Dies ist ein Beitrag zum Thema Familie (Parkinson?) im Unterforum sonstige Rechtsfragen , Teil der Rechtsfragen im Rahmen des Betreuungsrechts
Guten Tag,
ich betreue seit September 2021 einen Mann, der sehr jung (52 Jahre) an Parkinson erkrankt ist.
Er hat ...
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#1 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 04.08.2020
Ort: NRW
Beiträge: 64
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Guten Tag,
ich betreue seit September 2021 einen Mann, der sehr jung (52 Jahre) an Parkinson erkrankt ist. Er hat noch einen Bruder und eine Schwester in den USA. Da es meinem Betreuten sehr schnell sehr schlecht ging, habe ich für ihn einen Heimplatz in einem Heim mit Parkinsonstation gesucht und auch gefunden. Während dieser Zeit wurde ich wüst von der Familie beschimpft, telefonisch und per Mail. Es wurde gedroht, dass alles was ich mache oder schreibe gegen mich verwendet wird, da man einen Anwalt einschaltet. Die Familie ist der Meinung, dass mein Betreuter nicht an Parkinson leidet. Leider ist mein Betreuter an Corona erkrankt, dadurch verschlechterte sich sein Zustand, er schläft nun sehr viel. Die Familie ruft ständig im Heim an und macht Ferndiagnosen. Wenn mein Betreuter nicht im Zimmer ist, dann rufen sie über das Stationszimmer an und blockieren das Telefon. Man fordert die Pflegekräfte auf, sofort einen Arzt zu rufen, wenn er nicht mit ihnen telefonieren möchte. In dieser Woche habe ich einen Anruf vom Heim erhalten, dass mein Betreuter ins Krankenhaus gekommen. ist. Die behandelnde Ärztin berichtete mir, dass er in einem schlechten Zustand wäre, ein Dekubitus Grad 4 liegt vor. Ich habe die PDL um Stellungnahme gebeten, da es sich hier meiner Meinung nach eindeutig um einen Pflegefehler handelt. Er wurde angeblich alle 2 Stunden gelagert, man muss ein WD-System anschaffen. Ich werde nun seit letzter Woche von der Familie immer nachts zwischen 1 und 5 Uhr angerufen, da ich dann nicht ans Telefon gehe, folgen immer wütende Mail. -Ich soll der Familie eine Vollmacht ausstellen, damit diese mit dem Arzt sprechen kann. -Ich hätte sie sofort über den Krankenhausaufenthalt informieren sollen. usw…… Normalerweise habe ich immer einen guten Kontakt zu den Angehörigen, hier wurde ich aber bisher immer nur bedroht und beschimpft. Ich bin nun etwas ratlos. Wie gehe ich damit um? Geändert von HorstD (24.04.2022 um 13:18 Uhr) |
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#2 |
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Moderator
Registriert seit: 24.03.2005
Ort: Duisburg, Ruhrgebiet, NRW
Beiträge: 7,634
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Hallo, eine sich so schnell entwickelnde Parkinsonerkrankung ist wirklich sehr ungewöhnlich. Ist das medizinisch gesichert? Es gibt zum einen zahlreiche andere Erkrankungen, die parkinsonähnliche Symptome hervorrufen und wenn es wirklich Parkinson ist, gibt es normalerweise gut wirkende Medikamente, mit denen man noch lange ein relativ normales Leben führen kann. Das sollte als Erstes abgeklärt werden. Ich kann durchaus verstehen, dass der Familie das suspekt ist.
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Mit vielen Grüßen Horst Deinert Weitere Infos: https://www.lexikon-betreuungsrecht.de |
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#3 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 04.08.2020
Ort: NRW
Beiträge: 64
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Die Diagnose ist gesichert. Ich habe bei der letzten Krankenhausbehandlung im Februar 2022 auch auf andere Erkrankungen hingewiesen.
Er ist seit 2018 in Behandlung, war in verschiedenen Krankenhäusern und Reha-Kliniken, die alle zur gleichen Diagnose kamen. |
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#4 |
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Gehört zum Inventar
Registriert seit: 25.06.2021
Ort: Balkonien
Beiträge: 2,714
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Hat Dich wegen dem Dekubitus die Krankenkasse angeschrieben?
Die wollen in solchen Fällen gern die Bahandlungskosten vom Heim wiederhaben und schicken dem Betreuer einen Fragebogen. Jedenfalls wirst Du mit der Vorgeschichte wohl ein neues Heim suchen müssen. |
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#5 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 04.08.2020
Ort: NRW
Beiträge: 64
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Nein, bisher hat sich die Krankenkasse nicht gemeldet.
Er wird im Moment auch noch im Krankenhaus behandelt. |
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#6 | |
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Ehrenamtlicher Betreuer
Registriert seit: 25.01.2022
Ort: Hannover
Beiträge: 116
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Zitat:
Deshalb rate ich aus meiner Sicht, diesen Respekt deutlich einzufordern und für den zukünftigen Kontakt zur unbedingten Bedingung zu machen. Wird das nicht akzeptiert, gibt es keinen Grund, den Kontakt fortzusetzen. Dann ist Ende im Gelände! |
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#7 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 19.08.2021
Ort: NRW
Beiträge: 118
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Ich muss zugeben, als Angehörige im Ausland wäre ich auch besorgt/schockiert und der Schritt bis man dann aus lauter Hilflosigkeit ausfallend und nervig wird, ist ein kleiner ...
Dekubitus 4 stinkt übrigens so sehr, dass man es bei Besuchen im Zimmer mitkriegt. Auch mit Maske. Das Heim klingt nach schwarzem Schaf und sollte dringend gewechselt werden, ob es hier Schadensersatz-/Schmerzensgeld-Ansprüche gibt, wäre zu klären. Sowas hatte ich noch nie ... War der Betreute denn wenigstens geimpft/geboostert, als er sich COVID eingefangen hat? Zu den Angehörigen: Grenzen setzen, aber auch signalisieren, dass man sich ernsthaft um eine Verbesserung dieser deutlich verbesserungswürdigen Situation bemüht. Ich sage z.B.: Wenn wir jetzt eine halbe Stunde telefonieren, kann ich in dieser Zeit nicht sinnvoll für Ihren Bruder/Vater/etc. arbeiten. Mein Arbeitstag hat auch nur X Std. Natürlich verstehe ich Ihre Sorge und informiere Sie gern im Abstand von X Tagen/Wochen regelmäßig über die Lage. Und nein, solange keine akute Notlage besteht, möchte ich in der Zwischenzeit nicht mit Ihnen kommunizieren. Und werde es auch nicht tun. |
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