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Ehepaar - Taschengeld "vermischen"?

Dies ist ein Beitrag zum Thema Ehepaar - Taschengeld "vermischen"? im Unterforum Vermögensverwaltung/Geldangelegenheiten , Teil der Rechtsfragen im Rahmen des Betreuungsrechts
Guten Abend zusammen, das hier wird mein erster Beitrag, also darf mich jeder gerne aufklären, wenn ich etwas falsch/unüblich schreiben ...


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Alt 23.01.2022, 23:03   #1
Forums-Azubi
 
Registriert seit: 19.11.2021
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 33
Standard Ehepaar - Taschengeld "vermischen"?

Guten Abend zusammen,


das hier wird mein erster Beitrag, also darf mich jeder gerne aufklären, wenn ich etwas falsch/unüblich schreiben sollte.


Hier mein Fall:
Ehepaar im Heim. Ich betreue beide (Betreuerwechsel fand statt), alle Aufgabenkreise. Er sagt nur "ja" "nein" - es ist nicht klar, ob er wirklich versteht was man sagt. Sie ist noch relativ fit.

Beide haben Schulden, jeder ein Girokonto. Das Konto der Frau im Minus (Kontosperrung droht), das vom Mann im Plus.


Von seinem Konto geht jeden Monat Taschengeld ans Heim für Frisör/Kaffee/etc. (mehr als er verbraucht).

Nun möchte die Frau dieses Geld gerne nutzen, um selbst mal zum Frisör zu gehen, Kaffee zu trinken etc.. Die Frau verfügt zurzeit (Besserung in Sicht) über 0,-€ die sie ausgeben könnte.

Steht eurer Meinung nach etwas dagegen, wenn ich dem Heim/der Frau erlaube, das Taschengeldkonto vom Mann mitzubenutzen? Prinzipiell sollten die Finanzen getrennt sein -

Aber meiner (persönlichen) Meinung nach spricht in einer Ehe nichts dagegen, wenn der Mann mal für den Frisörbesuch der Frau aufkommt.

Was denkt Ihr? Rechtlich bedenklich (Auch wg. Rechnungslegung) oder "pillepalle" und gar nicht der Rede wert?


Ich freue mich auf eure Meinungen.


Liebe Grüße,
Bombi
Bombi ist offline  
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Alt 24.01.2022, 08:01   #2
Gesperrt
 
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 14,097
Standard

Zitat:
Steht eurer Meinung nach etwas dagegen, wenn ich dem Heim/der Frau erlaube, das Taschengeldkonto vom Mann mitzubenutzen? Prinzipiell sollten die Finanzen getrennt sein -
Wenn du vom Mitbenutzen redest, ja. Da steht einerseits was entgegen denn das würde eine Kontentrennung ja ad absurdum führen.


Die Frage ist, warum ist das Konto der Frau im Minus? Gibt sie bedenkenlos ihr Geld aus im Wissen der Mann wird es ausgleichen? Kommt er damit langfristig in Schwierigkeiten? Handelt es sich bei den Konten um Gemeinschafts oder Einzelkonten?



Wie sind/waren die grundsätzlichen Einkommensverhältnisse? Haben sie vielleicht lebenslang gegenseitig füreinander eingestanden?


Wenn der Mann ausreichend Geld auf dem Barbetragskonto im Heim hat und er das Geld für sich selbst nicht verbraucht im Monat dann steht einmal natürlich dem nichts entgegen der Gattin mal einen Kaffe oder einen Friseurbesuch zu spendieren. Als Dauer"lösung" wäre das allerdings ungeeignet.


PS: das ist einer Gründe warum ich nie ein Paar zusammen als Betreuer versuchen würde zu vertreten.
michaela mohr ist offline  
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Alt 24.01.2022, 09:51   #3
Forums-Azubi
 
Registriert seit: 19.11.2021
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 33
Standard

Guten Morgen,


vielen Dank Michaela für deine Antwort. Das hilft mir schomal weiter, die Situation einzuordnen



Ich habe den Fall übernommen, daher weiß ich nicht warum es bisher so gehandhabt wird: Aber Fakt ist, dass das gemeinsame Haus verkauft werden soll und dort sind durch Mietnomaden bisher immer wieder noch Kosten angefallen, die alle vom Konto der Frau aus ausgeglichen wurden. Beide sind gleichermaßen sparsam.


Der Hausverkauf ist absehbar - dann werde ich bis dahin noch ein oder zweimal einen Frisörbesuch vom Geld des Mannes befürworten.


Danke für die Warnung, kein Ehepaar zu betreuen. Bei mir waren das jetzt die allerersten zwei Fälle - die "konnte" ich nicht ablehnen...
Bombi ist offline  
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Alt 24.01.2022, 12:30   #4
Gesperrt
 
Registriert seit: 22.08.2005
Ort: Darmstadt
Beiträge: 14,097
Standard

Zitat:
Beide sind gleichermaßen sparsam.
Dann ist es ja gut.


Wenn eine solche Notlage herrscht, finanziell wegen Mietnomaden im Haus, dann ist es ja kein Wunder wenn es auch finanziell privat drunter und drüber geht.


Mein Rat wäre, das Gericht von dem unverschuldeten Finanzchaos in Kenntnis zu setzen verbunden mit der Ankündigung (nicht der Frage) dass der eine dem anderen jetzt auch mit kleineren Beträgen zur Seite stehen wird.
Sollten dann später Rückfragen kommen kannst du auch diese Notiz verweisen.

Ich schreibe auch gleich immer dazu: sollten Einwände oder Bedenken wegen meinem geplanten Vorgehen bestehen so bitte ich um eine kurze, gern telefonische, Nachricht.
Dieser Satz tut auch bei anderen Gelegenheiten immer seine Wirkung- es kam noch nie was zurück.


Zitat:
Danke für die Warnung
Keine Ahnung ob es eine Warnung sein sollte es gibt Kollegen die solche Tandem- Betreuungen gerne führen da sich vieles in "einem Aufwasch" regeln lässt. Mein persönliches Ding ist es wegen evtl. Interessenskonflikte einfach nicht.
Weiterhin viel Erfolg beim Anfangen
michaela mohr ist offline  
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Alt 24.01.2022, 20:26   #5
Forums-Azubi
 
Registriert seit: 19.11.2021
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 33
Standard

Zitat:
Zitat von michaela mohr Beitrag anzeigen

Ich schreibe auch gleich immer dazu: sollten Einwände oder Bedenken wegen meinem geplanten Vorgehen bestehen so bitte ich um eine kurze, gern telefonische, Nachricht.
Dieser Satz tut auch bei anderen Gelegenheiten immer seine Wirkung- es kam noch nie was zurück.

Diesen Tipp werde ich auf jeden Fall beherzigen! Hört sich pragmatisch und professionell an.
Bombi ist offline  
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ehepaar, konto

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