
Beiträge: 1,217
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Ich bin aus dem BDB letztendlich ausgetreten, weil die Gebühren exorbitant steigen und man auch für die Tagungen, die angeboten werden, sehr viel Geld verlangt.
Das Faß zum Überlaufen hat für mich gebracht, als ich mitbekommen habe, dass GL dem BDB für die Zusammenarbeit jährlich 30.000 EUR gezahlt hat. Wo versickert denn die ganze Kohle? |
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#7 |
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Moderator
Registriert seit: 24.03.2005
Ort: Duisburg, Ruhrgebiet, NRW
Beiträge: 7,529
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Die ganze Kohle? Jahresbeitrag ist 350 €, entspricht dem üblichen Gewerkschaftsbeitrag von Arbeitnehmern. Und ist genauso von der Steuer abzusetzen, also muss man ca 25% abziehen, die sonst das Finanzamt bekäme. Davon bezahlt werden dürfte die Hamburger Geschäftsstelle und die Mitarbeiter, sowie Infomaterial etc. Die genaue Aufschlüsselung müsste sich aus dem jährlichen Kassenbericht ergeben, der für Mitglieder jedenfalls online sein dürfte.
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Mit vielen Grüßen Horst Deinert Weitere Infos: https://www.lexikon-betreuungsrecht.de |
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#8 |
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Ich bin neu hier
Registriert seit: 10.07.2015
Ort: Ostseeküste
Beiträge: 5
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Ich selbst bin 2013 als Berufseinsteigerin direkt dem BVfB beigetreten – und habe diese Entscheidung bis heute nicht ein einziges Mal bereut.
Ausschlaggebend war für mich von Anfang an, dass sich der BVfB klar und erkennbar für die Interessen selbständiger rechtlicher Betreuerinnen und Betreuer einsetzt. Genau das habe ich gesucht – einen Verband, der meine berufliche Realität abbildet. Beim BdB hingegen hatte ich persönlich oft den Eindruck, dass dort die Perspektive stärker von Vereinsbetreuern geprägt ist. Das ist natürlich legitim, aber für meine Arbeit als selbständige Berufsbetreuerin passt das weniger. Was mir beim BVfB besonders wichtig ist: Es wird dort aus meiner Sicht deutlich darauf geachtet, dass selbständige Betreuer nicht einfach mit Vereinsbetreuern gleichgestellt werden, vor allem wenn es um Themen wie Rechnungslegung Berichtspflichten Genehmigungspflichten geht. Genau diese Differenzierung halte ich für wichtig und praxisnah – und die vermisse ich beim BdB häufig. Auch die teilweise geforderten Vergütungen erscheinen mir beim BdB nicht immer realistisch oder zielführend. Ich halte es für sinnvoll, sich für gute Rahmenbedingungen einzusetzen – aber eben auch mit Augenmaß und Blick auf tatsächliche Entwicklungen. Für mich persönlich passt der BVfB daher deutlich besser: praxisnah realitätsorientiert mit klarem Fokus auf Selbständigkeit Ich kann daher – gerade für Kolleginnen und Kollegen in der Freiberuflichkeit oder diejenigen, die diesen Weg gehen möchten – den BVfB aus eigener Erfahrung guten Gewissens empfehlen. |
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#9 | |
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Routinier
Registriert seit: 25.01.2016
Ort: Niederrhein
Beiträge: 1,175
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Zitat:
Na Aufwandsentschädigungen für die Funktionäre, schicke Geschäftsstelle, hier und da Angestellte .... Ich hatte mir mal den Finanzbericht angeschaut und bin etwas nach hinten gekippt .... z.B. die Aufwandsentschädigungen waren schon ordentlich, da muss ein Berufsbetreuer lange für stricken. Insgesamt war mein Eindruck, dass hier in die Vollen gegriffen wird. Ich glaube da gab es mal 2 Mio als Reserve, die komplett weg sind!? Insgesamt wäre es ja alles völlig egal, wenn man sich gut vertreten fühlen würde. Das ist leider nach den letzten beiden "Reformen" nicht im Ansatz der Fall.
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Auslaufmodell Rechtliche Betreuung! |
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#10 |
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Ich bin neu hier
Registriert seit: 10.07.2015
Ort: Ostseeküste
Beiträge: 5
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Auch das hält sich beim BvfB in absolut realistischen Grenzen….
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