Dies ist ein Beitrag zum Thema Postbank- Zugriff auf das Konto-wie lange dauert es? im Unterforum Vermögensverwaltung/Geldangelegenheiten , Teil der Rechtsfragen im Rahmen des Betreuungsrechts
Zitat:
Zitat von Garfield
Habe dann gefordert, dass man mir bitte darlegen möge, was ich unter diesen Umständen mit welchen ...
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#21 | |
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Berufsbetreuer
Registriert seit: 21.02.2008
Ort: Hessen
Beiträge: 1,433
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Zitat:
Es ist völlig aus der Mode gekommen, dass Menschen, die hinter einem Schalter stehen, auch mal sagen "Ich kenne mich damit nicht aus, da werde ich mal nachfragen" obwohl sie sich halt einfach nicht auskennen. Zu oft wird nicht nur an Postbank-Schaltern, sondern auch in Arztpraxen und sonstigen Institutionen lieber die Flucht nach vorne angetreten, indem man im Brustton der Kompetenz völlig neue Gesetze extemporiert. Bei der Postbank ist das Schlimme, dass man um eine Betreuung einpflegen zu lassen kaum daran vorbeikommt, einen Schalter auszusuchen. Natürlich nicht auf dem Dorf, man sollte schon zur Hauptpost in der nächstgelegenen Metropole reisen. Nach dem Ausfüllen des Serviceblatts "Betreuung" und dem Kopieren der Legitimationsdokumente liegt dann alles Weiteres in Gottes Hand. Falls es den überhaupt gibt. Beim hiesigen Betreuertreffen sprach eine freundlicherweise anwesende Rechtspflegerin von sich aus an, dass mittlerweile der Verweis darauf, dass der Betreute Postbankkunde ist und deshalb gewisse Unterlagen/Nachweise nur verspätet oder vielleicht auch gar nicht eingereicht werden können, sehr häufig vorkommt und dass man dann Bescheid weiß. |
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#22 |
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Berufsbetreuerin
Registriert seit: 29.03.2010
Beiträge: 1,644
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Ich habe mir im Unglücksfall einer neuen Betreuung mit Postbank-Konto in den letzten Jahren meist eine durch das Betreuungsgericht beglaubigte Kopie der Bestellungsurkunde ausstellen lassen und das Ganze dann postalisch eingeschickt. Jahrelang haben mir Mitarbeiter in der einzigen Filiale (Innenstadt - Großstadt) in der sich nicht der Eindruck vermittelte, dass man blöd und frech sein muss, um dort arbeiten zu dürfen erzählt, dass sie in Betreuungsfällen eigentlich nichts machen können, als die Unterlagen und Anliegen entgegenzunehmen und das dann an die Speziabteilung für Betreuungsfälle weiterzureichen. Im Gegensatz zu allen anderen waren sie dort zwar nett, aber wie die anderen konnten sie trotzdem bei keinem der zahlreichen Postbank-Betreuten-Problemen helfen.
Das Highlight habe ich letztes Jahr erlebt, als ich wegen irgendwas anderem in einer der wie eine Beinahe-Glatze ausgedünnten Finanzdienst-Filialen vorbeigehen musste. Ich dachte, ich könnte mal eben den Genehmigungsbeschluss für eine Anlage-Konto-Umbuchung zwecks Einsendung über den Tresen reichen. Da hatte ich mich aber geschnitten. Ich stand sehr, sehr lange am Schalter. Alle anderen Kunden waren schon weg, alle Postler außer der von mir angesprochenen Mitarbeitern machten Mittagspause. Sie murmelte dann irgendwas von "Kundin unter 2 Datensätzen angelegt" und dass sie ihre Chefin fragen müsse, die gerade nicht im Hause sei. Die würde sich bei mir melden. Tage später kontaktierte diese Chefin mich. Ich möge vorbeikommen und müsse ein Formular unterschreiben. Ich: Senden Sie das Formular bitte zu. Das ginge nicht. Ich erklärt, dass bereits die einfache Strecke in diese Filiale für mich mehr als eine Stunde Wegezeit bedeutet und dass ich Formulare ebensowenig abholen kann wie andere Post. Dann wollte ich wissen, um was für ein Formular es geht. Trotz tagelangen Mailverkehrs gab es darauf nie eine Antwort. Ich fragte immer wieder. Auf den Vorhalt, dass solche Umbuchungsvorgänge sonst auch auf dem Schriftweg zu erledigen sind, behauptete die Frau, das koste dann aber 10 €. Ich fragte nach der Gebührenziffer, keine Antwort. Natürlich hatte ich den Beschluss zwischenzeitlich längst abgeschickt, ohne Formular. Die Umbuchung wurde durchgeführt, ohne Mysterio-Formular und ohne Gebühren, davon war überhaupt nicht die Rede. Die AGB sehen sie übrigens mitnichten vor. Gebühren zu erfinden, die nicht existieren um einen Kundenirrtum zu erregen und dadurch einen halben Arbeitstag von Selbstständigen zu verschwenden, nur um nicht zugeben zu müssen, dass man absoluten Mist erzählt hat, grenzt für mich an kriminelles Verhalten. |
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#23 |
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Admin/Berufsbetreuer
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 9,594
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Moin moin
Zur Postbank ist (nicht nut hier im Forum) schon so viel geschrieben worden, dass eigentlich nur noch Dönchen verfasst werden sollten, über die man herzich lachen kann. Alles andere sollte lauten: Wo anders ein Konto eröffnen, den Umzugsservice nutzen und das Pestbankkonto auflösen. Und fertig. Das laute Geschimpfe wäre besser, wenn es wohlformuliert an die Presse, Radio oder das TV gehen würde. Hier weiß doch schon jeder, das die Postbank für ein Saftladen ist. MfG Imre
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Fehler sind dazu da, um sie zu machen und daraus zu lernen. Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen. |
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#24 |
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Berufsbetreuerin
Registriert seit: 29.03.2010
Beiträge: 1,644
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Es gibt immer wieder Betreute, die ihr Postbankkonto behalten wollen, weil sie sich aus den Gründen, aus denen die Betreuung eingerichtet wurde, nicht umgewöhnen können oder wollen.
"Und fertig" funktioniert nicht. Und dann ist da ja auch noch die Sache mit den Wünschen. |
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#25 |
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Gehört zum Inventar
Registriert seit: 25.06.2021
Ort: Balkonien
Beiträge: 2,704
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Dafür gibt's einen Ausnahme §, aber hier ist wohl Fingerspitzengefühl mit dem Betreuten gefragt...
Die Deutsche Bank AG ist scheinbar nicht auf Kunden angewiesen... |
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#26 |
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Forums-Geselle
Registriert seit: 27.06.2024
Ort: Sachsen-Anhalt
Beiträge: 287
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Wir haben eine Kollegin die nach Jahrzehnten von Bank zu Betreuung gewechselt hat. Ich kann euch also aus sicherer Quelle sagen:
Ja, Postbank und Commerzbank wollen auch tatsächlich keine Kunden die betreut werden
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#27 | |
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Berufsbetreuerin
Registriert seit: 29.03.2010
Beiträge: 1,644
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Zitat:
Die dicke Gretchenfrage lautet: Ist die Postbank schlimm genug, um unter den Ausnahme-§ zu fallen oder muss man sie als Betreuer einfach aushalten? Wenn die Betreuten, die ja leider oft seltsame und festgefahrene Gewohnheiten haben, es nicht schaffen/akzeptieren zu einer anderen Bank zu gehen, ist eine Postbank-Konto manchmal immer noch besser als nichts. @Tschak Das ist mir tatsächlich auch schon ganz offen gesagt worden. Die Postbank will keine betreuten Kunden. Zu viel Aufwand, lohnt sich nicht. |
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#28 | ||
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Admin/Berufsbetreuer
Registriert seit: 16.03.2004
Ort: Betreuungsbüro Herrlichkeit 6 in 28857 Syke
Beiträge: 9,594
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Moin moin
Zitat:
Also m.E. ist die Post die Pest der Banken und auf jeden Fall nicht mehr zumutbar. Bisher habe ich von der Rechtspflegerseite her noch nie ein Problem mit einem Bankwechsel bekommen. Ankündigen, begründen und danach berichten - dann ist alles prima. Zitat:
Wenn der Betreute Mensch nicht möchte, dass ich die Vermögensverwaltung über ein anderes Konto erledige, dann soll er sich einen anderen Betreuer suchen oder die Vermögenssorge kann aufgehoben werden. Ich bin froh darüber, nichts mehr mit der Postbank zu tun zu haben - bekomme aber die Probleme mit, die ein Kollege und sein Betreuter gerade mit diesem Saftladen hat. MfG Imre
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Fehler sind dazu da, um sie zu machen und daraus zu lernen. Fehler sind nicht dazu da, sie dauernd zu wiederholen. |
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#29 |
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Berufsbetreuerin
Registriert seit: 29.03.2010
Beiträge: 1,644
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Die Postbank ist möglicherweise unzumutbar, aber weil sie nur eine Bank ist von echtem Betreuungshorror weit entfernt. Meine Betreuungswelt war schon lange nicht mehr so, dass ich nur der Bank wegen hingeworfen hätte. Dann hätte ich ja jemand Neuen nehmen müssen, und die Gefahr, dass eine neue Betreuung Probleme mit sich bringt, die gar nicht zu lösen sind oder mich 24/7 beschäftigen, wird schon seit Langem immer größer. Wenn eine Wohnung vorhanden ist, ich die ärztliche Versorgung und die Pflege sichern konnte, ich mit der Betreuten einen modus operandi gefunden habe, wäre ich doch des Teufels, wenn ich mich von der doofen Postbank aus Guardian's Paradise vertreiben ließe.
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